AUFRUF – Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Mann?

Der Frühling ist die Zeit der Straßenspiele. Einige davon stammen aus tiefer Vergangenheit. Sie wurden von Generation zu Generation mündlich weitergegeben, weshalb es Varianten gibt. Ein einfaches aber unheimliches Straßenspiel ist “Wer fürchtet sich vor dem Schwarzen Mann?” Mir scheint, es ist in unsicheren Zeiten entstanden, war vielleicht ein didaktisches Hilfsmittel, den Kindern richtiges Verhalten bei einem Überfall auf das heimatliche Dorf beizubringen. Dann hilft nämlich keine schockstarre Furcht, sondern nur Laufen.

Spielverlauf: Einer spielt den Häscher, und die anderen Kinder stellen sich in Reihe vor ihm auf. Der Häscher ruft: “Wer fürchtet sich vor dem Schwarzen Mann?” Die anderen rufen “Niemand!”, – der Häscher: “Und wenn er kommt?”, – die Kinder: “Dann laufen wir!” – laufen auf den Häscher zu und versuchen an ihm vorbeizukommen, ohne dass er sie berührt. Wer berührt oder eingefangen wurde, muss in der nächsten Runde den Schwarzen Mann spielen. Variante: Die gefangenen Kinder gesellen sich zum Schwarzen Mann und müssen ebenfalls fangen.

A U F R U F zu einem ethnologischen Internetprojekt
Mich würde interessieren, wo das Spiel verbreitet ist oder war und ob jemand aus der geschätzten Leserschaft Varianten kennt. Über Meldungen aus dem ganzen Land, der Welt oder Galaxis freue ich mich sehr. Bitte leiten Sie die Frage an Ihr Netzwerk weiter, beispielsweise über Facebook und so. Ich möchte unter dem Motto “Ethnologie des Alltags” eine Verbreitungskarte für das uralte Spiel “Wer fürchtet sich vor dem Schwarzen Mann” mit Hilfe des Internets und Google-Maps erstellen.

EDIT: Nachweise bitte unter dem neuen Text mit Karte.

Siehe auch: Universalie Hüpfekästchen
Seiten aus: Trithemius Tagebuch
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P.S.: Ich glaube nicht, dass das Spiel durchgegendert werden muss. Oder kennt es jemand als “Wer fürchtet sich vor der Schwarzen Frau?”

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54 Antworten auf AUFRUF – Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Mann?

  1. In den 60er Jahren haben wir es in Friesland gespielt, allerdings nicht sehr oft, weil es uns zu simpel war. Ich stellte mir unter einem schwarzen Mann immer einen Schornsteinfeger vor, weil mir nichts einfiel, wovor ich Angst haben müßte bei einem schwarzen Mann, es sei denn der Ofenruß, und da auch eher die Folgen, die eine Verschmutzung hätte: Waschen.

    Ich habe ein Banner Deines Aufrufs auf meinem Blog installiert, vielleicht hilft’s ja.

  2. in der bei uns (am parkplatz, 3172 ramsau/hainfeld …) gespielten variante wurde wohl genau dasselbe gerufen, allerdings standen wir kinder bis auf den schwarzen mann jedes vor je einem auto und mussten dann die plätze tauschen. der schwarze mann stand in der mitte … und der parkplatz war rechteckig. ich geh einmal davon aus, dass wir das auch vor bäumen stehend spielen hätten können …;-)
    ps: und oft waren wir dabei lauter mädchen …

    • trithemius

      Vielen Dank für die genauen Angaben. Die Variante mit den Autos ist wohl dem Platz geschuldet, auf dem ihr gespielt habt.

  3. Ich kenne das Spiel aus meiner Heimat, Magdeburg, ebenfalls. Eine Variante des oben geschilderten war es allerdings nicht. Wobei, vielleicht doch: Wir spielten dies in einer Gartenstadtsiedlung zu einer Zeit, als Autos sehr rar waren. Da haben wir die Straße als Spielfeld und den Bordstein als natürliche Spielbegrenzung genutzt. Der Bordstein war sowieso eine wichtiges Spielutensil, wir haben zum Beispiel mit Bällen zu zweit gegenüberstehend versucht, genau die Kante zu treffen, und wenn der Ball dann zurückgesprungen kam, gab es einen Punkt und der Werfer durfte ein weiteres Mal werfen. Ach, und gesessen haben wir da natürlich auch stundenlang.

