Kleine Psychopathologie des Hundebesitzers

Ein Alltagsrätsel: Was treibt viele Hundebesitzer dazu, ihre Hunde auf Kinderspielplätze zu führen? Ist es ein tief verwurzelter Hang zum Anarchismus, ein innerer Widerstand gegen die in unserer Gesellschaft allgegenwärtigen Gebote und Verbote? Das wäre nachvollziehbar. Aber könnten die rebellischen Hundebesitzer nicht ersatzweise bei Rot über die Straße gehen und sich überfahren lassen?

Hier-nicht

Sehen Hundebesitzer das Verbotsschild eines Spielplatzes, werden manche von einem kindlichen Trotz des „Jetzt erst recht!“ beseelt. Das gilt besonders für Besitzer kleiner oder junger Hunde. Denn sind sie nicht auch wie Kinder? Und was nutzt es, wenn die Besitzer kalbsgroßer Rüden über den Spielplatz rufen: „Der tut nichts!“ Sie selbst zeigen augenblicklich erschreckende Beißwut, wenn man sie zaghaft darauf hinweist, der Sandkasten sei nicht das Hundeklo. Als junger Vater habe ich mir manch herrisch hervorgestoßene Bosheit anhören müssen. Im schönsten Sommer „du Weihnachtsmann“ genannt zu werden, war noch die Witzigste. Inzwischen sind meine Kinder glücklich erwachsen, was ich hauptsächlich darauf zurückführe, sie von Spielplätzen fern gehalten zu haben, solange sie noch im Sandkasten buddeln wollten.

Auf ausgewiesenen Hundetoiletten habe ich hingegen selten bis nie einen Hund gesehen. Freilich wäre der nahe liegende Schildertausch inklusiv Umzug der Spielgeräte keine Lösung. Denn Hundebesitzer werden nur von Spielplätzen magisch angezogen. Liegt es daran, dass manche in ihrem Hund einen Kindersatz sehen? Immerhin reden sie mit ihren Hunden in einer Sorte Babysprache voller Diminutivsuffixe, Herrchen, Frauchen, Stöckchen, Leckerli und dergleichen. Man kann aber Kind und Hund leicht voneinander unterscheiden. Auf den Spielplatz geführte Hunde klettern nicht freudig auf eine Rutschbahn. Auch sitzen sie nicht freiwillig auf Wippen oder in Kotzmühlchen. Sie nutzen all diese Geräte höchstens unter Leinenzwang. Und ihre Gestaltungsprodukte im Sandkasten sind nur von ihrer Ernährung und nicht von ihrem Formwillen geprägt.

Vielleicht ist alles genau umgekehrt. In Wahrheit führen die Hunde ihre Besitzer auf die Spielplätze. Die treuen Tiere wittern den naiven Unverstand am anderen Ende der Leine und wollen den vernarrten Kindsköpfen etwas Gutes tun. Hier zeigt sich auch die grundlegend falsche Verbotsschild-Gestaltung. Wenn man Hunde fernhalten will, darf man keinen Hund abbilden. Schließlich sind Hunde Analphabeten. Das im Gif zu sehende Kackverbotsschild an einem Kinderladen-Hof verlangt Hundebesitzer wie Hund sogar eine semantische Meisterleistung ab und ist daher mit Recht völlig unwirksam.

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59 Antworten auf Kleine Psychopathologie des Hundebesitzers

  1. ich bezeichne mich als recht cynophil, auch wenn ich selbst keinen hund habe. aber in hundescheiße trete natuerlich auch ich nicht gern. ehm, was wollte ich eigentlich sagen? ach so:
    hinzufuegenswert finde ich, dass es in ballungsraeumen uunglaublich ansteckend zu wirken scheint, auf den Hund zu kommen! nehmen wir zB berlin-kreuzberg!! wahnsinn…man nennt es mittlerweile schon dogville!! da begegnen einem hunde auf schritt und, nun ja, tritt. womit wir wieder beim thema waeren: scheiße!
    denn scheiße sind ja auch diese typisch deutschen und von dir ja auch in frage gestellten verbotsschilder, auch wenn die mittlerweile etwas charmanter zu werden scheinen. ich finde es immer so suess, wie verlegen hundebesitzer, deren hund grad seine feste notdurft verrichtet, dreinschauen, wenn man sie ”ertappt” und stelle mir vor, wie effektiv und paedagogisch wert-(und reiz-)voll es doch waere, sich da jetzt einfach mit einem leichten laecheln um die lippen hinzuzustellen und dem hund bei seiner verrichtung zuzuschauen…das waere doch sicher mal effektive Lehrmaßnahme?! wie gesagt: ich liebe andeutungen…

    • Dogville haben wir hier irgendwie auch, im Randbezirz Münchens. Komischerweise haben fast alle große Hunde, obwohl es hier fast nur alte 2-Zi-Wohnungen gibt, maximal 3 Zimmer. Der Trend geht sogar zum Zweithund, oder Kind und Hund.
      Wir haben uns einen Zwergdackel angeschafft, mehr schien uns nicht vertretbar, aber wir sind in der MInderheit. Ebenso sind wir in der Minderheit indem wir mit Kacktüten bewaffnet aus dem Haus gehen und alles schön entfernen, so denn ein Malheur passiert.
      NICHT in der Minderheit sind wir einzig damit, oft beim ersten Schritt aus der Haustüre schon in der Scheiße zu stehen!

