Nachrichten aus der Teppichhausredaktion – 3 x Brechreiz

Hier die Nachrichten Gestern auf dem Bushofklo. Guido steckte Angela ein Zettelchen zu: „Angela willst du mit mir gehen?“ Ja – Nein – Vielleicht – Bitte ankreuzen!“ Vorsichtshalber kreuzte Angela Dorothea Merkel, geborene Kasner, „Vielleicht“ an, denn sie ist noch verheiratet mit Joachim Sauer. Und außerdem weiß sie von Guido: Der hat ’nen festen Freund, einen gewissen Michael Mronz. Was für ein Durcheinander. Trotzdem jubelt BILD heute: „GUIDO! Merkel hat ’nen Neuen!“ Ich könnt’ mich beömmeln. Wer gedacht hat, dass BILD von Bekloppten gemacht wird, hat sich vertan. Es sind Irrsinnige auf Drogen.

„Hier dürfen Sie nicht parken!“
, sagte der Hausmeister vor meinem Wahllokal. Sauerei, da musste ich mit dem schicken BMW Z4 Roadster dreimal um den Pudding fahren, und geparkt habe ich schließlich direkt vor meiner Haustür. Da hätte ich die 100 Meter gleich zu Fuß gehen können. Die traurige Bilanz: 179 Euro zum Fenster rausgeworfen, die falschen Nummern angekreuzt, Jackpot schon wieder nicht geknackt. Und das Automieten zur Wahl hat auch nicht wirklich Spaß gemacht. Danke Sixt.

Mit SIXT zur Wahl

Letzte Woche habe ich Außerirdische verschluckt – mitsamt Flugboot. Das war eine navigatorische Meisterleistung des Piloten, denn er flog geschickt das Zäpfchen an und löste den Schluckreflex aus. Da rettete mich Harald Schmidt. Als er nämlich vor laufenden Fernsehkameras ankündigte, einer jungen Frau Brausepulver aus dem Bauchnabel zu lecken, musste ich unverzüglich brechen.

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58 Kommentare zu Nachrichten aus der Teppichhausredaktion – 3 x Brechreiz

  1. Du bist wirklich … ein Außerirdischenverschlucker?
    Das ist ja allerhand. Gut das Harald schnell zur Stelle war.

  2. Man weiß dieser Tage wirklich nicht, ob man gerade ein neues Kapitel „bei uns in Schilda“ spielt oder ob man Modell für ein Hieronymus Bosch Gemälde steht.

    So, jetzt geh‘ ich schnell mal auf die Terrasse, ich muss auf der Brüstung ein paar Eier fürs Abendessen aufschlagen. Die Kinder freuen sich schon darauf, das Eigelb von der Wand lecken zu dürfen. Danach springen wir alle zusammen in den Pflanztrog und reiben uns gegenseitig mit welkem Laub die Nasen wund. Später lecke ich dann noch Waldmeister Brausepulver unterm Sofa raus, dann brauche ich morgen nicht Staub zu saugen…

  3. Irrsinnige auf Drogen? Na, dann sind ihre literarischen Umweltverschmutzungen ja wenigstens Teil des Krankheitsbilds, und nicht etwa böse Absicht. Beruhigend irgendwie.

  4. Wenn es doch wenigstens alles erfunden wäre! :))

  5. ja wie jetzt?

    bekloppte machen die bild gar nicht?
    wie geht es den außerirdischen?
    waren sie magensäureresistent?

    huch, das sind ja gleich 4 fragen auf einmal!

    ein zeichen???

    herrjeh, jetzt sind es schon 5…

    verwirrter gruß!

    • Frage 1) „Ganz im Gegenteil“ (Ibsen auf dem Sterbebett)

      Frage 2) Doch, es gibt auch noch ein paar schlicht Bekloppte vielmehr bekloppte Schlichte, z.B. den „Gossengoethe“ F.J. Wagner.

      Fragen 3,4) Über die Biochemie der Außerirdischen weiß ich leider nichts. Ihr Verbleib ist mir unbekannt. Zuletzt sah ich das Raumschiff im Putzwasser.

