Mittagsplausch mit Frau Nettesheim – Lichtmangel

Frau NettesheimFrau Nettesheim
Was ist los mit Ihnen, Trithemius.

Trithemius
Blogmüde.

Frau Nettesheim
So plötzlich?

Trithemius
Über Nacht.

Frau Nettesheim
Sie haben keine Ideen.

Trithemius
Genug.

Frau Nettesheim
Und warum realisieren sie keine davon?

Trithemius
Lustlos.

Frau Nettesheim
Und maulfaul. Sie sind doch sonst so gesprächig.

Trithemius
Muss denken.

Frau Nettesheim
Und worüber denken Sie nach?

Trithemius
Printmedien und Blog.

Frau Nettesheim
Da gibt es keine Partnerschaft, weil man in den Redaktionen eifersüchtig auf die Zuwachszahlen bei den Blogs ist.

Trithemius
Mir egal. Keines der klassischen Medien hat eine Zukunft als Massenmedium. Blogs laufen ihnen bald den Rang ab. Und das betrübt mich. Der Ausblutungsprozess der Zeitungen zum Beispiel senkt ihre Qualität, und das wiederum beschleunigt das Ausbluten. Zudem wachsen Generationen heran, die das gedruckte Wort langweilig finden, sondern Zerstreuung und ihre Identität im Internet suchen, was nun mal nicht zusammenpasst. Es sei denn, man strebt an zu verblöden.

Das gibt bald einen Tsunami von Blogs und privaten Internetseiten; man muss so etwas haben wie ein Handy. Und am Ende sind alle die Verlierer. Selbst wenn es Blogs gibt, die an die Qualität einer Zeitung oder eines guten TV-Programms heranreichen, werden sie wie Radio, Fernsehen und Zeitung im goldlackierten Banalen versinken. Der Populismus obsiegt.

Und noch was: Man muss in den Ländern nur per Gesetz dazu zwingen, dass jedes Blog ein Impressum hat, dann kann sich niemand mehr frei äußern, der noch beruflich Karriere machen will. Denn viele Personalchefs ergoogeln inzwischen die Bewerber. Wer da etwas Peinliches oder Kritisches ins Internet gestellt hat, ist draußen, und wäre es nur eine Jugendsünde. Das Internet vergisst nichts.

Frau Nettesheim
Gehen Sie mal raus in die Sonne. Sie brauchen eine Lichttherapie.

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33 Kommentare zu Mittagsplausch mit Frau Nettesheim – Lichtmangel

  1. Mach‘ ma Pause, sammle Kräfte. Das Blog-Burn-Out-Syndrom kenne ich zu Genüge. Kein Mangel an Ideen, aber an Kraft…

    …vllt. siehst Du die Dinge dann wieder etwas optimistischer.

    Die Einschätzung bzgl der Blogqualität teile ich als Kulturpessimist ausnahmsweise nämlich nicht. Gerade wenn man sich häufig außerhalb der Community bewegt.

    Würde Dir auch mal gut tun. Pause machen und einen kleinen Spaziergang durch die Blogosphäre wagen. Noch biste jung… 😉

    • So einfach ist das nicht.

      Das Spazieren durch Blogs und wandern durchs Internet hat mich ja gerade demprimiert. Zudem sah ich auf Arte eine Reportage über Jugendliche in Frankreich, die ihr Leben nur noch fürs Internet inszinieren.

      Das ist die Zukunft, mein Lieber. Selbst wir haben Ansätze dazu.

      • Deinen letztgenannten kritischen Ansatz kann ich absolut nachvollziehen und gebe Dir auch recht das wir auch Ansätze dazu haben. Den genannten Bericht sah ich auch in Auszügen…

        Man muss sich auch frei davon machen können, bislang gelingt mir dieses immer wieder, doch die Gefahren sind unübersehbar. Auch geht die Tendenz tatsächlich in diese Richtung.

        Wie sonst erklärt sich der phänomenale Erfolg von „Second Life“ denn sonst. Ich werde demnächst einen ausfürlichen Artikel dazu schreiben.

        Solange man aber noch der vorhandenen Gefahren ansichtig und bewusst wird, kann man immer noch gegensteuern.

        Dann eben raus in die Natur wandern… :yes:

        • Hab noch einen Absatz eingefügt, der eine weitere bedenkliche Entwicklung zeigt, die weit gefährlicher sein kann.