  4. Ich weiß zwar, dass es das Spiel gab. Bei uns im Viertel wurde es allerdings nicht gespielt. Beliebter war beispielsweise “Ochs am Berg”. Was nun den SCHWARZEN Mann angeht, ist er vielleicht der Mann der “Schwarzen Köchin” ; ) (Mit diesem Kreisspiel verbinde ich übrigens eine “scheißliche” Kindheitserinnerung. 1960 in Friedrichshafen am Bodensee)

    • trithemius

      Danke für die Beschreibung von “Schwarze Köchin”. Das Spiel kannte ich noch nicht. Tut mir leid, dass mein kleines Projekt dir die scheißliche Kindheitserinnerung wieder gegenwärtigt hat. Meinst du, ich kann Friedrichshafen in die Karte eintragen?

      • Ja, auf jeden Fall. Es hieß: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann, genauer: Wer hot Angscht vorm schwarza Ma.

        (Die Erinnerung bereitet mir übrigens kein Unbehagen mehr, eher Schmunzeln.)

        • Ich muss mich korrigieren: Formeln – und es ist ja eine – werden auch im tiefsten Schwabenland ziemlich nah an der Schrift gesprochen. Also: Wer hat Angscht vorm schwarzen Mann.
          Im übrigen gilt das auch für die Formel: “Ich liebe dich”, die einem eingefleischten Schwaben allerdings eher selten über die Lippen kommt, weil sie sich zwischen den Mundartsätzen pathetisch und merkwürdig unecht anhört.

          Das wäre auch mal ein interessantes Forschungsgebiet: Liebeserklärungen bei Dialektsprechern. : )

          • trithemius

            Danke für die Korrektur, werde sie in die Karte eintragen. Dass Schwaben oder Schwäbinnen nicht sehr offen sind, was Herzensdinge und -bekundungen anbelangt, haben wir ja schon mündlich erörtert. Ich weiß es auch aus persönlicher Erfahrung. Die letzte Stunde habe ich damit verbracht (vergeblich), aus meinen Unterlagen einen Zeitungsbericht über das Saterfriesische zu suchen, denn er war getitelt mit der Formel für “Ich liebe dich” auf Saterfriesisch, einem Dialekt, dem seit 100 Jahren das Aussterben vorhergesagt wird.
            Im Internet fand ich immerhin das:
            http://www.infantologie.de/love/sprache.php

  5. südliches Münsterland. Auf dem Schulhof. Zwanzig gegen einen. Und alle sind weggerannt … :(:)

    • trithemius

      Dankeschön, habs jetzt mal bei Münster angesiedelt. Bei 20 Mitspielern hats der schwarze Mann schwer, wenn alle ausschwärmen. Der Schwarm ist ja ein Schutzverband gegen Angreifer.

      • Passt schon. Dort, wo du die Nadel gesetzt hast, bin ich immer wieder mit der Leeze (Fahrrad) vorbei, um Münster aufzusuchen. In unserem Dorf wurde es gespielt und in der Nachbarkleinstadt wurde es auf dem Schulhof gespielt.

  6. Julia

    Lingen, Emsland, in den späten 80ern und frühen 90ern.

