Julia und die seltsame Poesie einer Maschine

Im schmucken Hodlersaal des hannoverschen Rathauses tönt aus einer Ecke das Klappern einer Schreibmaschine. Während einer Vorstellung alternativer Stadtentwicklungskonzepte sitzt da die „Rasende Poetin“ Julia Sander und schreibt ihre Poesie live zum Geschehen auf einer Schreibmaschine. In Zeiten von Computer und Smartphone wirkt das wie ein Anachronismus. Trotzdem bin ich hellauf begeistert. Warum? Was ist schon besonders an einer Schreibmaschine? Ein kleiner historische Rückblick macht das deutlich:

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6 Antworten auf Julia und die seltsame Poesie einer Maschine

  1. Könntest du mir mal mitteilen oder mitteilen lassen, wie sich deine Filialleiterin hat wieder zurückverwandeln können in die liebreizende Dame, die sie einmal war.

    Mir ist ihr vorheriger Auftritt noch dergestalt in Erinnerung, dass ich meinte, mein Spiegelbild zu sehen. Ein wenig jünger und hübscher auszusehen, wäre mir selbst nämlich auch nicht so ganz unlieb.
    :-)

    • trithemius

      Das Foto stammt wie du vielleicht noch weißt, aus der Kristall, einer in den 1950er Jahren eingestellten Illustrierten, und zwar aus einer Werbung. Das Modell schätze ich auf 30 Jahre, falls die Dame noch lebt wäre sie heute 95 und vermutlich nicht mehr so knackig wie einst. Eventuell kam die Karikatur ihr nah, aber Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Ich handle ja mit Illusionen. Deshalb habe ich mich kürzlich entschieden, eine schöne Illusion wieder aufleben zu lassen. Digital ist’s einfach, aber sonst? Ich komme gerade von einem Treffen mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Die hatte ich größtenteils fünf Jahre nicht gesehen. Und was sah ich schlagartig: Wir werden alle nicht jünger.

      • Wie ich berichtete, war ich just auf einem Klassentreffen. Da wir nicht mehr die Jüngsten sind, bemühen wir uns um ein Treffen alle zwei Jahre. Ich habe meine Klassenkameraden und -innen vier Jahre nicht gesehen und was soll ich sagen? Es ist schon beruhigend, zu sehen, dass und wie auch die anderen altern.
        Getroffen habe ich auch einen “Burschen”, mit dem ich Hand in Hand in der ersten Klasse in die Schule fast eine Stunde lang zu Fuß getippelt bin. Flüchtlingskinder eben. Schon putzig, wenn man an solche Erlebnisse erinnert wird.


        “Die Zeit entstellt
        Alle Lebewesen.
        Der Hund bellt.
        Er kann nicht lesen.
        Er kann nicht schreiben.
        Wir können nicht bleiben.”

        [Ringelnatz]

  2. das hier http://lamamma.twoday.net/stories/6067475/ verlinkte passt einfach zu gut! der verfasser war damals 13 jahre alt und wir erwarben kurz davor um ganze 15 euro die von ihm dringend gewünschte maschine …

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