      Frage 5) „Die Welt ist voller Zeichen. Man muss sie alle ignorieren.“ (unbekannter Chinese)

      Beste Grüße!

  6. ich hab genau in besagtem Moment reingezappt und mir ist auch sofortemang schlecht geworden. Wer braucht so etwas ?

  7. Danke für den Mut, Dich intellektuell tiefsinnig der Bild zu stellen, ich hoffe, es hat keinen bleibenden Schaden verursacht und die körperlichen Befindlichkeiten werden sich alsbald wieder verflüchtigen 🙂

  8. Einige Kommentator/inn/en huben ja schon auf dieses Bonmot an, ich will muß es an dieser Stelle aber noch einmal zitieren:

    Wer gedacht hat, dass BILD von Bekloppten gemacht wird, hat sich vertan. Es sind Irrsinnige auf Drogen.

    Den ganzen Tag über hegte ich einige schizoide Fantasien: Erst wollte ich einen Ausreiseantrag stellen, doch dann dachte ich „bleibe im Lande und wehre dich täglich. Dann imaginierte ich Westerwelle als Außenminister und mußte dabei lachen. Schließlich überkam mich sogar der Gedanke, der SPD beizutreten und den Laden von innen aufzumischen.

    Jetzt muß ich aber auch schnell mal los, sonst macht die Apotheke zu und ich muß den Fernseher ohne vorherige Tabletteneinnahme anschalten…

  9. Ist das jetzt eigentlich verhetzend, wenn ich sage „Der Westerwelle als Außenminister wird mit den anderen Außenministern sicherlich recht schnell warm“ ?

    • Ist gute journalistische Tradition, dass die Sexualität von Politikern nicht wertend thematisiert wird, solange sie es nicht treiben wie Berlusconi oder es nicht selbst tun wie Klaus Wowereit.

      • Also Schere im Kopf? Denn journalistische Traditionen gibt es nur eine: Was Auflage macht, wird veröffentlicht.

        Berlousconi treibt es so locker, weil die Journalisten ihm aus der Hand fressen müssen. Und wer nicht frißt, wird mit dem nächsten Gesetz gleich wieder zum Futtertrog zurück gezwungen.

        Bei Wowereit waren es zuerst die journalistischen Andeutungen. Und wie jeder Schwule musste sich Wowereit überlegen: Stechen oder Sterben. Er wählte das erstere und sein Coming-out und wieder war es bestimmten Journalisten unrecht.

        Aber es stimmt schon: Politiker und Politikerinnen sind personifizierte Neutra der Gesellschaft. Geschlechtslos und vermehrungsunfähig. Irgendwie amöbenhaft zur Zellteilung fähig.
        Irgendwo hatte ich mal die Frage gestellt, was wäre, würde Merkel schwanger, würde sie Mutterschaftsurlaub erhalten? Wenn ja, könnte sie nach Ablauf des Mutterschaftsurlaubs sich ihren Job wieder zurück einklagen? Was wäre, wenn die von der Leyen ihre Kinderschar erhöhen würde? Darf die das? Die Reaktion war dann sehr schroff. Tabuthema.
        PolitikerInnen sind halt Neutrum. Oder sprachlich auf rheinländisch ausgedrückt. Dat Merkel. Dat Westerwelle. 😉

        • Es geht ja um Politik und nicht um das Privatleben der Politiker, die auch nur Menschen sind. Ihre Sexualität ist ohne Belang, solange sie keine Gesetze brechen. Vielmehr interessiert, was sie politisch anrichten.
          Übrigens hält sich die seriöse Presse weitgehend an diese stille Vereinbarung. Sogar die Titanicredaktion lässt solche Informationen unter den Tisch fallen. Es gibt genug anderes zu belächeln.

          • Redest du jetzt in erster Linie von Journalismus, Satire oder Beleidigungen? Mein erster Kommentar zielte ausschließlich auf Satire. Denn wer wem aufs Maul schaut und wer davon abschreibt, das sollte ja klar sein.

