Die Berliner Sonne geht früh auf und unter

Um 17 Uhr ist es derzeit stockfinster in Hannover. Dagegen hat in Brüssel die Dämmerung kaum begonnen wie der Screenshot von der Webcam des Musiksenders Studio Brussel zeigt (zu sehen am Fenster im Hintergrund). Eine einheitliche Zeitzone von Hannover bis Brüssel bedingt unterschiedliche Sonnenstände.

„Welcher Sonnenstand?“, fragst du. Du hättest gestern keine Sonne gesehen. Ich auch nicht, als ich am 1. Advent um 14 Uhr zum Bummel über den Lindener Berg aufbrach. Es hat ununterbrochen genieselt, derweil ich auf den Lindener Berg gestiegen bin, wo es im Garten des Lindener Turms, 35 Meter über dem Stadtgebiet, einen bescheidenen Weihnachtsmarkt gibt. Nahe beim Lindener Turm trank ich einen Glühwein und kletterte eine Treppe hoch auf eine luftige Terrasse, die man von Zimmerleuten als Rundlauf um den Turm hatte errichten lassen. Ich weiß, dass der Turm ursprünglich eine Mühle gewesen ist, gab mich aber der Phantasie hin, er wäre einst ein Telegraphenturm gewesen mit einem Signalmast obendrauf für die optische Telegraphie.

Die preußische optische Telegraphenlinie von Berlin nach Koblenz führte aber weiter südlich hinter Braunschweig und am Harz vorbei. Diese Telegraphenlinie hat schon oft meine Phantasie beflügelt, seltsam genug immer um die Vorweihnachtszeit. Es war eine enorme Infrastruktur nötig, mit optischen Telegraphen, Nachrichten zu schicken. Die Türme im Abstand von sieben bis elf Kilometern mussten außerhalb von Ortschaften auf Anhöhen stehen. Das bedeutete, dass die Telegraphiebeamten beim Turm wohnen und weitgehend autark sein, also einen Garten haben und Tiere halten mussten.

Die optische Telegraphie machte erstmals eine einheitliche Zeitzone nötig. Die Ortszeiten richteten sich bislang nach dem Sonnenstand. Weil die Linie von Osten nach Westen führte, lagen zwischen Anfang in Potsdam und Ende in Koblenz gut 45 Minuten Unterschied. Die Sonne ging also in Koblenz 45 Minuten später unter als in Berlin. Andersherum war es in Koblenz noch stockfinster, wenn im Morgengrauen von Potsdam die erste Nachricht los gesandt wurde. Das war allmorgendlich: „Die Uhren werden gestellt.“ Es waren in den Türmen Schwarzwälder Kuckucksuhren mit Schlagwerk.

Diese Uhren zeigten also von Potsdam bis Koblenz Berliner Ortszeit, was die Menschen in den Türmen von ihren Nachbarn ringsum isolierte. Die Telegraphisten waren quasi aus der Zeit gerutscht. Überdies leiteten sie Nachrichten weiter, die Außenstehende nicht entziffern konnten. Man kann sich vorstellen, dass die solcherart von ihren Mitmenschen entfremdeten Telegraphisten sich für eine Informationselite gehalten haben und auch so angesehen waren. Mit der Erfindung des Morsetelegraphen endete die hohe Zeit der optischen Telegraphenlinie rasch. Die Türme verfielen oder wurden umgewidmet. In Flittard bei Köln kann man einen restaurierten Turm besichtigen.

Wir verlassen den Lindener Turm, der ja leider nur ein Mühlenturm war, und gehen rechtzeitig vor der Dämmerung nach Hause.

Möchtest du selbst aus der Zeit rutschen und optische Telegraphie erleben?

