Nachrichten aus der Teppichhausredaktion (5) – Jammern

Hier die NachrichtenHehe, die EU fürchte das Scheitern der Rettungspakete, denn die Banken nehmen zwar die Kohle, vergeben aber keine Kredite, höchstens zu „abnorm hohen Preisen“, berichtet die Financial Times Deutschland. Und weiter: „Nach Auffassung von EU-Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia müssten die EU-Regierungen mehr Druck auf die Banken ausüben, damit die Kreditinstitute die Staatshilfen an die Wirtschaft weitergeben.“ „Müssten“ sie. Tun sie aber nicht. Die Bundeskanzlerin beispielsweise hat die Bankenchefs zu sich eingeladen und gesagt: „Sie waren in den letzten Jahren gierig, verantwortungslos und nur an Ihrem eigenen Wohlergehen interessiert, würden Sie bitte damit aufhören? Nein? Sie können gar nicht anders? Na gut, dann ist die Sache für mich erledigt.“ Die Folge: Die Hausbank von Herrn Breier hat das Gnadengesuch für Laatzen abgelehnt:
Enttäuschter-Herr-Breier

„Wenn man als
internetaffiner Mensch in Deutschland wohnt, aber sich trotzdem für Politik und Staatswesen interessiert, dann entzündet sich leicht die für Enttäuschungen zuständige Hirnregion. Nicht nur, weil im Netz die Fallhöhe zwischen Barack Obama und Angela Merkel ungefähr der ihrer Herkunftsorte Chicago und Uckermark entspricht“, jammert Internetexperte Sascha Lobo über seine entzündete Hirnregion. Wer mal Werbetexter war, weiß natürlich, wie man die Leute nach Strich und Faden für dumm verkauft. Gewiss könnte Lobo als internetaffiner Propagandaminister allerlei bewegen. Ich finde aber, dass die Podcasts von Bundesabwrackkanzlerin Merkel schon ziemlich gut gemacht sind.
Angela-Merkel-podcastTonausfall-in-ganz-DtschldWenden wir uns kurz den schönen Dingen zu. Gestern habe ich rein zufällig einen überaus schillernden Satz gelesen, hinter dem sich ganze Welten verbergen: „Herr Zettelmann ist auf Forschungsreisen.“ Falls du das gar nicht glauben magst, lies selber nach und komm später nochmal hier vorbei. Danke!

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24 Kommentare zu Nachrichten aus der Teppichhausredaktion (5) – Jammern

  1. Was denn! Jetzt ist die? Die „Stunde der Wohnambiente-Kenner“?!? Herrjeh, dabei habe ich gerade gar keine Zeit; – in der Küche (Entschuldigung: im cuisinalen Ambiente) simmern die Kartoffeln! Die brauchen noch mindestens 10 Minuten. Na, da kann ich Frau Merkel noch ein bisschen zusehen, wie sie den Bankerboys die Milliarden hinten reinschiebt. – Köstlich!

    • Keine Sorge, meine Liebe, wie ich Herrn Brenner aus den Medien kenne, wird er die „Stunde der Wohnambiente-Kenner“ nach hinten raus verlängern. Sie dauert ja sowieso schon einige Wochen.

      Drum lass dir in Ruhe die gewiss köstlich gesimmerten :)) Kartoffeln schmecken.

      • seufz. und wiederum hast du recht, rechtredender jules!

        manchmal wünschte ich, du hättest nicht soviel recht in diesen themen, da es nur zeigt, wie un-recht hierzulande moralische gesetze gebrochen und dabei vielen am tiefen ende der schere sitzenden der stiefel der gierigen verwegenheit ins hoffende gesicht geschoben wird. mal sanft, mal stärker. ein tritt ist es dennoch.

        hinzufügen kann ich, dass im querfurter kreisblatt, und zwar im jahre 1866, tatsächlich die banken ihre jahresberichte und bilanzen öffentlich und für alle zur einsicht in die zeitung setzten. „die gute alte zeit“, entfleucht mir gerade eine verstaubte floskel…

        …nein, nein, der heutige adel braucht keinen entsprechenden titel, den hat er schon längst, zB. im grundbuch fleissiger bürger…

        …wo war den gleich mein altes kreisblatt… mal schauen, was das wetter sagt, im jahre 1866…

        gute nacht, und liebe grüsse!
        jenne

        • Ja, und ich erst, lieber Jenne, grad will ich mal was Lustiges schreiben, schwupp, heißt es: „Ne, das geht nicht, du musst die Dinge beim Namen nennen …“ Darf ich denn wenigsten ein bisschen Humor und so, frage ich dann. „Na gut, aber vergiss nicht deine Verantwortung fürs Weltgeschehen …“, na und so weiter und so weiter. Immer dasselbe Lamento in meinem Kopf. Und ich weiß: Damit macht man sich nur unbeliebt.