          • Das ist ein Thema über das ich aktuell schon mit vielen Bloggern diskutiert habe und dazu wird es demnächst auch noch einen Beitrag von mir geben.

            Soviel vorab. Es wird heißer gekocht als gegessen. Nimmt man die aktuelle Gesetzeslage wäre man im Grunde bereits heute dazu verpflichtet ein Impressum zu veröffentlichen. Auch wäre jeder dazu angehalten das Urheberrecht zu achten.

            Es besteht in diesem Medium immer eine Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis. Juristisch bestünde gerade für Plattformen aufgrund des neuen „Telemediengesetzes“ eine neue Möglichkeit seine User zu schützen.

            Das im Einzelnen auszuführen, würde hier aber zu weit führen. Ich stehe in ständigen Gesprächen mit Verantwortlichen und wahren Experten. Nur ruhig Blut. :yes:

            • Das Problem ist, dass der Datenschatten jedes Menschen immer größer wird. Es gibt Firmen, die diese Daten gezielt sammeln, und es wäre blauäugig zu glauben, dass man nicht ermitteln könnte, wer hinter einem Nick steckt. Dazu gibt es einfach zuviele Anhaltspunkte. Man muss sie nur verküpfen, dann hat man die Person identifiziert. Bei qualifizierten Bewerbern auf lukrative Stellen lohnt sich für ein Unternehmen sich kundig zu machen, was der Bewerber im Internet getan hat.
              Dieser Sachverhalt wird dazu führen, dass es in Zukunft der größte Luxus ist, ein privater Mensch zu sein.

              • Man muss das Impressum ja nicht in Form von Text preisgeben. Eine Grafik tut es auch und schon erhaelt man weder Spam, noch indizerte Google-Eintraege auf den eigenen Namen
                -m*sh-

                • Ja, das ist ein guter Tipp, hilft allerdings nicht gegen das Aufspüren bei gezielter Suche.

                  • Wenn ich nach meinem Namen google finde ich nichts und das ist auch gut so
                    -m*sh-

                    • Wenn jemand wissen will, wer sich hinter -m*sh- verbirgt, kann er es herausfinden. Folglich geht es auch umgekehrt, man kennt den Klarnamen und recherchiert, wo er unter welchem Nick bekannt ist.

                    • Lieber Häuptling, da wäre ich nicht so sicher – ich finde beispielsweise einen Kommentar zu einem gewissen Ruheberg unter Klarnamen …

                      Wenn es für einen technischen Laien wie mich eine leichte Übung ist, einen Decknamen zu knacken, wie wird erst ein erfahrener EDV-Mann mit solchen Themen umgehen …

                      Hier ist alles offen, und wir hinterlassen Spuren wie Dampfwalzen, da gebe ich Trithemius völlig recht.

                      Rupi

                    • Stimmt, das ist wohl seit ein paar Wochen auch indiziert. Aber von dort aus kommst Du nicht ohne weiteres auf mich hier oder umgekehrt. Ausserdem behaupte ich ja nicht, dass ich hier anonym unterwegs bin. Ich weiss schon wie man anonym surft – ist nur leider meist mit erheblichen Einbussen in der Performance verbunden.
                      -m*sh-

  2. ich teile das sehr wohl, die meisten blogs haben für mich nicht die qualität einer zeitung, deswegen lese ich die auch trotzdem gerne und bevorzuge eigentlich auch das gedruckte vor dem virtuellen wort. es hat natürlich was, sich durch wikipedia zu klicken, durch das quasi unendliche wissen, aber buch und zeitung möchte ich trotzdem nicht missen.

    und blogmüde bin ich grad auch. 🙂

    die reportage auf arte habe ich übrigens auch gesehen und einiges kannte ich sogar. blogs finde ich da nun noch nicht so gefährlich, aber leute, und davon kenne ich genug, die ihr leben am pc fristen oder die beiden mädchen, die von kind auf gefilmt wurden, finde ich schon sehr bedenklich. :/

    • Zeitungen werden zunehmend ins Internet gehen. Hier habe sie aber Konkurrenz der Blogs. Die Zahl der arbeitslosen Journalisten wächst. Eine etwas ältere Zahl: 20.000. Inzwischen werden es längst mehr sein. Wenn sie in den Redaktionen nicht gebraucht werden, versuchen sie sich im Internet. Dort kann man nur Geld verdienen durch hohe Seiten-Aufrufzahlen. Also werden sie den Massengeschmack bedienen. Das wiederum bringt die seriösen Medienleute unter Druck. Sie passen sich an, wie man bei der Online-Ausgabe der Süddeutschen schon sehen kann.