      • Die Zahl der Hunde pro Kopf der Bevölkerung nimmt zu habe ich irgendwo gelesen. Ich kann es auch irgendwie nachvollziehen, denn in unseren immer härter werdenden Gesellschaft garantiert der Hund den Respekt, die Zuneigung und Treue, die viele beim Menschen vermissen.
        Dass du, lieber Duroy, deine Bechreibung der Zustände in Berlin-Kreuzberg mit dem Hinweis auf Cynophilie einleitest, ist bezeichnend. Denn allzu leicht gilt man als Hundefeind, wenn man die Zustände auf den Straßen anspricht. Es ist aber nicht der Hund schuld am Drdeck, sondern der nachlässige Mensch.

        Für dich, lieber Captain, habe ich ein Cartoon herausgesucht, das ich in den 70ern für eine Aachener Hochschulzeitschrift gezeichnet habe:
        Stadtromanzen1
        Stadtromanzen2

        • :) ) Ich muß sagen, ich selbst habe null Toleranz für sowas, ob nun die Spielplatzgeschichte oder die Haufen. Eben WEIL ich einen Hund habe und weiß daß es keine Mühe macht das wegzumachen. Hier kann man sogar extra dafür Beutel ziehen, ich nehme mir meist eine handvoll mit so bin ich immer gerüstet.
          http://www.wochenanzeiger.de/article/74450.html

          • Wunderbarer Cartoon, Jules und an den Captain: genau, hab ich auch kein Verständnis. Wer einen Hund hat, muß auch für ALLES rund um den Hund sorgen.
            Kinder”besitzer” schmeißen schließlich auch nicht die Windeln auf den Gehsteig. (Obwohl, nun ja, ich halte alles für möglich.)

            • da würd ich mal genauer hinschauen… auch was pinkeln angeht sind manche erziehungsberechtigten recht großzügig solange es die eigenen kinderlein sind…

              • Das Thema wird langsam interessant. Der englische Ethnologe Bourke hat Ende des 19. Jahrhunderts den Umgang mit menschlichen Ausscheidungen auf der ganzen Welt untersucht. Aus Paris berichtet er, dort sei eine Bäckerei wegen ihres duftenden Brotes berühmt gewesen. Als jedoch die Gesundheitsbehörde die Backstube untersuchte, fand man zum Sauerteigtrog eine Zuleitung aus der Kloake. Nachdem sie unterbrochen war, schmeckte das Brot nur halb so gut.

                • bis vor kurzem bin ich in mehr oder weniger regelmäßigen abständen mit einem dreijährigen powerpaket auf diversen spielplätzen unterwegs gewesen.

                  das “kindchen mal eben an den spielplatzrand pinkeln lassen” ist ein häufig zu beobachtender vorgang. vollgemachte windeln waren – meiner erinnerung nach – auf 2 spielplätzen zu “besichtigen”…

                  …was nichts damit zu tun hat, das hunde auf einem spielplatz nichts zu suchen haben.

            • Genau, alles ist möglich! Bei uns liegen auch gerne mal Tüten oder Säcke voller Hausmüll irgendwo in den Grünstreifen oder am Glascontainer(!), oder sonstwo… auch alte Christbäume leigen im Januar plötzlich mitten in der landschaft. Wenn ich da mal jemanden erwischen würde! :>

    • “cynophil” ist ja wunderbar! Noch nicht gehört. Ich stolperte nur mal über arktophil, da liebt man aber nicht etwa die Kälte, sondern Bären.

  2. Eigentlich müsste das doch peinlich sein, seinen Hund unter die Fußgänger und spielenden Kinder zu führen (Gassi gehen), damit er sich dort ausscheißen kann und das dann auch noch für Passanten und Kinder auf Gehwegen und Grünstreifen einfach liegen zu lassen.

    Ich wohne auch in München und habe hier sogar jetzt schon Menschen gesehen, wie die sich auf den Fußgängerweg an einer belebten Straßenkreuzung hinhocken und dort hinscheißen.

    • Ein Kind über den Rinnstein zu halten, wenns dringend nötig ist, trauen sich viele Eltern nicht, denn man wird scheel angeschaut. Viele Hundebesitzer sind da dickfelliger. Letztens sah ich einen, der ließ seinen Hund an eine Hauswand pinkeln und lächelte mich freundlich an. Ich sagte: “Da freuen sich die Hausbewohner.” Er errötend: “Ich wohne ja selber hier!” und ging weg mit seinem Hund. War er ein Nestbeschmutzer oder ein Lügner, ich weiß es nicht.