In der Dunkelheit hast du den Weg verloren. Eine Weile schon fällt nasser Schnee. Du quälst dich über einen Acker einen Hügel hinauf. An deinen Schuhsohlen klumpt die Erde und macht dir die Füße schwer. Die Kälte zieht dir bis ins Mark. Du zitterst vor Entkräftung. Plötzlich ein Grollen, dann erhellt sich für einen Wimpernschlag deine Welt. Ein Gewitter um diese Jahreszeit? Das muss eine Sinnestäuschung sein. Gerade hast du dich getröstet, bist weiter getappt, hast fünf Gramm neuen Mut gefasst, da donnert es, dass dein Herz ins Poltern kommt. Schnee wird zu Eis. Der Wind treibt dir Graupelkörner ins Gesicht und nimmt dir die Sicht. Du kannst dich nicht schützen, musst weiter voran. Wenn du auf dem Acker bleibst, bist du verloren.

Ich will dich erlösen aus dieser Not und lasse einen Blitz herabzucken. Er fährt in dich hinein – du spürst ihn kaum. Da schwingt der Acker hoch und klatscht dir ins Gesicht. In Wahrheit bist du zu Boden gestürzt. Es war einfach der Sinn des Sehens, der zuletzt in Ohnmacht fiel.


Du schaust an dir hinab und trägst eine blaue Uniform. Sie hat silberne Litzen, denn du bist nur ein königlich preußischer Untertelegraphist. Der mit den goldenen Litzen neigt sich zur Wand und schaut durch ein Fernglas. Du siehst auf seinen gebeugten Rücken. Ihr steht in einem Turmzimmer. Das Fernglas ist in das Rund der Außenwand eingelassen. Dein Blick fällt auf eine Schwarzwälder Kuckucksuhr mit Schlagwerk. Neben ihr hängt ein Kalender. Heute ist der Freitagmorgen des 24. Dezembers 1848. In der Mitte der Turmstube strebt ein enges Gestänge durch die Decke. Du lässt deinen Blick die Stangen hochwandern bis zum Loche, in dem sie verschwinden, und weißt, sie führen zum Semaphor.

Wenn du in der frühen Dämmerung zum Dienst gehst, kannst du den Signalmast sehen, wie er oben auf dem Turme in den Himmel ragt. Du verlässt dann ein Haus am Fuße des Turms und durchquerst den Garten. Da ist ein Stall, worin es gackert und quiekt. Vieh und Garten müssen euch ernähren. Nur manchmal laufen eure Frauen den Hügel hinab ins ferne Dorf, um den Krimskrams zu holen, den Weiber für eine gute Hauswirtschaft brauchen.

Im kommenden Jahr wird eine Horde aufgebrachter Bürger von Iserlohn heranziehen und den Turm besetzen. Sie werden die Einrichtung zerstören und euch verjagen. Der Obertelegraphist wird dabei zu Tode kommen. Am heutigen Morgen des 24. Dezembers 1848 ahnst du nichts davon. Im Gegenteil, du fühlst dich wohl. Obwohl es unaufhörlich stürmt und schneit, habt ihr es warm. In der Ecke der Turmstube steht ein eiserner Kaminofen. Er heizt mächtig ein, denn du hast ihn eben noch gefüttert. Das Holz holst du vom Stapel hinterm Haus.

Du wirst jetzt deine Arbeit machen. Es ist Heiligabend, ohne Zweifel. Trotzdem musst du arbeiten, denn du bist ein königlich preußischer Untertelegraphist. Dein Vorgesetzter hält auf dem Stehpult ein Logbuch bereit. Irgendwann in den nächsten Minuten wird er dir eine Nachricht zurufen. „B4!“, wird er rufen. Mach dich gefasst. Sobald der Stationsvorsteher ruft, wirst du die richtigen Hebel ziehen. B4, das ist ganz unten links, und mit der rechten Hand nimmst du den dritten. Wenn du die Hebel stellst, schaust du zur Zimmerdecke, obwohl du nicht sehen kannst, was die Hebel bewirken. Du siehst nur, dass zwei der dünnen Stangen sich weiter durch die Zimmerdecke schieben. Dein Vorgesetzter schmunzelt, wenn du mit offenem Maul zur Decke starrst. Er ist zwar ein strenger preußischer Beamter, doch unter seinem Uniformrock klopft ein gutes Herz.

