Ethnologie des Alltags (1) – Ich gehe einkaufen

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47 Antworten auf Ethnologie des Alltags (1) – Ich gehe einkaufen

  1. Keine Schokolade? Keine Bratkartoffeln??

  2. Dachte schon, Du greifst dir am Wurstregal
    einen schönen großen Delikatess-Fleischwurstring.
    (Wie man sich täuschen kann. ;-)

    Lass dir noch was zum Naschen da.

    …..Image and video hosting by TinyPic…..

    ..”Erhightert und Verbrightert!”.. ;)

  3. Ich habs sofort erkannt: das Erdgeschoss von Harrods! :)

  4. Jetzt habe ich extra wegen Dir noch mal die Stöppsüll aus den Ohren genommen, allein: mich deucht, ich tat gut daran!

    Ausgezeichneter Holzfußboden! Und das Modem liegt da so rum; hat was angenehm Unaufgeräumt-Studentisches oder so. Aber ein reger Geist bleibt immer ein wenig auch studentisch, fürwahr!

    Äh, ja: es ging um das Einkaufen! – Bei Euch gibt es ganz ähnliche Sachen zu kaufen wie bei uns!

    Ein Apfel? – Das ist ökologisch gedacht! Oder so.

    Leider aber wurde nicht klar, ob und wie Du zu bezahlen pflegst…

    Und, im Ernst: es hat etwas Spannendes (auch im Sinne von “Spannung Erzeugendes”), so triviale Vorgänge einfach mal so vor der Kamera durch laufen zu lassen; vor allem: ohne Worte (das mit dem Husten hat der Bowie besser gebracht, kchch); man kann den Warholschen Versuch der Aufwertung des Banalen endlos fortsetzen…

    Rekreatiefsinnige Nachtruhe wünscht

    Der sich in dieselbe zurück ziehende Dino

    • Mit meinem Umzug habe ich mich auch von einigen Dingen, Möbeln, Gegenständen und Büchern befreit und muss andererseits noch manches kaufen, wie es gerade die Finanzen zulassen. Drum steht auch noch das Modem am Boden rum. Doch mir gefällt auch, wenig zu besitzen und wenig Ablenkung um mich herum zu haben.

      Du hast mich mit dem Hinweis auf den Warhol-Film tatsächlich angeregt, den alltäglichen Vorgang des Einkaufens zu filmen als bildhaftes Gegenstück zur Verschriftlichung des Banalen in Blogs und bei Twitter etwa. Was uns heute jedoch als banal erscheint, ist ja ein Zeitdokument, das mit den Jahren eine eigene Qualität gewinnt. Deshalb habe ich mir vorgenommen, weitere Videos dieser Art zu machen. Da ich mit versteckter Kamera filme, musste ich den Bezahlvorgang aussparen, denn nicht jeder freut sich, wenn er einfach so gefilmt wird.

      Beste Grüße und schönen Sonntag
      Dein Trittenheim

      • Geselle der Schwarzen Kunst (Du brauchst mir den Gesellenbrief nicht zeigen, ich glaub es Dir auch so; “Ja, der hat was Anständiges gelernt, der Junge: und Du?”, Großtante Elsbeth* nach dem Mittagslikörchen)!!!

        Möbel und Gegenstände verstehe ich gut (ich habe alles in E-Stadt dem Nachmieter hinterlassen: was sollte ich auch damit), das mit den Büchern nicht so… Aber meine Bestände sind auch enorm geschrumpft…

        Hihi. – Das mit dem Modem hast Du gleich irgendwie als Vorwurf aufgefaßt, wie mich deucht… Ich bin ja bloß stolz, dass ich meines mal richtig hin gestellt gekriegt habe (denn hardwaremäßig bin ich grenzdebil), nämlich mittels des Standfusses, der mitgeliefert wird (seit Donnerstag habe ich wieder Schnell-DSL ganz für mich, habe ich schon erzählt: ein prickelnd schönes Gefühl!), und dann habe ich es sogar geschafft, mal das richtige Kabel zu organisieren, um das Teil neben den PC und nicht neben die Dose durchaus zu plazieren mit diebischem Behagen…

        Ein Quasi-Obdachloser im Pensionszimmerchen mit 16000-Leitung: ich bin in allen Dingen, sagen wir: etwas gespalten, hihi…