  3. *grmpf* tretminenthema. wenngleich ich erstmal wieder googeln musst…diminutivsuffixe, man, wir sind doch nicht alle deutschlehrer hier…Kotzmühlchen, da kommt bei google dein eintrag an erster stelle, und das bringt auch nicht weiter… also, watt is datt??

    ansonsten… wenn mein hund irgendwo hinscheißt, und das ist nicht mittem im wald wegmachen. sieht zwar albern aus, ist aber nun mal so. nicht wegen den 40 tacken geldstrafe oder den rotkäppchen vom ordnungsamt, sondern weil ja jemand anderes reintreten könnte…

    aaaaber: kann mir hier mal jemand erklären, wieso sich menschen in einer städtischen 3 zimmer wohnung überhaupt einen hund anschaffen müssen? das ist doch tierquälerei…

    so, muss jetzt mit den hunden raus…

    • Tschuldigung, Diminutivsuffixe sind die Verkleinerungssilben, -chen, -lein, -li, -le wie in Stöckchen, Herrchen, Leckerli oder alle zusammen in: Liebelileinchen ;)
      Beispielhafte Hundebesitzer wie du dann einer bist, habe ich auch schon beobachtet. Das lässt mich jedesmal hoffen, es werde Schule machen. Tuts aber in vielen Städten nicht, vor allem, wo fußläufig erreichbare Grünflächen fehlen. Dass viele mit ihrem Hund auf den Spielplatz gehen, hat nach meiner Beobachtung auch andere Gründe.

      • das spielplätze anziehend auf hunde wirken, ist klar. anderer geruch, im sand kann man toll toben (achte mal bei einem strandspaziergang darauf).
        ok – ich wohne quasi “im wald” kann von daher mit einiger arroganz sagen, meine hunde machen das nicht ( ihr spielplatz ist hier:http://towhomitmayconcern.blog.de/2009/07/12/0-zeichen-waldspaziergang-6496759/ )…
        wir haben hier noch nicht mal einen spielplatz.

        ich habe jetzt eben mal überlegt, das meine hunde bislang nur in der stadt waren, wenn wir beim tierarzt waren. auto auf, hund raus, doc rein, doc raus, auto auf, abfahrt. noch nicht mal zeit zum pinkeln…

        das mit den suffifixen hatte ich mir schon ergoogelt. aber was sind kotzmühlchen?

        • Kotzmühlchen sind runde Plattformen mit Sitzen rundum am Außengeländer und einem Drehkreuz in der Mitte. Die Kinder nehmen Platz, und eines setzt die Plattform am Drehkreuz in rasende Rotation.

          Ja, du bist offenbar ein privilegierter Hundebesitzer. Mir ist schon ein bisschen unwohl, auf die Leute zu schimpfen, die inmitten der Stadt in engen Wohnungen hausen, keinen Garten und kein Auto haben, also froh sind um ein Plätzchen, wo sich bequem in der Sonne sitzen lässt mit dem Hund. Aber das Hundeverbot auf Spielplätzen ist ja keine Schikane, sondern gut begründet.

          • da braucht man nicht drüber zu diskutieren, über spielplatzverbot.

            nur ich werde menschen, die hunde in einer von dir geschilderten lebenssituation halten.
            das ist tierquälerei. ein hund muss rennen können… ohne hier jemandem persönlich zu nahe treten zu wollen, aber das gilt auch für kleine hunde. (fußhupen – format) – und das geht nicht mitten in der stadt.

          • kotzmühlchen find ich aber noch gefährlicher als hundehaufen auf den spielplatz. wenn man nämlich aus einem solchen mühlchen fallt, kann man sich ein gehörig hörnchen holen – es sei denn, man fällt geradewegs in ein häufchen. dann heißt es zu recht: dieser haufen hat mir glück gebracht

            ;)

            kackende katzen im garten finde ich allerdings auch sehr unangenehm

            • Man sieht sie auch nur noch selten. Ich habe sie als Kind gehasst. Wer freilich Astronaut werden wollte, hatte eine gute Vorbereitung. Vom Kotzmühlchen in einen Hundehaufen, dieses Kind ist vermutlich traumatisiert.

  4. Du hast ganz ganz recht, lieber Jules.
    Noch viel derber ist es, warum sich eigentlich Hundebesitzer nicht schämen, ihre Hunde so eindeutig auf die Straße kacken zu lassen, sie stehen daneben mit einem Gesichtsausdruck, den ich auch oft bei Autofahrern sehe: “Freie Fahrt für freie Bürger! Hier komme ich!”
    Freie Scheiße für freie Bürger.
    Ich hatte in Berlin zwei Hunde und hab alles weggemacht. Ladenbesitzer kamen mit Dankestränen aus ihren Läden und schüttelten mir die Hand.
    Zum Glück liegt dieses Thema lange hinter mir. Unser Hund lebt frei draußen und kennt schon seit 7 Jahren keine Leine mehr. Er hört allerdings auch ausgesprochen gut.
    Ich bin für die Abschaffung sämtlicher Hunderassen. Mischlinge sind nicht solche Psychofritzen wie diese elenden Kreaturen, die zuweilen so am Ende der Leine, die irgendein Ömmchen hält, zu finden sind.
    (Das gilt übrigens auch für Katzen. Wer jemals in das abtrus häßliche Gesicht einer Perser mit chronischer Augenentzündung geblickt hat, weiß wovon ich spreche.)

