Ursula von der Leyen macht ernst

Kaum ist Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Amt, droht sie, die Bundeswehr mit besserer Ausrüstung zu versorgen. Die Truppe freut sich nen Keks.

Kleidsam, aber auch funktional? Betonhelm Uschi
(Styling: Udo Walz & Hanno P. Schmock)

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22 Kommentare zu Ursula von der Leyen macht ernst

  1. Merkel, Seehofer und Gabriel folgen jetzt der ultimativen Forderung von Rössler (und setzen eine Laien-Experten als Verteidigungsministerin ein): „Jetzt gilt es für die Beschäftigten – mehr als 10.000 vornehmlich Frauen, einzelne Mütter und ältere Frauen – schnellstmöglich eine Anschlussverwendung selber zu finden.”
    Das nennt man konsequente Anschlussverwendung einer Arbeitsministerin, nachdem Schlecker-Frauen auf Hartz-4-Förderung durchgereicht wurden …

    • trithemius

      Belgien kam über ein Jahr ohne Regierung zurecht, und auch wir haben eine Regierung in den zähen Monate der Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen nicht vermisst. Man merkt daran, dass die Arbeit unterhalb der Ministerebene gemacht wird. Da gibt es die beamteten Staatssekretäre, die meistens vom Fach sind. Ein Minister muss ihnen nur die Richtung vorgeben und ihren Rat befolgen sowie für die Presse posieren. Das kann eigentlich jeder, der ein bisschen vom Management, Propaganda und Entertainment versteht. Ob Frau von der Leyen aber an der Kasse eines Discounters gut besetzte wäre, ist zu bezweifeln. Bislang ist sie es gewöhnt, eine Schar Dienstboten zu befehligen. Von oben herab kann sie jedenfalls am besten. Als Frau eines Mannes aus der Dynastie der Seidenbarone gehört sie gewiss zur Oberschicht.

      • Ich wollte damit eigentlich sagen, dass die vormalige Verwalterin der Schlecker-Frauen und Hartz-4’ler jetzt eben das erfüllen wird, was vorher nicht ging: konsequente Job-Vermittlung mit gleichzeitiger Reduzierung des Heeres der Arbeitslosen. Jetzt können die ganzen ihr in die Armee folgen und sich dezimieren lassen.
        Du hast recht, das Fehlen der Regierung ist nicht wirklich stark ins Gewicht gefallen. Das vdL den Typ Manager (keine Ahnung vom Inhalt, aber Methoden um Situationen zu managen) verkörpert, welche wir schon reihenweise aus der Wirtschaft kennen, ist jetzt erst richtig deutlich geworden. Als Ministerpräsidententochter und somit Angehörige einer politischen/wirtschaftlichen Dynastie wäre der Job an einer Diskounterkasse oder das Reinigen von Privathaushalten Frevel an deren Standesdünkel.
        Und daran, dass Jörg Asmussen wieder zurück zur Regierung stieß, wird klar, wer denn in Wahrheit die operative Arbeit gestaltet. Macher sind nicht die Politiker, sondern Politiker sind Marketing-Manager der Regierung.
        … und das Ferkelchen bleibt weiterhin ein sprechender, blasenabsondernder Hosenanzug …

  2. Kompliment lieber Kollege, ein Beitag in bester (ehemaliger) Titanic-Tradition.

  3. Jawoll, lieber Herr Nachbar!
    Jetzt folgt der Föhn-Angriff,
    denn: es geht um die Vereinbarkeit von Truppe und Haartracht… oder… *grübel*

    ;-))

    • trithemius

      Liebe Frau Nachbarin,

      an die verheerende Gewalt der Föhne habe ich noch gar nicht gedacht. Man kann nur hoffen, dass Föhn-Angriffe bald von der Weltgemeinschaft geächtet werden.
      Um die „Vereinbarkeit von Truppe und Haartracht“ hat sich schon Verteifigungsminster Helmut Schmidt mit seinem „Haarerlass“ gesorgt, der dazu führte, dass ich meine schulterlangen Haare behalten durfte, aber mit einem Haarnetz bändigen musste.

  4. Die neue Verteidigungsministerin

    Mit Ursula von der Leyen ist erstmals eine Frau an der Spitze des Verteidigungsminsteriums. Ursula von der Leyen hat an der Mütterfront achtmal gedient und für reichlich Nachschub an Soldaten gesorgt. Zeit also, dass diese Frau jetzt Verteidigungsministerin wird.