„Warum tut ihr das eigentlich“, hat deine Marie gefragt, als du ihr damals den Hof gemacht hast. Du hast gesagt: „Wir sind Boten, wir schicken Nachrichten in die Welt. Was wir machen, heißt Optische Telegraphie. Dem König dienen wir, damit seine Befehle fliegen. Die Nachrichten kommen aus Berlin und fliegen über die Türme durchs ganze Reich.“

Du weißt nicht, ob dein Weib dich damals verstanden hat. Marie ist natürlich noch nie in Berlin gewesen. Und was „durchs ganze Reich“ bedeutet, woher soll sie das wissen? Sie ist ein Mädchen vom Lande und ein wenig naiv. Doch was sie wissen muss, hat sie parat. Jedenfalls weiß deine Frau genau, wie wichtig es ist, dass du an den Hebeln wartest. Sie ist stolz darauf, dass du ein Bote des Königs bist. Auch sieht sie dich gern in der schmucken preußischen Uniform.

„Wann kommt denn die Nachricht?“, denkst du zum zehnten Mal. Wann ist es endlich so weit? Irgendwann in den nächsten Minuten wird der Obertelegraphist durch sein Fernrohr etwas Wunderbares sehen. Die Nachricht fliegt heran, die Nachricht: „B4!“Er sieht “B4″ auf dem fernen Hügel, wo ein Telegraphenturm gleich dem euren steht, mit je drei Signalblättern links und rechts am Mast. Wie sich das Signal bei der Nachricht stellt, weißt du nicht. Du bist ja nur ein Untertelegraphist.

Dein Vorgesetzter weiß Aufschluss. Er schaut durchs Fernglas und erkennt B4 sofort. Das hat man ihm in Berlin auf der Telegraphenschule beigebracht. Rückwärts und vorwärts kann er die Nachrichten lesen, je nachdem, ob sie vom östlichen oder vom westlichen Nachbarturm kommen. Seit zwei Minuten schaut er hinaus gen Osten. Er brummelt leise, wie es seine Art ist, denn Dunst und Schneetreiben behindern heute seine Sicht.

Wenn der Obertelegraphist B4 erblickt, ruft er dir zu. Du wiederholst: „B4“, stellst die Hebel, schaust den Stangen hinterher – und dann ist es getan. Du hast die Nachricht an den Westturm gesandt. Dort wartet man schon auf B4. Das kannst du dir denken. Der Stationsvorsteher wird „B4“ ins Logbuch notieren, in einer Tabelle nachlesen und dann gemessenen Schrittes den Raum durchqueren. Vor der Schwarzwälder Kuckucksuhr mit Schlagwerk reckt er den Zeigefinger und stellt die Zeiger auf Berliner Ortszeit.

Was er in der Tabelle abliest, verstehst du nicht genau. Etwas Wunderliches hat dir der Obertelegraphist erklärt. Wenn dem König im fernen Berlin die Sonne aufgeht, steht euer Turm noch im Dämmer. Dann schicken sie in Potsdam „B4“ auf den Weg, und bis es zu euch geflogen ist, vergehen gar 40 Minuten. Du kriegst das kaum in deinen Kopf. Doch du weißt, was B4 bedeutet, und das reicht. B4 ist sehr wichtig. Es heißt: „Achtung, die Uhren werden gestellt!“

Wenn eure Nachricht weitergeflogen ist, habt ihr Berliner Sonnenstand auf den Zeigern eurer königlich preußischen Schwarzwälder Schlagwerkuhr. Im Lande um euch herum haben die Leute ihre eigene Zeit. Sie richten die Kirchturmuhren nach dem örtlichen Sonnenstand, wie es alte Sitte ist. Die Schwarzwälder Kuckucksuhren in den Telegraphentürmen richten sich nach der Sonne des preußischen Königs. Die Nachricht, das ist, wonach ihr euch zu richten habt. B4 eröffnet an jedem Morgen den Flug der Nachrichten auf der königlich-preußischen Telegraphen-Linie. Sie reicht von Potsdam bis Aachen und Koblenz und zurück.