        Ach ja: das wollte ich auch noch fragen, ob das mit versteckter Kamera war… Und über die Anregung bin ich ein bisschen verblüfft, finde ich aber natürlich cool…

        Es ist diese “Meta-Ebene”, durchaus unter anderem nach Watzlawick et. al., die da wirksam wird und “rüber kommt”; indem etwas mit der Kamera aufgenommen wird, ist es nicht mehr dasselbe, als wenn es nur einfach so da wäre… Und dieses ohne Worte bringt noch ‘n Extra-Effekt; bisschen suspense oder so was (‘n Filmstudent würde sich jetzt wahrscheinlich scheckig lachen, aber das hat er kostenlos)…

        Was ich alles so vorhabe! – Ähm, meine Digicam… – habe ich schon erzählt? War aber eh’ nur so ‘n Teil für 29.90. Aber ging!

        Beste Grüße zurück und gleichfalls Schönen Sonntag

        Der alte Dino

        *Ich hatte keine Großtante… – Vielleicht ist es ja das…

        • Bin gespannt auf deine Digicam-Ergebnisse. Das Abfilmen der Alltagsbanalitäten ist jedenfalls lohnend, denn sich im Alltag zu befinden ist etwas anderes als den Alltag zu betrachten. Schaut man alte Filme, vermittelt sich das Komische, und diese ungewollte Komik steckt in allem, was wir derzeit tun und für selbstverständlich halten. Indem sich die Welt immer rascher wandelt, altern solche Filme auch viel schneller, und schon wird’s ulkig.

          • Ich bin auch gespannt: ich muss mir ja nun ‘n neuen Lichtbildaufnahmeapparat kaufen; etliche Kohle, mit der ich gerechnet habe, is’ weg geblieben, und das wird wohl noch dauern…

            Stimmt! Das mit den alten Filmen ist ‘n tolles Argument und passt voll in den, hä-ähm, Diskurs!

            Am besten wäre wohl: sich im Alltag befinden und diese Distanz pflegen…

            Bla.

  5. Dat Dingens mit dem Einkaufen ist aber so politisch nicht korrekt – du empörst dich über die Ausbeutung der Menschen und dann jehste bei so’nem Sklavenhalter einkaufen :) )

    Da sieht man mal wie schwer es ist Denken und handeln unter einen Hut zubringen: Eigentlich sind wir uns ja bewußt das man nur in Läden kaufen sollte die ihre Lieferanten nicht mit Dumpingpreisen knebeln und ihr Personal ordentlich behandeln und anständig bezahlen – aber wer von uns kann sich das noch leisten ? … und gibt es die überhaupt noch in ausreichender Anzahl und in der Nähe ? … weil mit dem Auto dazu weite Strecken anreisen wäre ja wieder ökologisch unkorrekt – Zwickmühle ;)

    Dein Wohnung hat zum Teil noch sowas provisorisches – gefällt mir – gibt noch Raum für Kreativität

    • Manchmal kaufe ich auch beim Einzelhändler und im Biomarkt. Doch du hast Recht. Ich kanns mir einfach nicht leisten, meinen gesamten Bedarf woanders zu kaufen. Außerdem sind Discounter Teil unseres Alltags, und den will ich ja in dieser Reihe abbilden. Ein Auto habe ich nicht, sondern mache mit beim Stadtmobil-Projekt (Carsharing). Meist fahre ich Fahrrad.

      Ich bin ja erst zwei Monate in Hannover, habe manches gar nicht aus Aachen mitgenommen und fühle mich in dem derzeitigen Zustand wohl. Das ist jetzt die dritte Wohnung, seitdem ich mich von meiner Frau getrennt habe und aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen bin. Bei jedem Umzug habe ich mich von Gegenständen entlastet. Mit der Zeit sammeln sich natürlich neue an.

      • ‘Manchmal..’ geht mir genauso. ‘Auto…’ ohne geht es hier draußen, zumindest solange wir beide Arbeiten nicht. Ich wäre allein zur Arbeit 1 1/2 Std. länger tägl. unterwegs.