      Plumpa sagt: Gegensteuern. Das geht nur, wenn man sich früh genug der Gefahren bewusst ist.

  3. Laotse meint zum Thema Lichtmangel:

    »Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden,
    als auf die Dunkelheit zu schimpfen.«

  4. Man muss ja nicht gleich in Weltuntergangsstimmung verfallen. Solange abgekupfert wird, gibt es auch noch das gedruckte Wort.

    Willst du uns nicht wieder etwas vorsingen? Heitert dich vielleicht ein bisschen auf und uns sowieso. 🙂

    Lieben Gruß
    LillY

    • Das kann ja sein, doch es setzt Lesefähigkeit- und Abstraktionsvermögen voraus, damit noch überall Bedarf für das gedruckte oder digital verbreitete Wort besteht. Es wird weite Bevölkerungsschichten geben, die nicht mehr lesen, sondern chatten, mit Bildmaterial herumhantieren und spielen bzw. in virtuellen Welten agieren.

      Trotzdem
      schöne Grüße nach Österreich
      Jules

  5. Ich sende dir auf diesem Weg ein bisschen Sonnenschein. Erfreut das Gemüt!

  6. ich denke, dass das interesse am bloggen aufgrund der tatsache, dass es inzwischen zum massensport geworden ist, irgendwann wieder abnehmen wird. noch hat es für viele den reiz des neuen, aber die permanent wachsende blogflut bewirkt natürlich eine gewisse abnützung, oft auch eine art von austauschbarkeit.

    vor einigen jahren boomten die internetlabels ( mp3-labels, die nur im internet existieren und die musik gratis zum download anbieten, ansonsten aber alle merkmale aufweisen, die professionelle labels bieten). inzwischen ist deren anzahl so stark gewachsen – es wurde für fast jeden möglich, ein solches label zu gründen – und damit die qualität allgemein gesunken, sodass es viel zuviel zeitaufwand bedeutet, dort nach musik zu suchen. wer will schon virtuell stundenlang von label zu label wandern, um dann , wenn überhaupt, auf ein interessantes musikstück zu stoßen.

    ähnlich verhält es sich mit den blogs. wenn ich einmal auf die suche ging, um interessntes neues zu finden, dann handelte es sich meist um verlorene zeit. ich halte mich an ein paar vertraute blogs, die ich kenne und interessant finde.

    natürlich ist ein medium begrüssenswert, welches einer grossen anzahl von menschen die möglichkeit gibt, sich selbst darzustellen mit der option, dass eine öffentlichkeit sich dafür interessiert. großteils ist diese öffentlichkeit natürlich eine illusion – die blogs, die wirklich einer grösseren öffentlichkeit bekannt werden, stellen eine kleine minderheit dar. es erinnert ein wenig an die 60iger jahre, als jeder zweite sich für einen songwrighter hielt, wenn er mit gitarre und stimme ans werk ging.

    allenthalber bin ich gespannt, wie sich dieses medium weiterentwickelt. ich glaube, dass irgendwann eine allgemeine blogmüdigkeit eintreten wird, aber vieleicht stecken ja in diesem doch noch recht jungen massenmedium potentiale, die über meine jetzigen vorstellungen hinausreichen.

    herzliche grüsse
    martin

    • Danke für deine Bespiele aus dem Bereich der Musik, lieber Martin. Da gibt es offenbar einige Parallelen. Interessant ist ja auch, dass viele schreibaktive Blogger mehr schreiben als lesen. Zumindest hat sich das Verhältnis verändert. Es gibt immer mehr „Autoren“ und immer weniger Leser.

      Deine letzte Aussage trägt natürlich auch die Möglichkeit in sich, dass sich die Entwicklung gänzlich anders vollzieht. Weil die Welt eben den Rückkopplungsprozessen unterliegt.

