Zirkus des schlechten Geschmacks – Kain Geld schleeecht

2-KostenverursacherIm Supermarkt an der Kasse stöhnte gestern eine Kassiererin auf, als ein arroganter junger Mann für einen Einkauf von 8,78 EURO seine Plastikkarte hinhielt. Ob sie sich freue, fragte der Jüngling launig. „Nein, da könnte ich reinbeißen“, sagte sie und schob die Karte demonstrativ zähnebleckend zum Mund. Derzeit sind die Kartenzahler zum Glück noch eine trotzige Minderheit, denn sie halten alle anderen auf. Ach, und wie hübsch ist es, wenn die Karte dreimal durch das Lesegerät gezogen werden muss, bis sich endlich etwas tut. Da ist mir ein altes Mütterchen lieber, das mit zusammengekratzten Cents bezahlen will oder sogar der Kassiererin das Portemonnaie reicht und um Hilfe beim Zusammenklauben bittet. Es hat etwas erfreulich Menschliches.

Damit soll bald Schluss sein. Kürzlich hat das Vorstandsmitglied der Bundesbank, Hans-Georg Fabritius, das Ende des Bargelds vorausgesagt, berichtet die Aachener Zeitung. Fabritius ist bei der Bundesbank zuständig für Zahlungsverkehr, muss also wissen, was die Banken im Schilde führen. Derzeit tüftle man an einem Bezahlsystem mittels Handy, schreibt die AZ, denn Bargeld ist den Banken einfach zu teuer. „Wer an der Kasse Scheine und Münzen hervorkramt, verursacht Kosten von 30 bis 55 Cent.“

Uff, da muss ich erst mal setzen. Wir verursachen also Kosten, wenn wir beim Bezahlen echtes Geld in die Hand nehmen wollen? Zur Erinnerung: In den 60er Jahren wurden die Löhne und Gehälter noch bar ausgezahlt. Dann warben die Banken massiv mit einem kostenlosen Girokonto. Und als sie das Monopol auf die Lohn- und Gehaltszahlungen hatten, führten sie selbstverständlich Gebühren ein. Damit kippte die Sichtweise. Der Kunde ist seither nicht mehr König, sondern Kostenverursacher. Er hängt am Tropf der Banken. Wer kein Girokonto hat, ist in unserer Gesellschaft ein Paria. Für Unternehmen und Behörden existiert er gar nicht, weshalb man eigentlich ein Grundrecht auf ein Konto einführen müsste. Wenn erst einmal das Bargeld abgeschafft ist, dann wird es nicht anders gehen. Sobald die Geldinstitute uns ein neues Bezahlsystem aufgeschwatzt haben, das ja ach soviel preiswerter sei als Bargeld, sobald sie das Monopol auf Zahlungsmittel haben, dann wird ihnen einfallen, dass die Kosten doch immens sind, und dann können sie nach Lust und Laune Gebühren abzocken. Sie stehen dann immerzu wie Zolleintreiber zwischen dir und deinem Geld und verdienen an jedem Zahlvorgang.

Unglaublich, wie schnöselig man aus den Vorstandsetagen auf uns hinunter schaut. Vorstandsetagen liegen wohl zu hoch oben im Gebäude. Von dort sehen die selbsternannten Leistungsträger ein ameisenhaftes Gewusel von verfluchten Leistungsempfängern und Kostenverursachern. Denen muss noch beigebracht werden, dass sie mit ihren überzogenen Ansprüchen die Volkswirtschaft ruinieren, im Zirkus des schlechten Geschmacks.

Tyz nic nie ma, ani za pierona i nudno jak cholera i tyz kupa ludzi cie nie rozumie.
Liebe Lesererin,

diese gut Teil von Text in dein teppichhaus trithemius ist gemacht in billig Land von Ost-Europa. Heute in: Schenes Polen. Kurva!!! Warum machen Witz in teuer Tepppichhaus, wenn hinter Grenz du billig Witz haben kannst. Wir machen billig witz selbst und stehl gut witz aus ganze welt. Und geben gut lebenshilf.

Heute Thema: Kain Geld.
Jeder weiß, du auch, viel Geld prima gut, kain geld schlächt. Unten schön fotografia von bank, wo noch geld gibt. (Mehr Bild aus dein Ort, du gut baldowern in Internät)

Herzlich kurva!
Dein
Hier Geld

Foto, Fotomontage, Text: Trithemius
Geklaute Fotos (Geldkoffer, Geldinstitute): Stanislaus

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