            • Eigentlich hatte ich mich auf deine Frage bezogen, ob es „verhetzend“ wäre … Das kann ich nicht beurteilen, weil (Volks)verhetzung ein juristischer Terminus ist. Aber ich würde so einen Witz nicht machen, weil er a) die Sexualität eines Politikers betont, die mir schnuppe ist,
              b) ein bisschen aus der Zeit ist, c) mir meine homosexuellen Freunde das mit Recht übel nehmen würden, d) ich von keinem fremden Außenminister weiß, dass er homosexuell ist. Den Hinweis im Text auf die feste Partnerschaft von Westerwelle hatte ich wertfrei gemeint, steht ja nur im Zusammenhang mit Bilds absurder Behauptung, die verheiratete Angela Merkel haben „’nen Neuen“

              • Ja, das ist schon ein Problem. Erzähle ich einen Judenwitz, dann gerate ich in den Verdacht des Antisemitismus. Schicke ich dem Witz voraus, dass es ein Judenwitz ist, den Juden über sich selbst erzählen, dann gibt es Lacher, wenn bei manchem aber immer noch gequält. Erzählte ein Jude diesen gleichen Witz, dann sind es ehrliche Lacher. Das gleiche ist mit den Schwulenwitzen. Diese Sache mit den „warm-werden mit den anderen Außenministern“ kommt aus der homosexuellen Ecke. Da ich kein Schwuler bin, begebe ich mich generell in Verdacht, mich über Minderheiten einfach rücksichtslos lustig zu machen, ich weiß es. ABER das „warm werden“ kann nicht als Herabsetzung verstanden werden, denn es bezieht sich ja auf die anderen Außenminister und nicht auf den designierten Außenminister Westerwelle.

                „Verhetzend“ ist kein juristischer Terminus sondern – wie du richtig schriebst – „volksverhetzend“. „Verhetzend“ ist üblicher Sprachgebrauch insbesondere auch von Politikern vor nach nach jeder Wahl. Jene meinen eigentlich „beleidigend“ auf sich bezogen, aber niemand von denen wird den Fehler begehen, seine eigenen Befindlichkeiten in den Vordergrund stellen, weswegen sie gerne die nach außen projizierende Vokabel „verhetzend“ nutzen. Den Gedanken „volksverhetzend“ hatte ich nicht. Es ging mir mehr um eben jenes nach außen projizieren. Auf der Klaviatur der journalistisch gebräuchlichen Formel vom „warm werden“ habe ich angespielt. Diese muss ja jetzt wohl in den Tabubereich eingeordnet werden.

                Homosexueller Außenminister in Deutschland? http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Brentano_di_Tremezzo
                In den 50ern wäre ein Outing der absolute politische Tod gewesen.

                Bei den Österreichern hat die Position der Es-Außenminister Haider. Hier hatte er das Problem einer Pseudoliberalen Partei FPÖ (- die Österreicher beneiden uns um unsere authentischere FPD -), die stramm nationalistisch wandert und nicht offen Homosexualität akzeptiert. Vielleicht eines der vollkommen, normalen Probleme der Rechtsradikalen Homosexualität zu akzeptieren, weil denen Menschlichkeit fremd ist?

                Westerwelle und Wowereit sind für mich Menschen, die mir mit ihrem ganzen Leben für deren Glaubwürdigkeit einstehen müssen. Es ist bemerkenswert für beide, dass beide das Rückrat haben und offen zu deren sexuellen Präferenz stehen. Das gibt denen für mich Glaubwürdigkeit. Bei Westerwelle hat die eigene Glaubwürdigkeit sich im Gegensatz zu SPD, CSU und CDU in einen fetten Stimmenzuwachs ausgezahlt. Den Volksparteien ist die Glaubwürdigkeit als Ganzes in unterschiedlicher Stärke abhanden gekommen.
                Das ist der Unterschied zur BILD-Zeitung. Kein Gramm Glaubwürdigkeit, aber denen kauft es jeder ab. Aber die Glaubwürdigkeit der BILD ist ja nicht das Problem. Es ist es die der Politiker.

