Gebt mir einen Esel – Rätselhaftes beim BootBooHook-Festival

Gestern Abend beim BootBooHook-Festival in Hannover, laut Prinz „die Perle unter Deutschlands Indie-Pop-Open-Airs“, wollte der Moderator auf der Bühne den Headliner des Abends ansagen. Er rief dem Publikum zu: „Gebt mir ein E!“
Publikum: „E!!!“
Ansager: „Gebt mir ein S!“
Publikum: „S!!!“
Ansager: „Gebt mir ein E!“
Publikum: „E!!!“
Ansager: „Gebt mir ein L!“
Publikum: „L!!!“
Ansager: „Was heißt das?!“
Publikum: „ESEL!!!“
Ansager: „Hab ich ESEL gesagt, hö hö hö?!“

Ansagen wollte er eigentlich die Gruppe: „Wir sind Helden“. War es ein Versprecher? Wollte er das Publikum „HELDEN!“ rufen lassen, aber er ist funktionaler Analphabet? Wollte er den Kick, aus tausend Kehlen zu hören, er sei ein Esel? Gibt es eine Indierockgruppe, die sich „ESEL“ nennt, und hatte er „Wir sind Helden“ mit „Esel“ verwechselt? Vielleicht hatte der Ansager eine Wette laufen, dass er das Publikum „ESEL!“ würde brüllen lassen. Vielleicht wollte er seiner neuen Flamme beweisen, was für ein cooler Typ er ist, der das Publikum jeden beliebigen Scheiß rufen lassen kann, und sie hat ihn angeschaut, mal rauf und runter gemustert und gesagt: „Dann sollen sie ESEL rufen.“ Und der Depp geht hin und macht das auch. Oder ist „Esel“ ein Codewort, ein Kosewort geradezu? Da fällt mir ein Palindrom ein, das überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat: EIN ESEL LESE NIE. Solltest du aber, Ansager des BootBooHook-Festivals, doch hier lesen, dann erlöse uns von dem Rätsel.

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