Mittagsplausch mit Frau Nettesheim

Trithemius
Stellen Sie sich vor, Frau Nettesheim, gestern Abend wollte ich den Aachenbummel noch taggen, und dabei habe ich ihn versehentlich gelöscht. Eine gespeicherte Version gab es nicht.

Frau Nettesheim
Das ist hudelige Organisation!

Trithemius
Ja, dabei standen im Aachenbummel die Ergebnisse der Marktforschung, die Sie und Juleika von mir verlangt haben. Darum habe ich heute Morgen versucht, alles aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. Es ging ganz leicht, ich musste mich nur an Gurken erinnern. Und Sie sagen immer, ich sei vergesslich.

Nettesheim
Jetzt plustern Sie sich nicht so auf. Wären Sie gestern Abend nicht so schusselig gewesen, hätten Sie heute Morgen schon etwas Produktives tun können. Im Übrigen haben Sie nicht Marktforschung betrieben, sondern Ihre selektive Wahrnehmung herausgekehrt.

Trithemius
Ich Trithemius, du böse!

Nettesheim
Muss heißen: Ich Tarzan, du böse! Das ist die Naivität des Naturmenschen, einfache Wertvorstellungen, klare Einteilungen. Damit kommen Sie nicht weit, Trithemius.

Trithemius
Ist es nicht die vorherrschende Geisteshaltung der Völker? Und steckt sie nicht in den Vorurteilen des Menschen?

Nettesheim
Wollen Sie mir ein philosophisches Gespräch aufzwingen? Erzählen Sie solche Sachen Ihrem Friseur.

Trithemius
Den liebe ich gerade deswegen, weil er nicht spricht und ich nichts sagen muss.

Frau Nettesheim
Für diesen Luxus nehmen Sie einiges in Kauf. Wenn ich mir den Mopp ansehe, den Sie statt einer Frisur tragen.

Trithemius
Sie glauben nicht, wie sehr ich Ihre freche Schnauze güldenen Worte vermisst habe, Frau Nettesheim!

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12 Kommentare zu Mittagsplausch mit Frau Nettesheim

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