    • Die Dankestränen der Ladenbesitzer: Herrlich. Ich glaube, dass bei vielen Hundebesitzern das Unrechtsbewusstsein fehlt. Mag sein, dass sie diese “Freie Scheiße für freie Bürger”-Idee im Kopf haben :) ) Es hat auch mit dem Bewusstsein von Hygiene zu tun, das wohl bei vielen noch wachsen muss. Dazu eine Anekdote aus dem Berlin der 20er, frei nacherzählt: Ein Passant beobachtet, wie ein Ladenbesitzer einen Jungen ausschimpft. Der Passant stellt den Ladenbesitzer zur Rede. Der sagt: Wissen Sie, jedesmal wenn der hier vorbeikommt und ich nicht aufpasse, pinkelt er in das Sauerkrautfass neben der Tür. Dem Sauerkraut macht das ja nichts, aber ich frage Sie: Was soll das?”

      • Det is Berliner Humor, wa?!
        Hygienebewußtsein- die haben wir Deutschen doch bis der Arzt kommt (im wahrsten Sinne, denn die Neurodermitis steigt parallel mit dem Reinigungswahn der Menschen, schon ihre Babies baden sie täglich- völlig gaga!), nein, das ist eher dieses “Ich zahle Hundesteuer, also darf er…” Dabei ist das Unsinn! Das ist ne Luxussteuer, die natürlich auch wieder Unsinn ist. Also hier wieder Handlungsbedarf: Entweder die Hundesteuer abschaffen oder sie dazu verwenden, die Bürgersteige vernünftig sauber zu halten. (Aber das ist vermutlich eine klassische Arbeit für’n Doofen, der….)
        Aber wir kamen vom Thema ab, eigentlich ging es dir ja um die Spielplätze.
        Ja, man fragt es sich echt. Genauso wie warum parken manche Leute mit voller Ellbogenmentalität auf Behindertenplätzen?! Sonst sind wir doch gar nicht so für zivilen Ungehorsam, aber nein, bei so was, sind dann Otto N. und seine Gattin Lieschen M. ganz vorne:
        “Ich parke wo ICH will” (man denke an die Geschichten, die Sittingfool so gepostet hat).
        Das sind natürlich auch die, die in Spielzonen extra rasen, über jedes Krefelder Kissen brettern und mit dem Finger die “Frisch gestrichen”-Schilder an Parkbänken überprüfen.
        Schilda läßt grüßen!

        • Manchmal sehe ich auf Spielplätzen Eltern mit Kindern UND Hunden. Die haben überhaupt keinen Begriff davon, was sie anderen zumuten, wenn ihre Hunde durch den Sandkasten toben. Zu Hause sitzen die vermutlich mit am Tisch oder Hund und Kind fressen aus einem Napf. Man weiß es nicht.

          • Moment, es ist aber auch blöd, wenn du mit Kind UND Hund unterwegs bist. Wie willst du das denn machen? Du willst ja nicht zweimal los.
            Dennoch hat sich der Hund natürlich auf dem Spielplatz zahm zu verhalten.
            Aber ich kenne eine alleinerziehende Mutter die genau das problem hat, wie soll sie Kind und Hund zusammen unterbringen, einer kommt immer zu kurz. Also da bitte Nachsicht üben.

            • Das Problem sehe ich. Aber wenn sich ein Kind im Sand einen Bandwurm einfängt oder sonst eine Infektion, hat es sich mit der Nachsicht. Hundebesitzer sehen das naturgemäß nicht so eng. Aber sie dürfen ihre Sicht nicht anderen Eltern aufdrängen.

  5. Ich kannte das bislang nur als nerviges Klischee. Ist es daher irgendwie ein regionales Problem? Die Hundehalter, die ich kenne, gehen mit ihrem Hund auf keinen Spielplatz und ich hab auf den Spielplätzen, an denen ich in meinem Leben vorbeigekommen bin, noch nie einen Hund gesehen.

    • Ungelogen, während ich das Gif für den Eintrag hochlud habe, hörte ich unten auf dem Spielplatz Hundegebell. Da saß ein junger Mann auf der Schaukel und ließ sich von zwei großen Hunden umtoben. Es war mir nur zu lästig, das Gif noch zu ergänzen. Ich könnte hier in Hannover beinah täglich so etwas fotografieren. Meine Kinder sind in Aachen aufgewachsen, und da hatte ich das Problem mit Hunden auf dem Spielplatz so oft, dass ich die Lust verlor, mit den Kindern überhaupt zum Spielplatz zu gehen.

