Plausch mit Frau Nettesheim – Alles neu macht der Mai

Trithemius
Ich habe Volontär Schmocks Kolumne umbenannt, Frau Nettesheim.

Frau Nettesheim
Never change a winning name.

Trithemius
„team“
Frau Nettesheim
Wie bitte?

Trithemius
Dieser berühmte Ausspruch des englischen Fußballtrainers Sir Alf Ramsey lautet: „Never change a winning team.“ Das beachte ich ja, sonst hätte ich Sie, Frau Nettesheim, schließlich längst gegen eine jüngere Filialleiterin ausgetauscht.

Frau Nettesheim
Grrr! Dummbart! Haben Sie Schmock wenigstens gefragt?

Trithemius
Nö. Er muss sich sowieso dran gewöhnen, dass Überschriften und dergleichen immer von den Chefs gemacht werden.

Frau Nettesheim
Trotzdem, ohne Not ein, ähem, „erfolgreiches“ Produkt umzubenennen, ist immer ein Risiko.

Trithemius
Das andere erfolgreich negiert haben. Denken Sie nur an „Raider“.

Frau Nettesheim
Immerhin mussten die das mit einem völlig zuckerfreien Slogan bewerben: „Aus Raider wird Twix, … sonst ändert sich nix.“ Heißt es jetzt: „Aus Schmock wird Bock … lets rock“?

Trithemius
Wir machen keine Namenwitze, Frau Nettesheim. Aus „Schmocks Trendkompass“ wird „Schmocks Schmierzettel“. Ich habe sogar schon ein hübsches Logo für den Schmierzettel Mai vorbereitet. Schauen Sie hier! Und wissen Sie, was ich hoffe?

Frau Nettesheim
Dass Schmock sich über die zwei Frauen im Bild freuen wird, ohne gegen die Umbenennung zu protestieren, weil er so einfach gestrickt ist wie Sie?

Trithemius
Und dass sein Stil lockerer wird, weils ja nur ein Schmierzettel ist. Da kann Volontär Schmock befreit aufatmen und drauflos rocken.

Frau Nettesheim
Inspiriert von losen Weiberröcken, das wird was werden.

Musiktipp
Stromae
Carmen

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3 Antworten auf Plausch mit Frau Nettesheim – Alles neu macht der Mai

  1. Als ich vor etwa drei Jahren den belgisch-ruandischen Musiker Paul Van Haver “entdeckt” hatte, war meine Begeisterung grenzenlos.

    2014 hab ich ihn dann in Lüttich live gesehen und spürte trotz deftiger goosebumpels, daß anstelle seiner früheren emotionalen Unbekümmertheit und seines herrlich frisches Auftreten, eine massive Kommerzialisierung zu bemerken ist.

    Heute? Ein choreographisch ständig gleich-geschalteter Zappelphilipp und musikalischer Langweiler bar seiner früheren Inspiration.

    Er hat sich damit seiner Selbst zur Karikatur gemacht. Schade …!

    Gruß aus dem Westzipferl

    Tano

    • trithemius

      Als ich vor gut zwei Jahren Stromae für mich auf “Stubru.be” entdeckte, torkelte er im Video wie ein Betrunkener durch den Brüsseler Regen. Ich kann keine negative Entwicklung in seiner perfekt getanzten Choreographie entdecken. Dass er diesmal die berühmte Habanera-Arie aus der Oper Carmen gesampelt hat, finde ich auch nicht so aufregend.
      Live habe ich ihn freilich noch nicht erlebt. Der inzwischen internationale Erfolg ist ihm zu gönnen. Leider geht damit eine “massive Kommerzialisierung” fast zwangsläufig einher. Er wäre nicht der erste Musiker, dessen Schaffenskraft darunter leidet. In seinem offiziellen Musikvideo hat er thematisiert, was die plötzliche Popularität mit ihm macht.
      In den Teppichaus-Musiktipp ist er erneut geraten, weil sein Künstlername Stromae (aus: Maestro) ein hübsches Beispiel für die französische Spielsprache Verlan ist, die auf silbischen Palindromen beruht.

      Beste Grüße aus der Mitte in den äußersten Westen,

      Jules

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