An apple a day …

Der Sonntag ist dann auch wirklich sonnig gewesen, ungewohnt warm für die Jahreszeit. Ich gehe durch die Sonne die Davenstedter Straße entlang Richtung Lindener Hafen und esse einen Apfel. An einer Säule der Schnellwegunterführung hängt ein Plakat, das ich fotografieren möchte. Ich bleibe vor der Säule stehen und esse schneller, denn ich brauche ja eine freie Hand. Ungeduldig wie ich bin werfe ich den Apfel nur halb gegessen in die Botanik. „An apple a day keeps the doctor away“ übersetzt Wikipedia mit „ein Apfel pro Tag hält den Doktor fern“. Hält ein halbgegessener Apfel dann einen halben Arzt fern? Gibt es überhaupt halbe Ärzte?

Falls sie quer halbiert sind, taugt vermutlich nur die obere Hälfte was, kann aber nicht laufen. Längs halbierte fallen wahrscheinlich manchmal um. Nie mehr werde ich einen Apfel nur halb aufessen. Ich will schließlich nicht schuld sein, dass halbe Ärzte auf jeweils einem Bein durch die Straßen hüpfen. Noch weniger will ich, dass Arzthälften eifrig über den Asphalt kriechen, von Geldgier oder vom Eid des Hippokrates vorangetrieben. Wir sind zwar aus Kino und Fernsehen an den Anblick von Zombies gewöhnt. Aber wirklich welchen zu begegnen, ist nichts für zarte Gemüter. Mir würde der Apfel nicht munden und ich müsste ihn, meinen Vorsatz missachtend, halbgegessen wegwerfen. Folge: Noch mehr halbe Ärzte …

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