                Nebenbei: Die Schwulenszene hat die besten Witze über Schwule (ernsthaft gemeint), erzählt aber ein Nicht-Schwuler diese einem Schwulen begibt sich jener in die Gefahr vom Schwulen als schwulenphob eingestuft zu werden. Allein den Transvestiten (a la „Mary“ oder/und „Mary und Gordy“) ist es vorbehalten, auf beiden Gleisen zu fahren und ihren Humor zu versprühen.

                Und nochmals nebenbei: Die FDP ist nicht meine präferierte Partei. Aber innerhalb des demokratischen Systems akzeptiere ich deren Existenz und deren Streben nach der Regierung. Es wäre schön, hätte eine andere Partei nicht alles dazu getan sich selber zu versenken. Aber das war ja eine fette Seifenblase und die machte am 27. September um 18:00 einfach nur „plopp“.

  10. Tztztz, wie sprichst du denn über die Bild, über Volkes Stimme, über die wahre Volksvertreterin!

    Wären andere Blätter, egal welcher politischen Gesinnung
    dem geneigten Leser nicht zu hoch müsste Bild ihm nicht erklären was Sache ist. Dann ist der Leser gebildet. Von nichts eine Ahnung, doch zu allem eine Meinung.

    Bild denkt eben für dich.

    Nachdem du dich jetzt ausgekotzt hast, reich ich dir einen Tee mit Traubenzucker, drück dich mal fest und wünsche dir eine gute Nacht,

    Jule

    • Du meinst, der durchschnittliche Bildleser versteht Politik nur, wenn sie heruntergewurschtelt wird auf die Frage, wer mit wem „geht“? Glaube ich nicht.

      „BILD dir deine Meinung“ ist ein alberner Slogan. Viele lesen Bild nur wegen des Sportteils, sagt jedenfalls der Publizist Thomas Wieczorek in seinem empfehlenswerten Buch: Die verblödete Republik. Er entlarvt da ganz andere Täter.

      Danke für den Tee und fürs Drücken, liebe Judith. Hast du noch ein bisschen Baldrian?

      Es drückt zurück und wünscht dir auch eine gute Nacht,

      Jules

      • Ich glaub es auch nicht, doch manchmal kommt es mir so vor.

        Nein lieber Freund, Baldrian ist in meinem Haushalt nicht zu finden. Doch tausche ich den Tee dann eben mit heißer Milch mit Honig, hat die selbe Wirkung.

        Schlaf gut!

      • Ich erinnere mich noch gut an Menschen in der gymnasialen Oberstufe, die sich in Ermangelung geeigneter Sexualpartner die Seite 1 Mädels ausschnitten und in ihrem Geldbeutel sammelten, man sollte immer etwas zur Hand haben. Sicher hat diese damalige zukünftige geistige Elite auch Guido und Angela gewählt, vielleicht haben sie sogar Kinder oder eine Neue (Schere).

  11. urbanism controls my mind
    Irgendwie fühle ich mich heute als einer unter Vielen und hätte dazu sehr viel zusagen aber wenig bock zu schreiben. Ausserdem brauche ich deepen Jazz zum rekompilieren der Ereignisse der letzten Tage, deshalb nun dieses:

    It’s just for fun, yeaahh!

  12. nicht nur das ich es herrlich fand,gute literatur verschauspielert genießen zu können….
    man sollte vielleicht auch mal die zusammenhänge kapieren wollen….wem hat er denn die brause heraus geleckt?
    pochers ex….somit bekommt das ganze schon einen sinn…sogar einen bauchnabeltieferen

    aber was solls,wieder mal kurz quote gemacht
    mit unvollständigen fakts 😉 manche parteien gewinnen damit ja sogar wahlen…weiter so

  13. Schmidt kommt doch nie an Matzerath ran, höhö!

    Das war jetzt die Rache, weil er „…Amelie“ verächtlich ab getan hat, was dann gleich halb D so „empfand“…

    So, und jetzt wird er die ganze Nacht ins Kissen schluchzen!

  14. Das nenne ich mal eine geschickte Verwertung einer Werbeanzeige zu einer Story!

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