Skandal: Verona Pooth liest für uns aus dem Homo Faber

Ein Wunsch, der sich gerade hier entfaltet hat. Und, bitteschön, es ist kein Scherz. Es geht nämlich um Bildungsfernsehen, was, zugegeben, jetzt ein langweiliges Wort ist. Wir erinnern uns an einen schüchternen Mann im Rauten-Pullunder auf dem Dritten Programm, der kryptische Zeichen auf eine Tafel malte und sagte, das wäre Mathematik oder sogar eine binomische Formel.

Unser Bildungsfernsehen soll anders sein, schillernder und nachhaltiger, und darum soll zum Auftakt Verona Pooth für uns aus dem Homo Faber lesen, nachdem sie gesagt hat, sie hätte schon einige Bücher von Homo Faber gelesen, wie ich wiederum eben bei Frieling hier gelesen habe.

Noch versuche ich Prinz Rupi das Zugeständnis abzuringen, für die Aufnahmen den Roman Homo Faber als Großdruck zu stiften. Mal sehen, ob er sich erweichen lässt, seine prinzliche Bibliothek zu plündern.

Über den weiteren Verlauf des Projektes
„Verona Pooth liest einiges von Homo Faber“
werde ich berichten.

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34 Kommentare zu Skandal: Verona Pooth liest für uns aus dem Homo Faber

  1. Ho Gott wen das mal gut geht. Ich mag mich an die Youtube videos erinnern wo sie mit einem Experten über ein Buch diskutiert. Wie herlich ^^

    • Dann darf ich davon ausgehen, dass du der erste erklärte Zuschauer bist, der sich von Verona Pooth aus Homo Faber vorlesen lässt. Herzlichen Glückwunsch. Darf ich dich bitten, noch Freunde mitzubringen, nach dem Motto: Ja! Wir sind dabei. Wir lassen uns von Verona Pooth einiges von Homo Faber vorlesen!

  2. veronaVeronitschka, hier spricht Faber, Homo Faber!

    Könntest du bitte für unsere Leser ein wenig aus meinen Büchern lesen?

    Danke, das finde ich toll von Dir!

    • :)) Das ist so wunderschön.

    • Ein Entwurf:

      Sehr geehrte Frau Pooth, verehrte Verona, liebe Kollegin,

      bitte gestatten Sie uns, Ihnen einen Vorschlag zu unterbreiten. Wir haben gerüchteweise gehört, dass böse Zungen Ihnen etwas nachsagen. Sie hätten nämlich einmal auf die Frage nach Ihrer letzten Buchlektüre geantwortet, einiges von Homo Faber gelesen zu haben, was vom boshaften Feuilleton interpretiert wurde, als wüssten Sie nicht, wer dieser Homo Faber eigentlich ist, wo er wohnt und was er so den ganzen Tag über macht.

      Wir haben eine Idee, wie Sie diese üblen Unterstellungen nicht nur mit einem Schlag vom Tisch wischen, sondern sogar Ihre vermeintliche intellektuelle Niederlage in einen grandiosen Sieg umwandeln könnten. Lesen Sie für uns aus Homer Faber. Wir verbreiten es über das Internet. Man wird Ihnen zujubeln und sagen:

      a) Sie ist eine wirklich attraktive Frau (sagen die Männer neidlos).
      b) Sie hat Witz und charmante Selbstironie.
      c) Sie ist eine moderne Frau, sie nutzt das Internet.
      d) Sie tut etwas für die Bildung des Volkes, setzt mithin ihre Popularität gesellschaftsdienlich ein.
      e) Und bitte, liebe Frau Pooth, wenn Sie aus dem Roman Homo Faber einige Abschnitte vorlesen, wird man Sie dafür feiern, weil es wesentlich besser ist als würde Ben Becker aus der Bibel vorlesen, wo es einen ja gruselt.
      f) Bei Ihnen jedoch wird den Zuschauern das Herz aufgehen, und sie werden bereit sein für mehr und mehr Literatur, sie werden in die Bibliotheken und Buchläden laufen.
      g) Bitte erinnern Sie daran, dass wir Prozente am Zuverkauf des Romans verlangen.