        Bei meinem letzten Umzug hab’ ich mich auch von sehr vielem getrennt aber die Bude ist schon wieder voll. Ist ja auch für zwei gedacht und noch sind wir zu dritt – wenn der Sohn dieses Jahr (endlich, mit 30) auszieht ist neben einer neuen Raumaufteilung auch ein großes Ausmisten dran ;) Aber es gibt Dinge z.B. Bücher von denen ich mich nicht trennen kann und die sich ständig vermehren.

  6. Dein Video ist ein interessantes Zeitdokument.

    poc

  7. Bis zum nächsten Einkauf hast du bitte deinen Einkaufswagen-Führerschein gemacht!

    • Wo muss ich mich anmelden? Würdest du vielleicht als Erklärung und quasi Entschuldigung für den Rempler akzeptieren, dass ich als junger Mann zum Mitmachen gesucht auf dem Selbstfahrer gearbeitet habe?

  8. Interessante Psychostudie:
    1. Der Mann hat einen schönen Fußboden
    2. Er führt keine Selbstgespräche, bevor er los geht, etwa: “Hab ich alles….wo issen jetzt wieder der Schlüssel…hm hm hm, gerade war er doch noch…ah, da isser ja….”
    3. Er verabschiedet sich nicht von Josie und verspricht nicht, ihr einen besonderen Dünger mizubringen.
    4. Er kauft in Läden, die gar nicht pc sind
    5. Er kauft einen losen Apfel
    6. Wir erfahren nicht, ob er nicht doch heimlich die Feinstrumpfhose in den Wagen gepackt hat (zu rein wissenschaftlichen Zwecken natürlich)
    7. Nein, geübt wirkt das nicht- boing! Er scheint das nicht so oft zu machen
    8. Er erlaubt sich keinen Stöhner über die Kassenschlange und hält es geduldig neben Produkten aus, die toujours heißen, aber weiß Gott nicht für die Ewigkeit gemacht sind.
    9. Wir erfahren nicht, ob er freundlich zu den Kassiererinnen ist oder sie zu ihm
    10. Wir amüsieren uns, was Leute alles so filmen

    • 1. Genau wie seine Wohnung.
      2-3. Hab ich mir versagt, weil es ein Stummfilm sein sollte.
      4. Zu Studienzwecken, eigentlich brauchte ich nur Feinstrumpfhosen.
      5. dito
      6. Ja, ist leider nicht zu sehen.
      7. Die Kamera versteckt zu halten und den Wagen zu fahren, das war einfach zuviel für mich.
      8. Siehe 2.
      9. Hätte ich gern gezeigt, aber es war ein Kassierer.
      10. Freut mich.

  9. Nur EINEN Apfel? Und warum hast Du die Strumpfhose liegen gelassen? Außerdem hast Du Schlagseite… das musste noch ein bisschen übern.

  10. Also, mein lieber Jules, wirklich: ner-ven-zer-fet-zen-de action! Bin eben knapp an der Herzattacke vorbei. (Das erinnert mich irgendwie ein klein wenig an diese eine Folge von “Mit Schirm, Charme und Melone”, wo sie auf dieses Militärgelände, und dann… ;) )

    Nein, im Ernst: bin schon gespannt auf die nächsten Folgen. Wär’ doch eigentlich auch wieder ein schönes Mitmachprojekt, oder?

    Zu der Strumpfhose sag’ ich nix. Nö.

  11. naja finanziell bedingt bin ich doch eher in supermärkten anzutreffen…allerdings hole ich mir meine äpfel und obst generell in der regel(und nicht nur da) vom baum feld… bauern…200meter

    was mich nervt sind allerdings nicht die waren sondern eher die leute die man da manchmal trifft….;)

    http://www.myvideo.de/watch/700791/Kondom_Werbung

  12. sehr interessant finde ich auch Deinen Filmnachbarn
    Anton Komat: Die vier Pfeiler der globalen Krise (Vortragsauszug) aus Slowenien :)

    liebe Grüsse
    Karen

  13. ähhh, du hast dein handy vergessen… oder habe ich die metaphorik nur nicht verstanden? wolltest du damit ein zeichen setzen… wieder die telekommunkation während der beschaffung von grünen äpfeln… fragen über fragen…

    ansonsten: klasse idee – unbedingt mitmachprojekt drauss machen – ich schwöre und gelobe dann meinen nächsten ikea einkauf abzufilmen…

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