          Danke, dass du trotzdem gelesen hast, grüßt dein krisengeplagter
          Jules

          • in der gruppe ertragen sich krisen besser, lieber jules. vielleicht sollten wir einen „lasst die krise doch in ruh e.V.“ gründen. :>>

            meine krisen sind auch noch ein wenig unübersehbar, jedoch mein optimismus ebenfalls. und schon ist die waage in waage.

            liebe abendgrüsse, jenne

  2. hm…teppichhändler….hm…
    da fallen mir immer diese werbewurfsendungen ein…60%-70%-80%…120%
    lockt doch wirklich keinen mehr hinterm ofen vor

    eigentlich sind politik und teppichhandel ja gleich…
    alles muss raus,wir renovieren und fangen ganz von vorne an, sagen ja beide,alle jahre wieder,wegen renovation/kabinettsneubildung (altes gegen altes austauschen)
    liest sich also eher wie ein rennender witz 😉

    • In der Titanic gab es mal eine hübsche Serie zum Thema „Werbung der Teppichhändler“. Da wurde alljährlich der Scheherazade-Preis verliehen, denn erfunden haben diese Form der Werbung mittels rührseliger Geschichten ja die levantinischen Teppichhändler.
      Übrigens stand am Anfang dieses Blogs auch so ein Prospekt. Den habe ich damals für meine Zwecke umgeschrieben und einen Ausverkauf der schlechten Gefühle gemacht.

  3. Hiermit meißele ich meine Worte in Granit: „Nimmer verdient, Schicksal zu heißen, bloß weil er geschehen, der Blödsinn.“ Na, wer findert raus, woher ich das geklaut habe?

    • Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch, passt immer wieder hervorragend. 🙂

      @Jules: Wiederum sehr gelungen, man darf nicht aufhören, salziges Öl in die Wunden zu gießen! Oder so ähnlich…

    • Dankeschön für das Rätsel, lieber Rolf. Und danke für die Lösung, lieber Spieler7. Leider, muss man ja hier sagen, sind solche Rätsel im Internet gar keine, denn man muss ja nur die Zeile bei Google eingeben, und schon hat man die Lösung.

  4. eben hatte ich’s einmal, dass Frau Mä passende Bewegungen zu „holen sich einen dr… “ machte… Du hast es wieder sehr treffend hinbekommen, beide Seiten des Wortes „Unterhaltung“ darzustellen.

    • Den Text habe ich erst nachträglich gemacht, und hatte ich keine Lust, die ganze Animation nochmal neu zu machen. Aber so ist’s dann auch witzig, wenn Text und Bild mal zufällig synchron sind. Beim nächsten Merkel-Podcast dann besser, damit die Unterhaltung beidhändig gelingt. 😉

      • och, ich find das gar kein Manko mit den zwei Einzelteilen. So kann man der Zappelmärklin schliesslich auch schnell mal nen anderen Sprechtext daneben tun, und sie als dekorative „ohne Ton“ Briefmarke geschmackvoll in alle möglichen Themen einfügen.

        Gerade sagte sie „rede mir den Mund zu fusseln“, machte dann „huix huix huix“ und sagte danach „und das alles hilft gar nüscht“…

        In der nächsten Runde machte sie diese Bewegung dann zu „ich habe ihnen ein fettes Finanzpaket geschnürt“.

        Doch, das is Theater vom Feinsten! Auch und gerade wegen der Trennung. Kann man schön gucken, welche Bewegung besonders prima „dazu“ passt :>>

        Und das zarte Schulterballett beim „hupp hupp hupp“ ist auch nicht schlecht.

  5. lieber jules, teppichhäuser werden doch dauernd in den ruin getrieben. egal ob von zollämtern, banken oder sonstwem. es ist doch nahezu immer räumungsverkauf.

    ABER: kannst du nicht mal ein gif machen mit einem rap aus schröder und bundesangi? weil…das säh bestimmt cool aus, der schröder, der immer die arme hochreist und merkle mit ihren kreisenden unterbrustbewegungen :>>

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