    Es wird Zeit, daß die Bundeswehr auch mal eine Frau als Ministerin bekommt, die die Soldaten hart rannimmt. Die Ministerin, die eher für ihren Plauderton und die leisen Zwischentöne bekannt ist, kann nun beweisen, dass sie auch den Kasernenhof-Ton drauf hat. Denn sie ist „tough“ und hat viel Biss und wird so auch die Truppe auf Vordermann bringen.

    Ursula von der Leyen ist eine politische Allzweckwaffe, die überall einsatzbar ist, wo es brennt. Schon dieser Umstand allein qualifiziert sie doch für das Amt der Verteidung! Die Frau mit ihrer wohlwollend gemeinten Strenge kommt auch bei der Truppe bestimmt gut an.

    Was versteht von der Verteidigung: Nichts! – Gerade das qualifiziert sie in besonderem Maß für das Amt. Es gab vor ihr auch schon andere Verteidigungsminister, die von nichts Ahnung hatten. Bei den meisten ist es gar nicht aufgefallen. Sie betont, sie will auf das Amt zugehen – besser schreiten. Welchen Weg aber will sie gehen? – Aber dann bitte im Stechschritt.

    Die neue Verteidigungsministerin Satiren-Blog

    • trithemius

      Hat sie überhaupt Söhne? Nachdem die Wehrpflicht abgeschafft ist, kommen neue Soldaten zunehmend aus der Unterschicht. Das ist schon ein bisschen gruselig, wenn die „toughe“ Frau Ministerin, angeheiratete Seidenbaronin, die Söhne aus dem Prekariat auf neue Kriegsschauplätze schickt. Lesenswert.

      • In der Bundeswehr dürfen neuerdings auch Frauen für Ruhm und Ehre auf dem Schlachtfeld des Stolzes sterben, um nachher mit Sarg und Fahne in Heimaterde beigesetzt zu werden …

        • trithemius

          Danke für den Hinweis, habs glatt vergessen.
          Wie du oben geschrieben hast von der Reduzierung des Heers der Arbeitslosen, hab ich mich glatt erschrocken, du würdest die Reduzierung durch Sarglegung meinen. Meinst du ja auch.

  5. graphodino

    … viel attraktiver als z. B. Franz Josef Strauß – Fortschritt…

    • trithemius

      Klar! Strauß trug am liebsten den Jägerhut. 😉

      • graphodino

        Das wäre in der Tat der Höhepunkt der deutsch-deutschen Entspannung geworden: FJS mit den beiden Erichs in der Schorfheide bei der Staatsjagd, anschließend Tanz (gesponsert von Jägermeister)…

        • trithemius

          Genau. Schreib doch einen Roman, in dem genau das zu Anfang passiert mit allen Folgen einer alternativ sich entwickelnden Historie. Die DDR bestünde weiter und geriete schleichend unter die Fuchtel des Klassenfeinds.

          • graphodino

            Gibts doch alles schon (wie immer!!!)! Da hat sich einer Einen an- bzw. abgesponnen in der Art „Die Werktätigen der Volkseigenen Daimler-Werke Sindelfingen überbrachten Genossen Erich Honecker zum 100. Geburtstag als Kampfesgrüße neue Bestwerte bei der Überbietung des Fünfjahrplans“ (die Delegierten schrauben unter orkanartigem Jubel die Sitzbänke ab) usw. Ich finde das jetzt natürlich nicht…

            • trithemius

              Das wäre umgekehrt, dass die BRD an die DDR angeschlossen würde.
              Außerdem gibt es wirklich nur eine begrenzte Anzahl der erzählerischen Motive. Man kann demzufolge nie etwas ganz Neues machen.
              Es geht also nicht um das WAS, sondern ums WIE.

              • graphodino

                Geschätzter Text-Teppichhaus-Direktor! Das weiß ich doch (ehrlich!), aber ich wünsche Dir trotzdem ein vorzügliches Weihnachtchen mit gutem Essen, guten Getränken, guten Worten… – und überhaupt! Häff fann!

                Herr Koske

              • trithemius

                Vielen Dank, werter Herr Koske! All das Gute wünsche ich Ihnen auch,

                Ihr Trittenheim

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