Da ist der König in seinem Palast. Er diktiert den Befehl. Seine Beamten tragen ihn zum Telegraphenberg nach Potsdam hin. Und es dauert nicht zwoeinhalb Stunden, bis der Befehl von dort bis Koblenz geflogen. Unzählige Türme unterwegs, eine stattliche Schar von Ober- und Untertelegraphisten. Und zählst du ihre Frauen und Kinder dazu, … – jedenfalls seid ihr viele.

Warum wird der Turm im Juni des Sommers 1849 gestürmt? Du hast nicht einmal eine Ahnung und kannst ja nicht einfach ins Geschichtsbuch schauen. Dieser bedauerliche Vorfall hat sich noch nicht zugetragen. Ein Anschlag auf die Telegraphenlinie … das war Revolution! Die geheime Kommunikation der Herrschenden erregte in unruhigen Zeiten Unmut im einfachen Volk. Das hat schon in der französischen Revolution zum Erstürmen der Telegraphenlinie geführt. Die Franzosen hatten diese Technik zuerst und beherrschten sie besser als Engländer oder Deutsche. Man kann es an den Laufzeiten der Nachrichten vergleichen. Ein Monsieur Chappe hat die Semaphoren erfunden. Vorläufer gab es allerdings schon in der Antike. Als das Morsen aufkam, hatte es mit den Türmen ein rasches Ende. Die meisten wurden niedergelegt. Du bist arbeitslos und kannst jetzt wieder nach Hause. Mach was Gutes draus.

Text aus der 2. Online-Lesenacht im November 2006

Für Übermütige
Ja, ich will noch viel weiter aus der Zeit rutschen

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12 Antworten auf Die Berliner Sonne geht früh auf und unter

  1. graphodino

    Eine im mehrfachem Sinne phantastische Geschichte!!! Noch ein “Ghetto” der Uniformierten – was das für Phantasien bei Ottilie Normalverbraucherin ausgelöst haben muss…

    (… als untertänigst unpreussischer Unter-Nachrichtenübermittlungs-An- und Abgestellter muss mir aber die Anmerkung erlaubt sein, dass Du bei der linkigen Bestückung von “Lindener Berg” das “L” “ausgeklammert” hast…)

    Hochachtungsvoll

    Herr Koske (Nachrichten-Corporal der Reserve)

  2. trithemius

    Wenn Sie erlauben, Herr Nachrichtencorporal Koske, dann werde ich das “L” vor der Linktür stehen lassen, sonst verstünde man Ihren Kommentar nicht mehr. Es muss ja alles seine Richtigkeit haben bei der königlich-preußischen Nachrichtenbehörde des Teppichhauses, auch ein Fehler.

    Ich entnehme Ihrem ersten Satz im “Mehrfachen” ein Lob und bedanke mich artigst. Das einfache Volk war in der Tat befremdet und fasziniert, als man begann, über ihre Köpfe hinweg Informationen auszutauschen, vor allem wo das in aller Öffentlichkeit ablief, nicht in der Einsamkeit. Es gibt nur wenige Augenzeugenberichte, wie überhaupt nur spärliches Material zu dieser fast vergessenen Informationstechnologie gibt. Dramatisiert kannst du etwas finden hier in einer phantastischen Binnenerzählung aus der ersten und zweiten Online-Lesenacht, falls du noch viel weiter aus der Zeit rutschen willst. (Vorgeschichte) und fortgestzt hier (Semaphoren in Anwendung)

    Edit: Weil Blog.de zu langsam lädt, habe ich die Erzählung zusammengefasst und in der Vergangenheit dieses Teppichhauses versteckt, nämlich hier.

    • graphodino

      … habe ich gestern schon gelesen (und dann ist mir eingefallen, dass ich das auch damals gelesen habe)… und dann… – dann kamen so Bilder… das wäre schon ‘n Stoff… – ach ja… irgendwann schreibe ich “richtig” (dichtender Weise, nicht berichtender Maßen; Sie verstehen, Sir) – jammer, jammer, ich höre schon auf…

      Geruhsames Nachtlagern wünscht

      Herr Koske

      • trithemius

        Seitdem ich mit meiner Endlichkeit konfrontiert wurde, bedauere ich sehr, manche Dinge nicht beizeiten gemacht zu haben – entsprechend deiner Einlassung: “irgendwann schreibe ich “richtig” ” Es kommt leider für jeden der Tag, da gibt es dieses Irgendwann nicht mehr. Also mach dich daran.
        Ich habe übrigens auch gedacht, dass der Stoff der fiktiven Erzählung zu einem SF-Roman taugt. Die Szenen habe ich ja damals für die Lesenächte online unter Zeitdruck geschrieben und manches nicht entfalten können.