    • Vielleicht ist Kiel die kinderfreundlichste Stadt Deutschlands. ich las mal das sei Wilhelmshaven. Vielleicht doch der Norddeutsche=bewußt.
      In MV läßt man seinen Hund übrigens meist eher zuhause, ein Vorteil des Landlebens, der Hund hat zuhause genug Auslauf.

      • Der Hannoveraner ist auch ein Norddeutscher. Ich glaube, die Verhältnsse in Großstädten sind bundesweit kaum unterschiedlich. Auf dem Land hat man’s da gut. Es gibt weniger Menschen und weniger Hunde bei viel größeren Flächen.

        • Rate mal warum ich nicht nach Berlin zurück will. Hund und Kind sind hier einfach besser aufgehoben.
          Ich finde irgendwie der Hannoveraner ist nicht Fisch, nicht Fleisch, so richtig norddeutsch isser nicht, oder?
          Die Stadt ohne Dialekt. Was auch mal ganz sympathisch sein kann.

          • Doch der Hannoveraner ist freundlich. Allerdings habe ich manchmal Verständigungsprobleme, weil Norddeutsche und Rheinländer sich in der Mentalität stark unterscheiden. Man schätzt die Dinge unterschiedlich ein, merkt es aber nur andeutungsweise. Zur Verdeutlichung halte ich mir immer vor Augen, was Watzlawick in “Die Konstruktion der Wirklichkeit” berichtet: Als im 2.Weltkrieg amerikanische Soldaten in England stationiert waren, galten die englischen Mädchen bei ihnen als leicht zu haben. Die englischen Mädchen hingegen hielten die Amerikaner für Draufgänger. Die Erklärung: Bei englischen Mädchen kommt der Kuss in der Abfolge der intimen Handlungen erst kurz vor dem Geschlechtsakt. Bei amerikanischen hingegen ziemlich am Anfang einer Beziehung und hat deshalb nur geringe Bedeutung. Wenn ein amerikanischer Soldat also ein englisches Mädchen arglos küsste, hatte er damit allerlei Handlungsschritte übersprungen, was die Mädchen dann vor die Entscheidung stellte, sich direkt hinzugeben oder den Kontakt brüsk abzubrechen, was sie natürlich nicht bei jedem wollten.

            Leider habe ich noch nicht herausgefunden, wo die unterschiedlichen Bewertungen zwischen Rheinländern und Norddeutschen angesiedelt sind. Bin ja erst sieben Monate im Ausland.

            • Ja, finde ich auch, die Leute in H sind ausgesprochen freundlich, aber vielleicht auch nur im Vergleich zu den Berlinern, da gewinnt geradezu jeder.
              Am Rheinländer mag ich das Weitschweifige.

              Hier mal der Unterschied: Du möchtest eine Tasse kaufen, es gibt aber nur Becher:

              An der Küste (Ost und West):
              “Tut mir leid. Wir haben nur Becher.”

              In Berlin:
              “Wat soll ick denn noch allet haben?!?!?! haste det jehört, Herta? Da will eena ne Tasse. Hör mal Meester, letztens ha ick Tassen jekooft, wollte keena, jetzt ha ick Becher, nu woll’n se alle Tassen. Da wird doch der Hund inna Pfanne farückt, wa? Aber ick sare immer, mia könnta nüch fascheißern, mia nüch….”

              Im Rheinland:
              “Ach wat, da brauchen Se ja kein Tass, hönnsema, dat is doch janz hauchdünnet Porzellan, isch sach, die Schwester von mein Schwager, von dem der Kumpel, dessen Frau bei Edeka anne Fleischabteilung is, dä ne, der hat sisch letztens auch den Bescher gekauft und wat soll isch ihnen sagen: Hochzufrieden ist der! Hoch-zu-frie-den hönnsema, nee, da brauchen se kein Tass! Der Kollege von meinem Mann, von dem die Schwägerin, die nimmt sonst auch imemr Tassen, aber die hat auch schon zu mir jesacht: Hilde hat se jesacht, deine Bescher, also die sind toll! Und neulisch bei de Silberhochzeit von Jansens, se kennen doch dat Wäschejeschäft, hinten, direkt bei Dingens, da, na da hinten, an der Dingenskirche, neben dem Juwelier wo se neulisch einjebrochen haben, isch sach zu meinem Mann: Willi, sach isch…..

              (Ich liebe es!)

              • Toll, eine hübsche Typologie, wobei mir die Berliner am besten gefällt. Vielen Dank dafür.

