Neues von der Baustelle (1) – hören und sagen

Dass man hier überhaupt schon etwas lesen kann, verdanke ich meinem mittleren Sohn Malte. Am vergangenen Wochenende hat er mich besucht und den Rohbau des neuen Teppichhauses erstellt. Es gibt auch einen Teppichhaus-Shop, die Tür ist aber noch verammelt, vielmehr muss ich noch einen Durchbruch machen. Bei den WordPress-Vorgaben für das Blog befremdet mich die Kommentarfloskel: „X sagt:“

Das Verb „sagen“ ist übertragen zu verstehen, weil ja die Kommentare geschrieben werden. In der Tat kommt es durch die elektronischen Medien zu einer Wechselseitigkeit der Schrift, die bislang nur der Lautsprache zueigen war, und folglich zu einer Vermischung von Schrift und Sprache. Letztens stutzte ich, als ich auf eine SMS antwortete: „Schön, wieder von dir zu hören“, hab es aber gelten lassen, weil ich eine SMS aus Faulheit ungern korrigiere. Die klassischen Medien nehmen es schon länger nicht genau mit der Unterscheidung von Schrift und Sprache, wenn sie beispielsweise einen Schreibstilkritiker wie den Publizisten Wolf Schneider zum „Sprachpapst“ ausrufen.  Um nicht einzurosten, habe ich eine Weile beim Bürgerjournalismusprojekt „Readers Edition“ veröffentlicht und mich just von diesem Sprachpapst losgesagt: „Nur die Journaille braucht einen Sprachpapst“. Prompt schalt mich ein Kommentator, ich hätte Schrift und Sprache gleichgesetzt. Will ich aber nicht. Sollte ich finden, wo man die Kommentarfloskel ändern kann, werde ich das gleich machen.
 

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