Schreiben nach der Methode Dr. Geraets

Wie schon gestern habe ich darüber nachgedacht, das Krankenhauskapitel umzuschreiben. Bin zu Fuß zur Mensa auf dem Conti-Campus gegangen und habe die Änderung in allen Konsequenzen bedacht. Jetzt könnte ich das Kapitel vermutlich einfach so runterschreiben. Lediglich im Lärm und dem Gewusel in der Mensa hatte ich Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren. Danach bummelte ich weiter in die Stadt zu einem Elektronikmarkt und kaufte einen Touchpen, weil ich den alten in Bad Godesberg verloren habe. Ein Touchpen ist ein Stift, mit dem man nicht wirklich schreiben kann. Man tippt damit auf der Tastatur des Smartphones herum und bringt Buchstaben hervor. Manche tun das mit dem Zeigefinger. Es ist keine weniger stumpfsinnige Schreibmethode. Ich habe mich schon mal darüber ausgelassen. Die Gedanken im Kopf zu ordnen, bevor man schreibt, das ist die Methode des Lütticher Staatsanwalts Dr. Rodrigo Geraets, wobei er freilich aus Misstrauen gar nichts aufschreibt. Er hat allen Grund. Weil er zu erfolgreich in der Verbrechensbekämpfung war, wurde er zu den Verkehrsstrafsachen versetzt.
Leseprobe STRABERG

Teppichhaus-Musiktipp
Lorde
Royals

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5 Kommentare zu Schreiben nach der Methode Dr. Geraets

  1. graphodino

    (… ich kenne die Lords und Lordi, jetzt kenne ich auch noch Lorde… Bloggen büldütt…)

    (… Thema leicht verfehlt – 3…)

    • trithemius

      Bis heute wusste ich von Lorde auch nichts, aber 18 Millionen haben das (zugegeben sinnlose und über weite Strecken unschöne) Video schon gesehen, vermutlich wegen Lordes Gesang.

      • graphodino

        … ich weiß nicht… soll ich mal ganz ehrlich sein (ich weiß: geht gar nicht)?… manchmal denke ich (ich pflege zuweilen zu denken – selber schuld), ich mutiere langsam wirklich zum miesepetrigem alten Sack… ich meine: is‘ ’n nettes Girl (im nächsten Leben habe ich auch so ’n Töchterchen, ha!), aber: wieso hält sich dgl. Wochen lang auf Platz 1… ist das wirklich ’ne neue Art Demokratie, die ich Knacker nicht mehr schnalle… oder was…

        • trithemius

          Hm, weiß auch nicht. Vor Jahren traf ich einen Jugendfreund wieder. Er sagte, dass es nach den Stones keine vernünftige Musik mehr gegeben habe. Das konnte ich schier nicht fassen. Ich dachte: Wo hatte der nur seine Ohren in all den Jahren. Es kommt doch immer etwas erfreulich Frisches. Abgesehen von Techno kann ich noch immer vieles gut finden.

          • graphodino

             
            … so was habe ich erwartet – retrograde Verfälschung usw., man redet von Bands der Vergangenheit und meint die eigene Vergangenheit… Strittmatter (Erwin) mokierte sich (Sinn gemäß) über nostalgische Anwandlungen der Art, Goethes Zeitgenossen hätten es gut gehabt – dabei kannten den nur paar hundert Leute in Europa (man las eher seinen Schwager)… aber – trotzdem… – ich weiß auch nicht… chch…
             

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