        • graphodino

          Freut mich (ohne Ironie!), den Sachverhalt adäquat wahrgenommen zu haben; ich glaube, ich hatte “damals” schon das Gefühl (ich bin mir irgendwie sicher, den Text noch bzw. schon im blog.de-Teppichhaus gelesen zu haben), dass man sich da voll Einen an-bzw. abspinnen könnte… na ja…

          (… es ist nicht so, dass ich diese Konfrontation nicht kennen würde – 2008 war ich z. B. beim Klassentreffen und musste erfahren, das bereits zwei ehemalige Mitschülerinnen in der ewigen Großgruppe weilen, und das hat rein geknallt: es geht nicht mehr “ewig”, durch die obere Hälfte der Sanduhr kann man schon durchkieken…)

          Ich wünsche möglichst wenige Sturmschäden dorten droben (ziemlich gruselig, was ich da gerade gelesen habe)!!!

          Emm eff geh

          Herr Koske

          • trithemius

            Ja, du warst zwar nicht online dabei, aber hast nachher sogar kommentiert, erinnere ich mich.

            “durch die obere Hälfte der Sanduhr kann man schon durchkieken…” ist ein schönes Bild.

            Soeben sah ich ein Video von Norderney,wo die Reporterin im Sturmwind stand. Eswerde noch mehr kommen, dagegen seis grad ein laues Lüftchen. Die Journaille hofft natürlich auf Sensationen. Da sitzen wir schön drinnen und versammeln uns ums digitale Herdfeuer.

            Schöne Grüße,
            Dein Trittenheim

  3. Ein überaus interessanter Artikel, der Preußische optische Telegraf war mir vorher nicht bekannt. Bemerkenswert, dass er nur wenige Jahre in Betrieb war, obwohl er mit großem Aufwand eingerichtet wurde.

    • trithemius

      Dankesehr, Herr Kollege, ein Lob von Ihnen freut mich besonders. Das kurze Bestehen (17 Jahre?) der Telegrafenlinie hat sie auch aus dem kollektiven Bewusstsein verschwinden lassen können. Fast niemand weiß etwas darüber. Es gibt offenbar nur zwei dünne Büchlein, die sich damit befassen. Ich musste lange danach suchen. Jetzt gibt es natürlich einen Wikipediaeintrag. Der geht wohl auch auf wenige Quellen zurück.

  4. iGing

    Unglaublich, was es schon so alles gab und was man bisher alles noch gar nicht wusste! Es ist mir neulich auch aufgefallen, dass es innerhalb Deutschlands beträchtliche Unterschiede geben muss im Helligkeitsgrad, als jemand ein gerade aufgenommenes Foto veröffentlichte, auf dem es schon so gut wie dunkel war, während hier die Sonne noch am Himmel stand.
    Aber wenn die Telegraphietürme ca. 7-11 km auseinander standen, dann gibt es also zwischen Berlin und Koblenz keine 12 km flaches Land? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Oder musste man zwischendurch Hügel bauen, um den Turm darauf zu installieren?

    • trithemius

      Bei Wikipedia gibt es eine Karte zum Verlauf der Linie. Ihre Frage beantwortet sich auch da. Man baute zwar keine Hügel, aber musste Bäume beschneiden oder fällen, um freies Sichtfeld zu haben. Der geringe Abstand der Türme erklärt sich auch, weil ja der Ausfall eines Turms per Pferd mit Boten überbrückt werden musste.

  5. Der Lindener Turm war übrigens, bevor er zur Windmühle wurde, eine Befestigungsanlage.

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