Volontär Schmock und der Pöbel


Der Fluch der
bösen Tat. Selten hatte das Teppichhaus so viele Besucher wie an den letzten Tagen. Und alle wollen nur das Merkel-Maurerdekolleté sehen, auch Leute, die keinen Schimmer davon haben, wie Dekolleté geschrieben wird. Das ist der Fluch von Google. „angela merkel maurerdekoltee“ funktioniert auch. Ich weiß nicht, welcher vertrackte Algorithmus dahinter steckt, aber wenn nur zu ahnen ist, was die Leute suchen, wenn ein Vollhorst einen im Tee hat und beispielsweise die Suchphrase schreibt: „Arsch und Titten sehen in der Merkel ihrem Ausschnitt“, schickt Google ihn ins Teppichhaus Trithemius. Orgxxx!

Und warum wollen das unzählige sehen? Ist das „Merkel-Maurerdekollté“ etwa ein schöner Anblick? Naja, Männer sind da nicht wählerisch. Und zweifellos haben die Exkanzler Schröder, Kohl, Schmidt, Brandt, Kiesinger, Erhard und Adenauer tittentechnisch nicht mithalten können. Obwohl, bei Kohl weiß man’s nicht. Welche Körbchengröße Kohl hat, ist nicht bekannt, zumindest hätte er ein prächtiges Maurerdekolleté vorzuweisen. Freilich würde jeder denken: Dann schon lieber Merkel. Und schlägt am Sonntag sein Kreuz drüber. Auf diese Weise hab ich mich keinesfalls für den CDU-Wahlkampf missbrauchen lassen wollen. Es war ein Fehler, den Volontär Schmock einfach schalten und walten zu lassen. Vermutlich wird er sowieso bald zur Dreckspress rübermachen. Vorher wickle ich den Kerl in Frischhaltefolie, edde sein Gesicht und schmeiß ihn raus!

Der Schmock lockt mir den Pöbel an, und der hat natürlich kein Interesse an feinsinnigen Betrachtungen, an den tollen Musiktipps, den Gif-Animationen und was sonst noch im Teppichhaus zu finden wäre. Zudem stehen die Besuche im Teppichhaus in einem umgekehrten Verhältnis zu der Interaktion in den Kommentaren. Das derzeitig spärliche Kommentargeschehen im Teppichhaus gehörte eigentlich auch auf die Liste trauriger Dinge im Beitrag von gestern.

Übrigens Pöbel. Hab mir heute wieder die Unsympathen auf dem FDP-Plakat angesehen. Bzw.die Zweitstimmenschnorrer schauten arrogant von einer Litfaßsäule auf mich herab. Sagt der feiste Haustierversicherungsvertreter: „Sicherheit für deinen Laubfrosch!“ und das böse Bürschchen neben ihm verspricht: „Ich koche ihn ein!, Hehe!“

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