Vorsicht – Gefälschter Nettesheimplausch

Nur für Freunde

Verehrte Freundinnen und Freunde!

Aus gegebenem Anlass muss ich vor einem dubiosen Text warnen, der kürzlich im Teppichhaus erschienen ist. Vorsicht! Dieser als „Plausch“ getarnte Dialog mit Frau Nettesheim über die Papiere des PentAgrion ist eine Fälschung. Dank an Sittingfool, dem es sofort aufgefallen ist. Mehrfach habe ich versucht, den Eintrag zu löschen. Er ist immer noch da. Ich werde gleich eine Anfrage ans Hilfeblog stellen, denn wenn ich die Kontrolle über das Teppichhaus nicht mehr habe, wie soll das weitergehen?

Leise verzweifelt,
Trithemius

Hier der Bug-Report, der die Unlöschbarkeit des Eintrags zeigt:
Eintrag-wird-nicht-gelöscht

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45 Kommentare zu Vorsicht – Gefälschter Nettesheimplausch

  1. Einige Sachen lassen sich nicht löschen: Träume, Phantasmen, Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetzentwürfe

    • Da hast du leider recht, besonders was die Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetzentwürfe betrifft. So ein langes Wort ist verdammt zäh und verbreitet sich ungezügelt. Kaum hast du es in die Welt gesetzt, stehst’s auch bei mir.

      • Und es wird immer länger, so wie Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetzentwurfsvorschläge

        • Schrecklich: Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetzentwurfsvorschlags-
          referentenentwurf (musste leider trennen, passt sonst schon nicht mehr in das Antwortkommentarkastenumrandungsfeld).

          • Es ist wahrlich schrecklich, wenn Finanzmarkt-stabilisierungsfortentwicklungsgesetzentwurfsvorschlags-
            referentenentwurfsunterlagen sogar Antwortkommentarkasten-umrandungsfeldsbereich sprengen können.

            • Dabei handelt es doch eigentlich nur um den
              Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetzentwurfsvorschlags-
              referentenentwurfsunterlagenaktenordner. Der müsste doch dicke in die Antwortkommentarkastenumrandungsfeldsbereichsvorgabe hineinpassen.

              • Stimmt. Wenn nur dies ausserdem nicht ein Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetz-entwurfsvorschlagsreferentenentwurfsunterlagen-
                aktenordnervernichter wäre. Denn in diesem Fall hilft auch keine Antwortkommentarkastenumrandungsfelds-bereichsvorgabensystematisierung.

  2. Hast Du mal bei der Löschfunktionsstörungsstellenfrauenbeauftragtenvertretung angefragt, ob es sich bei dieser Löschfunktionsstörung vielleicht gar nicht um eine Störung handelt, sondern Frau Netteasheim (mit oder gegen ihren Willen) im Zuge einer Gleichbehandlungsgesetztesvorlagenentwurfsinterimslösung unlöschbar gemacht wurde – selbst wenn es sich um einen gefälschten Nettesheim-Text handelt?

    • Könntest du mir bitte die Löschfunktionsstörungsstellenfrauenbeauftragtenvertretungskontakt-adresse zukommen lassen, damit ich dort um ein Frauenbeauftragtenvertretungstätigkeitsprotokoll anfragen kann?

      • Lieber Trithemius,

        ich habe mich wirklich bemüht, aber die Vernetzung der Frauen- und sonstigen Gleichstellungsbeauftragten kommt einem Filz gleich, und sich da durchzuwurschteln….
        Ich kann dir also mit nichts Besserem dienen, als mit der E-Mail-Adresse der Bundesarbeitasgemeinschaft kommunaler Frauenbüros:

        bag@frauenbeauftragte.de

        Wenn Du da mal untertänigst anfragst, ob sie Dir als Mann im Geiste der von ihnen eingeforderten Gleichstellung mitteilen, an wen sie sich wenden, wenn bei ihnen eine Löschfunktionstastenstörung auftritt, hilft man Dir vielleicht weiter. Es könnte natürlich auch passieren, dass es Dir ähnlich ergeht wie dem Buchbinder Wanninger.

        • Herzlichen Dank, liebe cuentacuentos.

          Ich werde gleich morgen früh an die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros schreiben und mein Problem vortragen, dass ich Frau Nettesheim gerne löschen würde, aber nicht kann. Bin gespannt, ob sie mir helfen.

          Beste Grüße!

  3. Ich biete folgende Hilfen an:

    Walser, M.: Erfahrungen und Leseerfahrungen. Frankfurt a.M. 1965

    Pörksen, U.: Patikwörter. Die Sprache einer internationalen Diktatur. Stuttgart 1988

    Schiewe, J. (Hrsg.): Welche Wirklichkeit wollen wir? Beiträge zur Kritik herrschender Denkformen. Schliengen 2000

    Bei Walser ist es insbesondere der Text über „Einheimische Kentauren oder: Was ist besonders Deutsch an der deutschen Sprache“. Walser zeigt hier, wie Autoren durch die Bildung von Doppelwörtern eine bildhafte Sprache erschaffen, die eine eigene Wirklichkeit und scheinbare Wahrhaftigkeit erschaffen.

    Der inzwischen emeritierte Freiburger Linguist Uwe Pörksen beschreibt die Entstehung sog. Plastikwörter (also Wörter, die per se keinen definierten Inhalt haben – die Wissenschaftlichkeit erzeugen, ohne wissenschaftlich zu sein).

    Das von Jürgen Schiewe (Prof. für Germanistische Linguistik, Universität Greifswald) herausgegebene Buch beinhaltet linguistische Arbeiten von 8 Autoren, die – obgleich sie sehr unterschiedliche Berufe haben – alle auf Sprache als Mittel des Ausdrucks und der Beschreibung angewiesen sind.