  7. Pingback: Schwarze Männer von Wien bis zur Nordsee – Netzexperiment |

  8. Na denn: meine Erinnerung geht dahin, dass ich dieses Spiel etwa als 7 bis 10 jähriges Gör in den Ferien bei meiner Tante in Syke bei Bremen gespielt habe, also um 1950 herum in einer wild zusammen gewürfelten Kindergruppe. Dann hörte es plötzlich auf, obwohl ich immer noch in den Ferien dorthin fuhr, warum, weiß ich nicht, nur dass es aufhörte, daran erinnere ich mich genau. Ich war nämlich immer die kleinste und dümmste Mitspielerin in der Gruppe und hoffte von Feriern zu Ferien dann stärker, schneller und gewitzigter zu sein, doch dazu kam es dann nicht mehr, das Spiel war auf einmal nicht mehr angesagt.
    :-)

    • trithemius

      Danke für den Hinweis. Tatsächlich haben Straßenspiele nur eine kurze Saison, wie dein Beispiel zeigt. Es ist ja überhaupt fraglich, ob heutige Kinder das Spiel noch kennen oder ob es gar nicht mehr angesagt ist. Ich spielte es in den frühen 60ern, der Tagebucheintrag stammt aus den 90ern.

  9. Heinz Fitzner beschreibt in seiner Autobiografie Rückblick (auf Seite 13) eine Variante des Spiels im Berlin der 30er-Jahre als »Keilerei zwischen zwei Mannschaften«.

  10. In den 60ern: “Schwarzer Mann” in München, Wien. – “Avete paura dell’uomo negro?” in Norditalien.
    In den 70ern: “¿Le tienes miedo al coco?” Der Coco ist der Schwarze Mann in der spanischen und portugiesischen Welt. Es heißt, die Kokosnuss (span. “e.l coco”) wurde von den iberischen Entdeckern so getauft, weil die drei dunklen Flecken auf der haarigen Kugel an einen Teufelskopf mit Augen und Mund erinnerte.

    Spannende Umfrage …

    • trithemius

      Prima, vielen Dank, Herr Wortmischer, besonders für die Hinweise auf Norditalien und die iberische Halbinsel. Ich hatte mich schon gefragt, ob es Ähnliches in anderen europäischen Ländern gibt.

      • Gern geschehen, con mucho gusto. – Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Schwarze Männer oder Cocos überall auf der Welt gibt als Sinnbild des Kinderschreckens, der den Kleinen nicht zuletzt von ihren Eltern angelernt wird, um sie einerseits etwas gefügiger zu machen und ihnen andererseits Respekt vor Unbekannten beizubringen.

        Über Asien und Nordamerika kann ich allerdings mangels eigener Erfahrungen nichts Konkretes beitragen und lediglich mutmaßen. Wäre mal interessant, ob andere Leser etwas dazu wissen.

        • trithemius

          Der Kinderschrecken ist ja im Spiel gemindert durch die trotzig frechen Antworten der Kinder. Damit sollte ihnen eigentlich eher Mut zukommen, worin der Unterschied mir zu liegen scheint zum einfachen Buhmann oder wie der Kinderschreck sonst noch heißen mag. (Das wäre eine Idee für ein anderes Forschungsprojekt, – wie der Buhmann, der Kinderschreck in allen Kulturen heißt.)

        • trithemius

          Toll, das ist doch schon mal ein Ansatz.

          • Bemerkenswert an dem Spiel ist ja, wie Kollege Wortmischer zeigt, dass es offenkundig in verschiedenen Kulturkreisen dennoch unter dem gleichen Namen bekannt ist, was auf vergleichbare traditionelle Kinderspiele nur selten zutrifft. (So heißt etwa ein und dasselbe Kinderspiel »Bäumchen wechsle dich« bereits im benachbarten Österreichischen ganz anders, nämlich »Schneider leich mir d’ Scher’« (d.h. Leihe mir die Schere)

          • trithemius

            Diese Konstanz beim Namen ist wirklich ungewöhnlich, wenn man das Alter des Spiels bedenkt (ca. 500 Jahre) und seine weite Verbreitung. Es könnte natürich auch umgekehrt gelaufen sein, dass der Name über die Jahre erst seine endgültige Form gefunden hat, die nicht mehr verbessert werden kann, weil sich unter dem Schwarzen Mann als Kinderschreck jedes etwas vorstellen kann.

    • trithemius

      Was habe ich ein Glück, eine geniale Multiplikatorin wie dich Blogfreundin nennen zu dürfen, liebe Eugene. Toll, und vielen Dank!