                • Das ist aus einer Mail an Videbitis, der mich mal fragte, was an den Rheinländern so anders ist als z.B. an den Berlinern. Er meinte: “Die norddeutsche Variante ist mir am liebsten.” Da er “an der Waterkant” geboren wurde, aber den größten Teils seines Lebens in Köln gelebt hat, muß man also feststellen, daß es doch nicht abfärbt.
                  Ich- ein Crossover aus Berlin-Rheinland-Norddeutschland- kann allerdings für mich nur feststellen, daß ich bisher irgendwie die deutsche Mentalität gar nicht angenommen habe. ;)

      • Ich hab aber nicht nur in Kiel gewohnt. Auch in Essen sind mir nie Hunde auf Spielplätzen aufgefallen.

        • Was mal wieder die Theorie beweist, daß jeder seine eigene Realität schafft.
          Das glaubt mir sowieso keiner, aber ich wohne seit 7 Jahren in MV und habe noch nicht einen Skin gesehen oder irgendeine Pöbelei gegen Ausländer erlebt.
          In Berlin brauche nur die S-Bahn betreten und erlebe genau das.

          • Zu der Realität siehe meine Antwort auf Trithemius. Zu den fehlenden Skins in MV kann ich Folgendes ergänzen:
            Nicht alle Skins sind Nazis und nicht alles Nazis haben eine Glatze. Dafür bedienen sich viele Nazis aber (auch) anderer Erkennungszeichen. Und selbst wenn man mal von diesen pseudogeheimen Erkennungszeichen absieht, kann ich aus meiner eigenen Anschauung sagen, dass z. B. die Nazidichte in Form von NPD-Parteiständen von Mecklenburg nach Vorpommern zunimmt, sowohl hinsichtlich der Menge der Parteistände als auch hinsichtlich der Besuchsfrequenz. Trotzdem weiß ich von einigen Bekannten, was auch in Wismar an manchen Flecken abgeht. Das bedeutet aber nicht, dass ich daraus das Klischee herleite, ganz MV sei voller Nazis.
            Ich selbst habe bei meinem bislang einzigen Besuch Berlins übrigens keinen einzigen pöbelnden Nazi erlebt, was natürlich nicht ausschließt, dass ich vielleicht ständig von nichtpöbelnden Nazis ohne Glatze umringt war.
            Umgekehrt fällt mir seit Jahren auf, dass die Glatzendichte in Essen rapide zunimmt. Da aber auch diese Glatzen in meiner Anwesenheit nie auch nur einen Ausländer oder Behinderten angepöbelt haben, kann ich nicht sagen, ob es Redskins oder Nazis sind.

            Soll summa summarum heißen: Es ist deutlich einfacher, einen Hund auf einem Spielplatz zu erkennen als Nazis. ;)

            • Ich wußte, daß irgendjemand das schreiben würde. Natürlich bin ich nicht so blöde, daß ich denke, jeder Nazi hat sofort nen altindisches Sonnenrad auf der Stirn. Intressant aber, daß es zig Menschen gibt, die behaupten, sie haben in MV andauernd irgendwelche Glatzen gesehen.
              Aber das ist genau wie die Leute, die behaupten, sie wären in Italien nur beklaut worden, was ja auch immer gesagt wird, und andere lassen dort ihr Auto stehen, unabgeschlossen und es geschieht nix.
              Schicke 100 Leute irgendwohin und du kriegst 100 Eindrücke.

              • Genau das kreide ich ja mit dem Begriff Klischee an. Ich habe nie gesagt, dass es nicht möglich ist, dass es Hundehalter samt Vierbeiner auf Spielplätzen gibt. Ich habe nur betont, dass ich es selbst nur als Klischee kenne. Daher kommt mir das Gemotze darüber übertrieben vor. Ich bin auch noch nie in Italien beklaut worden, trotzdem weiß ich, dass das passieren kann – wie hier auf jedem Weihnachtsmarkt ja auch. ;)

        • LaWendel hat’s ja schon deutlich gemacht. Vielleicht ist es dir deshalb nie aufgefallen, weil du dich nicht lange auf Spielplätzen aufgehalten hast. Und selbst wenn du fünf Stunden beobachtest und siehst keinen Hund, ist das kein Gegenbeweis. Hab mir das jedenfalls nicht ausgedacht, denn ich hätte auch andere Themen.

          • Ich hab nie behauptet, dass Du Dir das ausgedacht hast, sondern darauf hingewiesen, dass es offenbar Gegenden gibt, wo Menschen gedankenloser sind als woanders.

            Ich kann Dir versichern, dass ich mich durchaus einige Zeit meines Lebens auf Spielplätzen herumgetrieben habe. Abgesehen von eigenen Erfahrungen als Kind und Jugendlicher möchte ich den Gedanken in den Raum werfen, dass man nicht nur mit eigenen Kindern auf einen Spielplatz gehen darf, sondern auch mit Nichten und den Kindern von Bekannten.
            Ansonsten bin ich schlicht und ergreifend viel unterwegs und komme seit Jahren an zahlreichen Spielplätzen vorbei, weil ich offenbar vornehmlich an Orten wohne, wo es viele Spielplätze gibt. Und Du kannst mir glauben, dass mir da Hunde aufgefallen wären, insbesondere wenn sie in den Sand kacken.