      Lieben Gruß
      Jules

      • ich finde die erkenntnis interessant, dass es immer mehr autoren, und immer weniger leser gibt. das ist eigentlich so, wie wenn im theater plötzlich immer mehr leute aus dem publikum auf die bühne wechseln würden, um sich selbst auf der bühne zu verwirklichen. die folge wäre eine vorübergehende entprofessionalisierung und verflachung des theaters. vielleicht wäre es eine zeitlang interessant, darsteller in dilettierender authetizität zu erleben, aber letztenendes würden sich die durchsetzen, die auf professioneller ebene auch wirklich imstande sind, etwas von der bühne aus „rüberzubringen“.

        aus diesem grund glaube ich nicht, dass blogs längerfristig eine wirkliche konkurrenz für zeitungen darstellen.

        herzlichen gruss
        martin

        • Umberto Eco hat den Computer gefeiert, weil die Tastatur es ermögliche, fast so schnell zu schreiben wie zu denken. Das wiederum finde ich bedenklich. Denn rasch hingeschriebene Worte sind oft kaum lesenswert. Man muss sich bremsen und bescheiden. Du beherrschst das meisterhaft, schriebst nicht viel in dein Blog, doch was du schreibst ist gut. Alles, was inflationär daherkommt, senkt seinen Wert. Und so verliert auch das Schreiben an Wert.
          Der Vergleich mit den Zuschauern, die alle auf die Bühne drängen, ist prima. So ist’s ingesamt auch. Der größte Wunsch vieler Menschen ist es, in den Medien präsent zu sein. Ich muss mich manchmal erden, damit es bei mir sein Maß behält.

          Lieben Gruß
          Jules

          P.S.:

          Vielen Dank, dein Brief kam gestern! Ich muss heute der Druckerei einmal Dampf machen, damit sie mich nicht hängen lassen. Vor Weihnachten war versprochen. Erst gestern fiel ihnen auf, dass meine Datei statt CMYK das RGB-Format haben muss. Dabei haben sie die schon seit 10 Tagen.

          • trotzdem denke ich, dass man dem eigenen bedürfnis folgen sollte, und, wenn man viel zu sagen hat und voller ideen steckt, diese auch umzusetzen. problematisch wird es erst dann, wenn die ideen ausgehen – was ja bei kreativen tätigkeiten immer wieder vorkomme kann -, und man dennoch, aus einer zwanghaftigkeit heraus glaubt, im selben maß weitertun zu müssen. ich kenne auch das gefühl, in meiner kunstarbeit nicht pausieren zu dürfen ; aus angst, das erwobene können und den erreichten status zu verlieren – ein zwar nicht rationaler gedanke, aber doch eine irgendwie elementare furcht.

            ideal wäre es ja, wenn man kreative müdigkeit verspürt, das kreative tun mal „schlafen zu legen“, den kreativen kräften ein ausruhen zu gönnen – ist aber, wie gesagt, ziemlich schwer.

            ich erinnere mich – es war vor einigen jahren im sommer – eines griechenlandurlaubes, wo ich 4 wochen lang (für mich eine ungewöhnliche dimension fürs urlauben) mit freunden in sehr reduzierter form gelebt habe und sogar mein bedürfnis nach musik vollkommen irrelevant geworden schien. ich hatte weder lust darauf, noch verspürte ich angst, etwas zu verlernen. ich lebte einfach im moment, zwischen strand, sonne, meer und taverne, die nächste ortschaft 6 km entfernt. im nachfolgenden herbst erlebte ich nach einer kurzen wiedereinstiegsschwierigkeit eine ungemein produktive zeit – mein geist war irgendwie leer geworden und hatte offenbar im stillen neue kräfte und ideen reifen lassen…

            sich zwischendurch zu erden ist sicher gut. zu leicht verliert man im rausch des tuns ein wenig den boden und läuft gefahr, gewisse dinge und entwicklungen vielleicht nicht wahrzunehmen. andrerseits ist oft auch gerade dieser schwebezustand des schaffensprozesses ein äußerst produktives feld, wo unter einem gewissen kontrollverlust tolle ergebnisse zustandekommen können…

            einen lieben gruss
            martin

            • Kreative Pausen sind enorm wichtig, wie dein Beispiel zeigt.