      In diesem Sinne, liebe Verona Pooth, hoffen wir auf Ihre positive Antwort,

      Ihre Bildungs- und Marketingexperten

      Jules van der Ley
      Wilhelm Ruprecht Frieling

  3. getreu dem motto…gefährliches halbwissen….
    die frau sieht zweifellos gut aus und das nutzt sie wie keine andere gnadenlos aus…
    nach meinen halbwissenden informationen,spricht sie mehrere sprachen fliessend und ist auch sonst nicht auf den kopf gefallen…
    ihre vermeindlichen angeblichen grammatikalischen aussetzer sind in meinen augen deshalb kalkühl und verschaffen ihr zwar einen zweifelhaften ruf,doch auch ein stattliches bankkonto…deswegen denke ich das da auch viel neid eine rolle spielt….
    und zu guter letzt,glaub nicht alles gleich beim ertsen mal…ob geschruben oder gesprochen…
    denken wir doch an den erfinder des beleuchteten stopfeies….“was schert mich mein geschwätz von gestern“..und mit verlaub,der faltensack war immerhin bundeskanzler!
    aber na klar….über was sollte man auch sonst schreiben…und nein,ich bin nicht unsterblich in sie verliebt 😉

    *aus unternehmerischer sicht gesprochen,ist jeder weitere text zu ihrer aussage,ein beweis für ihren untrüglichen geschäfts sinn.

  4. Ihr solltet Euch für diese Aufführung schon mal die Arena di Verona reservieren. Der passende Ort für eine derart grandiose Seifenoper.

    • Ja, ein passender Rahmen muß her! Vielleicht kann man noch eine Bekannte von mir reinnehmen, die die Bücher von Fräulein Smilla liebt (O-Ton als es mal um den Film ging: „Die hat so tolle Bücher geschrieben!“)

      • @ Tara91
        Gute Idee, aber leider nicht zu finanzieren. Vermutlich müssen wir doch in Düsseldorf bleiben, äh, drehen. 😉

        @ CaptainCook
        Am besten im Winter, und Peter Høeg spielt das Fräulein.

  5. Fein, da wird mich doch endlich mal geholfen.

    Der Homo Faber hat ja einiges geschrieben, z.B. den Frisch – aber das kann man ja wirklich nicht alles selber lesen.

    Wirklich gespannte Grüße

    • Gerade der Frisch, liebe Susanna, das ist aber auch schwere Kost. Bin auch gespannt, wie Frau Pooth auf’s Angebot reagiert. Doch die allgemeine Zustgimmung dürfte auch Frau Pooth überzeugen. Konnte mich leider in den letzten Tagen nicht kümmern, da ich doch in Mücheln nahe der Saale war.

      Herzlichst
      Jules

      • Wenn Du sagst nahe, dann meinst Du sicher nicht den Ort bei Wettin mit der Templerkapelle? Denn das wäre sehr, sehr nahe der Saale. Quasi mit einem Bein schon drin.

        Das andere Mücheln kenne ich leider gar nicht. Au weia.

        herzliche Grüße nach Hannover

  6. Frau Pooth kann lesen? Na sowas.
    (oder überlässt sie das ihrem Ghostreader?)

  7. Ich fände es gut, wenn Frau Pooth ein paar Kompositionen von Max Frisch singen täte…

    Scheiß Bildung: ich will fun, boah!

    • Singen? Allein die Vorstellung lässt mich schaudern. Eigentlich braucht es doch zur Verdummung der Massen nicht viel mehr. Genialer Einfall! Alles was zu Bildung und Mündigkeit verhilft, lässt man auf solch schreckliche Weise vertonen. Dann hat man nicht nur Desinteresse sondern Ekel.

