Die Kürze des Lebens

Foto: Trithemius – (größer: klicken)
„Das Leben ist zu kurz, um Benzinpreise zu vergleichen.“ Ist es denn lang genug, um sich bei RTL eine TV-Sendung anzuschauen, worin die Frage geklärt wird: „Wieviel Deutsche pinkeln unter der Dusche?“ Sollte man nicht lieber tot sein, bevor man das erfährt? Auf der Stelle fallen mir jede Menge fragwürdiger Erscheinungen ein, die zu beachten, ja, alleine aufzulisten das Leben nun wirklich zu kurz ist. Schon als Mitte der 1980-er Jahre das Privatfernsehen aufkam, da hab ich mich bald gefragt, aus welchen Löchern all die peinlichen Figuren gekrochen sind, die wir vorher nicht kennen mussten.

In welchen Dreckskellern sind die Moderatoren, Redakteure und Programmmacher des Privatfernsehens aufgewachsen, wie hat man sie da gefunden und wie konnten sie so leicht in unserer Gesellschaft aufsteigen und in der Kürze eines Menschenlebens ihre total verrottete Gesinnung zum allgemein akzeptierten Standard machen? Und wieso gibt es keine reinigenden Unwetter, die solche Leute beim Scheißen erschlagen, ersatzweise beim Zählen der deutschen Duschpinkler?

Ich glaube ja leider nicht an einen Gott und mithin nicht an eine Form himmlischer Gerechtigkeit, wenn schon die irdische rundum versagt. So kann ich auch nicht Stephen Hawkins glauben, dass es irgendwo diese Parallelwelten gibt, in denen eben alles anders und wohl geraten ist, vor dem man hier besser die Augen verschließt, bevor man sich daran gewöhnt hat.

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