            Wenn Du sagst, dass eine ergebnislose Beobachtung von fünf Stunden kein Gegenbeweis ist, dann sage ich, dass ein Hund samt Besitzer in fünf Stunden auch kein Beweis für das Klischee ist, dass alle Hundebesitzer ihre Tiere auf den nächstbesten Spielplatz jagen.
            Eine Schwalbe macht eben keinen Sommer.
            Sollte also meine Theorie der regionalen Gemütsunterschiede nicht korrekt sein und meine Nichtwahrnehmung des Problems ausschließlich an meiner eigenen Realtität liegen, dann liegt Deine Wahrnehmung des Problems im selben Maße an Deiner Realität. Es stellt sich dann also die Frage, warum Du ausgerechnet immer Spielplätze findest, auf denen sich offenbar permanent verantwortungslose Hundebesitzer rumtreiben.

            Ein anderes Thema sind die Tretminen auf dem Bürgersteig; in der Hinsicht ist mir Kiel früher auch unangenehm aufgefallen, obwohl es da schon sehr früh Automaten mit Schietbüddeln gab. Zum Glück ist da inzwischen wenigstens die Stadtreinigung besser geworden. ;)

            • O.K. Es gibt vermutlich nicht nur regionale Unterschiede, sondern auch die Lage des Spielplatzes ist entscheidend. Derzeit habe ich einen direkt gegenüber, und den meiden die Kinder inzwischen, weil sich dort ständig Erwachsene und eben auch ab und zu Hundebesitzer mit ihren Hunden aufhalten. 50 Meter weiter im selben Grünstreifen ist ein weiterer Spielplatz. Da komme ich auf dem Heimweg oft vorbei und sehe auch da immer wieder Leute mit Hunden. Vermutlich ist die Hundedichte in dieser Gegend besonders hoch, und die Leute sind vielleicht besonders nachlässig, um nicht zu sagen, manche leiden an sozialer Deprivation. Es liegt auch an der baulichen Form. Wenn ein Spielplatz offen zu einem Grüngelände da liegt, verirren sich freilaufende Hunde öfter drauf. Mein “Gemotze” ist übrigens auch ein bisschen der Erinnerung geschuldet, als ich als Vater noch persönlich betroffen war. Man macht sich halt mehr Sorgen um die eigenen Kinder. Ich gucke aber auch nicht weg, obwohl ich derzeit nicht auf kleine Kinder zu achten habe. Es reicht ja ein Hundehaufen im Sand und schon geht es nicht mehr nur um ein “Klischee”, Herr Doktor.

  6. Aus dem Leben eines Zeitungszustellers

    “Ich werd mir eine Hacke kaufen,
    ins Erdreich muss der Kackehaufen!”

    Das habe ich zwar schon mal gebloggt, aber das merkt eh’ keiner…

    Ich glaube aber, die Prämisse Deiner gar artigen Abhandlung (hatte ich das über Profis loben schon gesagt: hatte ich schon, glaube ich) ist falsch (passender Weise hier auch gleich der erste Satz): “Was treibt viele Hundebesitzer dazu, ihre Hunde auf Kinderspielplätze zu führen?”

    Womöglichst nämlich vollzieht sich Initiative (oder so ähnlich) hier in umgekehrter Richtung…

    Chch.

    Und das mit dem “Weihnachtsmann” würde ich nicht persönlich nehmen; “Der Klient wünschte im Unbewussten beschenkt zu werden!”, Ihr Dr. Freudlos.

    So. – Das habe ich nun davon, dass ich, den blöden Züchos folgen wollend, “kleine Schritte” mache(n will): jetzt kommst Du am Ende selbst mit dieser Umkehrung der “Initiativrichtung”.

    Schmach- und gramvoll immer einmal wieder in der Depression versinkend

    Das Fossil

    PS: Ich werde zur Lösung beitragen, indem ich mir ‘n Katertier anschaffe; das scheißt schlimmstenfalls in der Bude rum, ha!

    • :) ) Da hättest du aber viel zu tun gehabt neben dem Austragen der Zeitung.
      “Der Klient wünschte im Unbewussten beschenkt zu werden!” – darauf wäre ich nie gekommen. Vielen Dank für diese Erhellung einer mir jahrzehntelang rätselhaften Beschimpfung. Der Fall zeigt aber auch, wie eindrucksvoll Worte sind, die ein wenig am Erwartbaren vorbeischrammen, denn den üblichen Schimpf habe ich längst vergessen.
      Übrigens ist es mir auch schon mehrmals passiert, dass ich bereits zu kommentieren begann, ohne den Text ganz gelesen zu haben, besonders bei langen Texten, die den Bildschirmausschnitt überschreiten. Da ist Lesen auch so schwierig wie überhaupt manchmal lästig. “Man fährt von einem Buchstaben bis zum nächsten mit der Vorortbahn.” (Kurt Schwitters, Hannover – Er meinte freilich was ganz anderes, nämlich die Großmannssucht der Dresdner. Die hat er in dem witzigen Text: “Der sächsische Ozean” glossiert, lesenswert, wenn man grad mal in Depression versinken will. Ich hätte ihn gern schon mal vorgelesen, scheitere aber an der Form. Der Text beginnt Hochdeutsch und gleitet dann immer mehr in Sächsische über, bis ins Tolle gesteigert und der Leser wird erst erlöst mit den Worten des Oberbürgermeisters: ” Unn nu ssinge märr tü Ssäcksche Natschonaalhimmne, unn tann wertch tnn Äährengnall abfairn.” Der Ehrenknall ist dann bis New York zu hören und reißt ein 10000 Meter tiefes Loch, das von Rom bis Kopenhagen reicht, von Moskau bis Paris. Da waren die vielen Hundescheißhaufen der Großstädte natürlich auch weg. Alle Hacken überflüssig.)