  11. Hilfe, durchgendern… und dann noch eine Prise Political Correctness?
    “Wer fürchtet sich vor der nicht-lichtreflektierenden Person?”

    Ich denke dieses Spiel ist ziemlich global, ich kenne niemanden der es nicht kennt.

    • trithemius

      Da sprechen Sie in der Tat ein Thema an. Darf das Spiel überhaupt noch so heißen? Muss es nicht umgetextet werden wie der Mohrenkopf?

      Möglicherweise ist das Spiel global, aber wir wissen es nicht.

  12. Ani

    Am Niederrhein wurde es auch gespielt. Aber nicht so intensiv. Meine Kindheit liegt allerdings auch 35 Jahre zurück. Ich denke, “schwarzer Mann” wird nicht im Sinne einer ethnischen Zugehörigkeit definiert. Sondern einfach synonym für “böse” verwandt. Von daher ist das Spiel auch heute noch sehr aktuell: Bring den Kindern bei, wegzulaufen, wenn ein Sexualverbrecher sie anspricht oder versucht sie in ein Auto zu zerren. Das ist doch der beste Rat den man einem Kind geben kann.

    • trithemius

      Vielen Dank. Mir ist auch erst später aufgegangen, das Schwarzer Mann auch missverstanden werden könnte. Da das Spiel aber so alt ist, wird nicht eine ethnische Zugehörigkeit vorliegen, könnte aber in neuerer Zeit so umgedeutet werden. Im Struwwelpeter beispielsweise, wird das unartige Kind zur Strafe schwarz gemacht. Können Sie “Niederrhein” genauer einschränken durch eine Stadt in der Nähe?

  13. Österreich, Steiermark, oberes Ennstal. In den 70igern. Jaha!

  14. …in meiner Kindheit (*1967) im Bergischen Ländle (Umkreis Köln) wurde “Schwarzer Mann” nicht gespielt. Allerdings ist es mir aus Kindheits-Erzählungen meiner Mutter (Siegerländle) bekannt, die es wiederum mit ihren Geschwistern (1935/1940) praktizierte (neben Seilspringen, Hüpfekästchen und Blinde Kuh).

    Meine Kindheit fand jenseits solcher rollengeordneter Spielereien Ausdruck im Kräftemessen (Klettern, Fangen, Laufen, Bogenschießen) und “Cowboy und Indianer”. Oh… wir spielten damals exzessiv “Disko”, indem wir Vollplayback jedwelche Künstler imitierten. Erinnere mich auch an Interviews – in denen derdie Moderatorin dendie Künstler interviewte… was stets auf Cassettenrekorder aufgezeichnet wurde.

    (Notiz:…ich mutmaße, dass die Eltern meiner Generation zu Rassismus-sensibilisiert/ – geschädigt waren, um dieses Spiel bei ihren Kindern zuzulassen.)

    Bewußt abrufbar habe ich den “Schwarzen Mann” durch das Buch “Wolfsfrau von Clarissa Pinkola Estés”. Die Estés beschreibt dort, dass der “Schwarze Mann” als Traumsymbol (und hierbei Synonym für einen Angriff auf die instinktive Seele) universell (!!) vorkommt. Mal wild hypothetisiert könnte das Spiel ebenso universell vorkommen und spielerisch das “sich den eigenen Ängsten stellen” darstellen und üben?!

    Interessant…!

    Beschwingt grüßt: die Falkin

    • trithemius

      Vielen Dank für die Hinweise auf verschiedene Straßenspiele. Dass “Wer fürchtet sich vor dem Schwarzen Mann?” von Eltern aus politischer Korrektheit verboten wird, habe ich zuvor noch nie gehört. Es liegt dem aber eine neuzeitliche Umdeutung zugrunde.