      • … manchmal wünscht man sich den Stummfilm zurück.

        • … einfach Ton weg drehen… Das gibt Experimente von Warholschen Format!

          Ich haue schon wieder auf die Kacke – ich glaube, ich weiß gar nicht mehr, wie ein Fernseher anzuschalten geht…

      • Das war doch „nur“ (m)ein verzweifelter Versuch, richtig voll krass hip und top zu sein und noch eins drauf zu setzen…

        Und ich muss ehrlich sagen, ich finde Mrs. Pooth eher noch sympathisch (es gibt entschieden schlimmere Exemplare Medien-MacherInnen- und MackerInnen); wenn ich so was höre wie das mit der Lesung aus Werken von Homo faber, dann fällt mich ein fahles Stutzen an, hierauf ein kurzes militärisches Kichern – und das war es dann; lasst doch die Spinatwachtel machen…

        • Es ging mir hier nicht um Kritik an der Person Verona Pooth, obwohl sich da sicher auch einiges zur Kritik anbieten würde. Mir ging es rein ums Hören. Ich hab ziemlich empfindsame Ohren und angenehme Stimmen höre ich sehr gern, bei VP würd ich vermutlich eher eine Resonanzkatastrophe erleiden. Aber gut, hören ist auch nicht jedermanns Sache.
          Was die Kritik an den Medienverantwortlichen angeht gibt es da ja ein sehr weites Feld. Wer bestimmt denn das mediale Angebot? Soweit ich weiß ist man da in Zielgruppen unterteilt, und das richtet sich nach dem zur Verfügungstehenden Geld der besagten Gruppe. Irgendwie ist es ja schmeichelhaft, dass ich aufgrund meines Alters zur Marktrelevanten Zielgruppe gehöre, Geld hab ich nämlich nicht zu verschenken und wo sonst wird man nur aufgrund des Alters ‚relevant‘? Eigentlich heißt es doch immer ‚zu alt‘ oder noch schlimmer ‚zu jung‘! Viele Sendungen sollten nie gemacht werden, und es ist schade dass sie ein Publikum haben. Mit der Einstellung ‚Lasst die halt machen‘ hab ich so meine Schwierigkeiten. Damit haben sie schon ganz andere Bereiche umgewälzt. Aber bevor ich jetzt wieder auf das Bildungssystem zu sprechen komme…
          Schönen Tag

          • Oh… Jetzt bin ich entschieden ernster genommen worden, als ich alles gemeint habe; was das wohl mit mir zu tun haben mag? – Das war jetzt relativ ernst gemeint…

            Und ich muss vielleicht nochmal sagen: eigentlich kann ich gar nicht mit reden, ich habe (aus Prinzip) keine Glotze (muss aber zugeben, dass ich hin und wieder schon das Gefühl habe, etwas zu verpassen; in solchen Augenblicken behelfe ich mir dann damit, dass ich das aktuelle Programm lese); ich kenne Frau P. im buchstäblichen Sinne nur so „vom Vorübergehen“, und habe die allerdinsg aber als recht lebendige Person empfunden…

            Um es kurz zu machen (auf Deinen zweiten, größeren „Absatz“ eingehend): Angebot und Nachfrage…

            Außerdem noch ein ganz „böser“ Gedanke: gerade Intellektuelle (ich halte mich nicht für einen solchen, ich bin eine dilettierende Marginalperson: aber „vom Rande aus“ sieht man viele Dinge besser, um in diesem etwas schiefem Bild zu bleiben) meckern immer über das üble Angebot gerade im Fernsehen; ich denke (ich pflege zuweilen zu denken), gäbe es das nicht, würde womöglich eine ziemlich große Klientel noch ganz anders abgehen…

            Mit anderen Worten: lieber Fernsehshows „minderer Qualität“ als Saalschlachten z. B. in braunen oder roten Hemden usw.; das wäre nämlich, scheint mir, die Alternative…

            Schönen Tag!

            Der Dino (Demagoge)

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