              Doch manchmal kann man sich diese Pause nicht nehmen, und dann ist es auch eine gute Übung, trotzdem zu arbeiten. Ich zwinge mich zum Schreiben, auch wenn es sich einmal nicht wie von selbst schreibt. Das dauert länger und ist mühsam, im Ergebnis aber nicht unbedingt schlechter, sondern anders. Es fehlt das Element des für einen selbst Erstaunlichen. Es gibt Tage, da sind selbst meine Tippfehler sinnträchtig. Das ist, als ob jemand meinen Geist führt. „Es schreibt“ wie „es malt“ oder „es komponiert“. Dieser begnadete Zustand stellt sich nach kreativen Pausen ein oder nach großem Stress oder nach emotional aufregenden Ereignissen. Du kennst das gewiss.

              Gute Nachrichten: Ich fahre morgen nach Dormagen, um die Bücher zu signieren und bringe sie dann auch selbst zur Post.

              Lieben Gruß
              Jules

  7. vielleicht kann ich dich mit einem kleinen erlebnis von gestern ermutigen: da bin ich den ganzen tag mit meinen kindern beschäftigt gewesen und die haben sich den unterschiedlichsten aktivitäten hingegeben. wenn ich jetzt die zeit nehme, die wir pro kopf auf’s internet verwandt haben, dann war das wahrscheinlich nicht mehr als je 10 minuten. und diese zahl kommt auch nur dadurch zu stande, dass ich gestern ein wenig länger im netz unterwegs war. drei meiner fünf kinder und mein mann dafür gar nicht.

    und im sommer ist es noch weniger. und ich glaube fast, dass auch ich immer noch wesentlich mehr lese als selber schreibe.

    • Die Familie erdet einen, und so hält sich alles in Grenzen. Mich bremst niemand, und das geht vielen Singles ähnlich. Dann kann einen schon mal der Katzenjammer überkommen. Danke für den Trost, meine Liebe.

  8. lieber jules, schick dir eweng sonne viel gab’s hier heute leider nicht aber in der mittagspause schien sie mir wärmend auf den buckel so das ich für dich was mitnehmen konnte 😉

    sieh nicht so schwarz – sicher wird die große masse sich im banalen verlieren aber es wird immer einige reservate geben in denen sich qualität durchsetzt – sieh dir die fernsehlandschaft an – das meiste ist schrott aber wer sich die mühe macht findet auch noch erstaunlich gute sendungen.

    mlg reinhold

    auch wenn ich die meisten neuen informationen aus dem netz sauge – ein gutes buch oder die zeitung zum gemütlichen frühstück sind unverzichtbar.

    • Herzlichen Dank für die Sonne, lieber Reinhold.

      Und natürlich hast du Recht, man muss nicht alles so negativ sehen. Allerdings bin ich auch froh, diese Probleme einmal angesprochen zu haben. Denn allzu naiv sollten wir mit den Medien nicht umgehen.

      Schöne Grüße
      Jules

  9. Mag sein das durch das junge Medium Blog die Zeitungen in zunehmendem Masse vom Markt verschwinden werden, in der Automobilbranche ist ähnliches zu Beobachten, obschon dafür andere Gründe verantwortlich sind.
    Der gesamte Wirtschaftmarkt befindet sich in einer Wende, Globalisierung wird uns Nachhaltig beschäftigen, mit Ungewisser Zukunft, die ganz sicher niemand genau voraussagen kann.
    Welche Fähigkeiten haben die Alten den Jüngeren gegenüber?!
    Die Alten können in Weiser Voraussicht „Warten“ und ggf. dann Handeln, das können die Jüngeren nicht, sie wollen sofort Resultate, kraft ihrer Jugend schaffen sie dies auch meist.
    Ich denke das kein Mensch die Gegenwärtige Situation „Gesund“ denken kann, dafür sieht das ganze zu Krank aus, soweit mir es Möglich ist, halte ich Gedanklich Abstand vom kommenden Ungewissem.
    LG: Bernhard

    • Das sind kluge Worte, mein Lieber. Hätten wir in unserer Jugend diese Zerstreuungsmöglichkeiten gehabt, wir wären davor in die Knie gegangen. Jetzt haben wir es einfacher, eine kritische Distanz zu halten. Als ich klein war, begann das TV-Programm um 17 Uhr und endete am späten Abend. Die mediale Revolution durch den Computer hat alles auf den Kopf gestellt. Da muss man aufpassen, den Boden unter den Füßen zu behalten.

      Lieben Gruß
      Jules

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