      Schöne Grüße,
      Trithemius

      • Nun, meine geklammerte Vermutung basiert auf diversen Aussprüchen meines Vaters, der mich stets aufmerksam machte auf (die Unnötigkeit von) Aus-Grenzungen jeglicher Art… stattgefunden zwischen 1967 und 1978. Er war und ist ein denkender und wahr-nehmender Mensch, der Geschichte nicht nur an sich vorüberstreifen ließ, sondern erlebt, ge-fühlt und überdacht hat. Ich glaube diese Art der Bewußtheit und des Bewußt-Seins ist ein zeit-loses Geschenk. Politische-Korrektheit stand da sicherlich nicht hinter, vielmehr der Respekt vor jeglicher Form von Leben. …und dieser integrierte neben der Schönheit der Lilie, den schwarzen Mann oder einen Nacktlurch ;) Auf jeden Fall werde ich den “Alten Herrn” sobald er von seiner momentanen Reise zurückgekehrt zu den “Schwarzen Männern” meiner und seiner Kindheit befragen.

        Danke für die Anregung.

        • trithemius

          Da bin ich gespannt. Das Spiel stammt jedenfalls aus archaischen Zeiten, als man weniger human über Fremde oder Andersgeartete dachte als heute.

  15. Ich, Südhesse aus dem Raum Mainz-Wiesbaden (jaja, Mainz ist in Rheinland-Pfalz) Jahrgang ’72 kann mich noch gut an die zweite Variante erinnern.

  16. Pingback: Wer fürchtet sich vor dem Schwarzen Mann? (3) |

  17. Für Hannover bestätige ich dieses Spiel sehr gern, ich bin dort geboren. Ferner für Langenhagen bei Hannover und die Wedemark. In der Schule (60iger Jahre) wurde es sogar zur Auflockerung im Sportunterricht “lehrerlich” angeordnet. Es gab Eltern, die nutzten den schwarzen Mann zur Beruhigung, wenn Kinder schlecht geträumt hatten: “Weißt Du noch?, niemand hat Angst vor’m schwarzen Mann….”, was meistens half.

  18. Michaalb

    Das Spiel kenne ich (Düsseldorf) aus meiner frühen Kindheit in den späten 60ern (was nicht heißen soll, dass es es später nicht mehr in unserer Region gegeben hat). Ich meine, dass wurde auch im Kindergarten (von den Kindergärtnerinnen initiiert) gespielt.

    Wenn ich an so Kinderspiele (ohne Ball o. ä.) zurückdenke, fallen mir neben dem “Schwarzen Mann” noch der “Plumpsack” und “Stille Post” ein – und natürlich “Fangen” und “Verstecken” – und das Spiel, den anderen möglichst schnell zum Lachen zu bringen (kenne da keinen Namen).

    Beim “Schwarzen Mann” vermute ich übrigens keine rassistische Wurzeln. Ich denke, dass das Schwarz eher für das Unheimliche steht.

    • trithemius

      Vielen Dank. Möglicherweise haben viele das Spiel im Kindergarten kennengelernt. Im Kanton Wallis wird es sogar in der Primarstufe gespielt, wie der Streit um den Namen zeigt. (Link im Basistext)

  19. Oh meine Güte, das ist mindestens 35 Jahre her, daß wir das gespielt haben, aber wir haben es auch gespielt, so wie oben beschrieben.
    Was auch viel und oft und gern gespielt wurde war Hüpfkästchen und Schlüpfergummi.
    Ah ja, das war damals noch in Suhl.

  20. Wir spielten eine “besondere” Variante dieses Spiels. Eine meiner besten Freundinnen war Pfarrerstöchterlein und verschaffte sich verbotenerweise Zugang zu den Talaren des Vaters. Den ältesten dieser Talare zweckentfremdeten wir regelmäßig, um im Pfarrhof “Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann” zu spielen. Durch das, anlässlich unserer geringen Größe notwendige, mehrfache Hochschnüren des Talars sah der Schwarze Mann jeweils wirklich recht gruselig aus.
    Ob meine frühe Abwendung von der christlichen Glaubensgemeinschaft mit diesem Kinderspiel zusammenhängt, vermag ich bis zum heutigen Tage nicht mit Bestimmtheit zu sagen.
    P.S.: der Vater meiner Freundin hat uns entweder wirklich nie erwischt, oder stand (so stelle ich mir das heute vor) milde lächelnd hinter irgendeiner Gardine des Pfarrhauses.

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