    Lieber Jules, vielleicht findest Du dort eine Erklärung dafür, wie Frau Nettesheim entlehnt werden kann.

    • Lieber Lars,

      es wundert mich nicht, ja, es ist beinah plausibel, dass in deinen überaus wichtigen Literaturhinweisen sich ein böse verfälschender Fehler zeigt, der sicherlich nicht von dir stammt, sondern ahnen lässt, dass eine subtile Aussagenundquellenhinweisverfälschungsmaschinerie angelaufen ist, einzig mit der Absicht, nicht Aufklärung zuzulassen, sondern Verwirrung zu stiften.
      Ich will versuchen, den Fehler aufzuzeigen, und in der Hoffnung, dass wenigstens einmal das korrekte Wort sich durchschlagen kann, schreibe ich es mehrmals. Der Titel des lesenswerten Werkes von Uwe Pörksen lautet: Plastiwörter, Lastikwörter, Lassdiwörter, Plastiwörter, Plastikwörter, Platikwörter, Platiwörter, Patikwörter, —
      es ist zum Verzweifeln.

      • Da haben wir es, lieber Jules:

        Brotkrumen, über die Tastatur verteilt, einige sind in die Zwischenräume gefallen und verhindern den gewollten Erfolg – und führen gerade zu der Verwirrung, der wir doch eigentlich entkommen wollten.

        Die Frage bleibt, warum wir eigentlich so verwirrt sind, warum wir so empfänglich sind für Verschwörungstheorien aller Art und auf allen Ebenen?

        Verbales Gammelfleisch auch hier in der illusionären intimen Bloggemeinschaft?

        Alles nur ein Mordsspaß? Oder doch tödlicher Ernst? (ich kann mich nicht mehr an den genauen Asterix-Band erinnern, in dem ich dieses Wortspiel zum ersten Mal gelesen habe)

        • Meinem Gefühl nach bewegen wir uns ohne Sicherheitsausrüstung über einen sehr schmalen Grat, rechts die Wahrheit und links die Lüge, doch würden wir ausrutschen und zufällig in den Abgrund der Lüge stürzen, dann müssten wir finden, dass sich auch in den Tiefen der Lüge Tore auftun hinüber zur Wahrheit, dass da unten ein ganzer Irrgarten ist, dessen Tore lauten, Jajaneinnein, bzw.: „Mordsspaß und tödlicher Ernst“
          Daher ist es für uns am besten, wir behalten unbefangen die Balance und den Kopf oben unterm Himmel.

          Darf ich dich ebenfalls auf zwei interessante Texte hier und hier aufmerksam machen?

      • ach, lasst euch doch von pörsen pökeln oder von den wörtern plastinieren, äh faszinieren, ach was, ist das jetzt anstecknd. wozu gibt es denn eigentlich den bindestrich?

  4. Ich biete folgende Hilfen an:

    Walser, M.: Erfahrungen und Leseerfahrungen. Frankfurt a.M. 1965

    Pörksen, U.: Patikwörter. Die Sprache einer internationalen Diktatur. Stuttgart 1988

    Schiewe, J. (Hrsg.): Welche Wirklichkeit wollen wir? Beiträge zur Kritik herrschender Denkformen. Schliengen 2000

    Bei Walser ist es insbesondere der Text über „Einheimische Kentauren oder: Was ist besonders Deutsch an der deutschen Sprache“. Walser zeigt hier, wie Autoren durch die Bildung von Doppelwörtern eine bildhafte Sprache erschaffen, die eine eigene Wirklichkeit und scheinbare Wahrhaftigkeit erschaffen.

    Der inzwischen emeritierte Freiburger Linguist Uwe Pörksen beschreibt die Entstehung sog. Plastikwörter (also Wörter, die per se keinen definierten Inhalt haben – die Wissenschaftlichkeit erzeugen, ohne wissenschaftlich zu sein).

    Das von Jürgen Schiewe (Prof. für Germanistische Linguistik, Universität Greifswald) herausgegebene Buch beinhaltet linguistische Arbeiten von 8 Autoren, die – obgleich sie sehr unterschiedliche Berufe haben – alle auf Sprache als Mittel des Ausdrucks und der Beschreibung angewiesen sind.

    Lieber Jules, vielleicht findest Du dort eine Erklärung dafür, wie Frau Nettesheim entlehnt werden kann.

  5. Ich würde mich an deiner Stelle mal an den Plauschblogeintragsfälschungsmeldestellenbeauftragten wenden und eine Plauschblogeintragsfälschungslöschungshilfeanfrage an ihn richten!

  6. und für mich keine vokale…

  7. Googele hat über 45 Millionen Hinweise auf das Suchwort löschen! Probiere es mal da, vielleicht können die helfen:

    Löschen
    Sie suchen Löschen?
    Wir haben es für Sie. Bestellen!

    http://www.shopping.com

    • Gefährlicher Link. Hab den angeklickt, und sofort will man mich aushorchen.

      Lauschangriff

      • powered by FORESEE: – wer glaubt denn da noch ein Zufall? Da ist die Prophezeiung am Werk…

        • Und fragt auch noch, „Fortsetzen“ oder „Nein danke“. Fehlt da auch ein Komma zwischen Nein und danke. Offenbar sind Kommata laut Vorsehung eine bedroht Art. Kein Wunder, mache pudern sie wie mit dem Pfefferstreuer über ihre Texte. Und wo sie dann echt gebraucht würden, sind alle alle.

          Übrigens wurde mir gerade mitgeteilt, dass dieser Eintrag „Nur für Freunde“ öffentlich sichtbar ist. Wir müssen uns also sowieso vorsehen.

  8. aha …

    liebe Grüsse
    Karen

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