      Beste Grüße
      Den Trittenheim

      • War ‘n Test! Hast nich’ bestanden! Hihi! Ich habe das tatsächlich schon gepostet, und ein gewisser Frieling, der Dir sicher nicht ganz unbekannt sein dürfte, hat sich erstaunt geäußert darob, dass ich zeitungsbübisch zu Gange gewesen wäre; dabei war das mein längster Job, viereinhalb Jahre durchaus verrichtet, und am Ende hatte ich vier Touren mit ca. 700 Zeitungen und bin so ca. zwischen 01.00, 02.00 Uhr und 06.00, 07-00 Uhr im Dauerlauf durch die herrlichen Altbauviertel Berlins gestakt und gestolpert und gehastet und gestürzt, no Witz: voll Stress!

        Und eine Zeit lang war ich auch um den Kollwitzplatz herum werktätig, und da war das tatsächlich so, dass man den vielen Tretminen gar nicht mehr ausweichen konnte, und wenn ich meinen Kater ärgern wollte, habe ich einfach meine Schuhe da hin gestellt, wo er nicht ran sollte, weil die auch nach intensivem Schrubben hündisch dufteten für so eine Katernase.

        Nee, ich mache das wirklich gern Absatz für Absatz, damit mir kein Gedanke “entfällt”; wer weiß, nachher schreibe ich doch noch ‘ne Bachelorarbeit “über so was”, hä-ähümm (und natürlich kommt mir dieser Gedanke am Vorabend meiner Prä-Reproletarisierung).

        Oh, Mann, lieber Trittenheimer; imma uff dat Schlimme: Schwitters ist doch meine Bildungslücke Nr. 756; ich habe die jetzt mal von links nach rechts durch gezählt (ich meine: die Lücken).

        Kurzum: ach.

        Sowie: häff fann!!!

        Beste Grüße zurück

        Dein oller Mitti

        • Was habe ich nicht bestanden? Ich wusste und weiß doch, dass du Zeitungen ausgetragen hast. Hab sogar unter einem Eintrag bei dir diesbezüglich mal kommentiert, wenn ich mich recht erinnere.

          • Das Leben ist eine Aneinanderreihung von Tests; alles ist Prüfung und es gibt kein Entkommen…

            Das hast Du nun von der Kommunikation mit einem schizotypen Fossil!!!

            • Wer vom Leben nie geprüft wird, wächst auch nicht und führt ein bedauerlich flaches Leben. Freilich dürfen die Prüfungen nicht zu hart und ausdauernd sein. Allerdings sagt Seneca, dass die Götter sich nur die Besten für die großen Prüfungen aussuchen – wie der General nur seine besten Leute in die schwierigsten Situationen schickt.

        • 700 Zeitungen ist wirklich eine Menge. Habe sowas übrigens auch schon gemacht, aber mit viel weniger Zeitungen. Es war auch für mich eine einprägsame Zeit … z.B. wenn ich manchmal so mitten in der Nacht in Kälte und Regen stundenlang auf die verspätete Anlieferung warten musste.

          • Ihr könnt mir glauben, dass mich immer tiefe Dankbarkeit ergriffen hat, wenn morgens um 6 Uhr schon meine Zeitung im Hausflur lag, derweil es draußen junge Meteorologen regnete.

          • Alles eine Frage der Übung: aber war tausend Mal besser als Grippeschutzimpfung; der Witz war: ich habe auch noch gequalmt wie ‘n Schlot…

            Hätte der Herr jedoch für den Menschen das Rauchen vorgesehen, hätte er irgendwo seitlich ‘ne Abzugsvorrichtung angebracht (frei nach Stanislaw Lem, wenn mein müdes altes Hirn nicht trügt)!

            Ach.

  7. Wir haben hier in Hamburg einen Spielplatz, auf den kein verantwortungsvoller Hundebesitzer seinen Hund zum pinkeln schicken würde – das ist viel zu gefährlich für das liebe Tierchen, wegen der ganzen benutzten Fixerbestecke, in die es reintreten könnte…

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