Aua, Web 0.0 im Kopf

Weil er sonst keine Beschäftigung hatte, schrieb Bernd Graff, leitender Kulturredakteur der Süddeutschen Zeitung, „Ein Plädoyer für eine Wissensgesellschaft mit Verantwortung“, veröffentlicht in der Wochenendbeilage der SZ vom 8./9. Dezember 2007 unter dem Titel „Web 0.0“. Das Internet mit seinen Foren, Weblogs und den Versuchen des Graswurzeljournalismus sei, so findet Graff, in der Hand von Idiotae. Halbgebildete Laien wollten „aus Idealismus“ oder „weil sie sonst keine Beschäftigung haben – eine Rolle in der allgemeinen Informationsbildung übernehmen.“ Und weiter:

„(…) Sie zerfleddern – wie es gerne auch wir Zeitungsmenschen tun – jedes Thema. Sie tun dies aber oft anonym und noch öfter von keiner Sachkenntnis getrübt. Sie zetteln Debattenquickies an, pöbeln nach Gutsherrenart und rauschen dann zeternd weiter. Sie erschaffen wenig und machen vieles runter. Diese Diskutanten des Netzes sind der Diskurstod, getrieben von der Lust an Entrüstung. (…) Warum aber sollten Menschen, die lediglich neue technische Möglichkeiten nutzen, etwa um ihre Poesie-Alben zu veröffentlichen oder um ihrer Trauer über kaputte Computer Ausdruck zu verleihen, warum sollten diese Menschen Produktionsbedingungen für Medien diktieren und Meinungsführerschaft beanspruchen? Ist die produktive Vernetzung von wandelbaren sozialen Identitäten schon deswegen gegeben, weil jemand ein Chatprogramm anschmeißen kann oder sich in einem Blog wenigstens selbst beweist, dass er ja bloggt, also irgendwie noch lebt? (…)“

Seit Mitte der 90er Jahre hat sich in der Presselandschaft ein enormer Anpassungs- und Fusionsdruck aufgebaut, dem etwa 30 Prozent der fest angestellten Journalisten zum Opfer fielen. Die Presse muss sich die Anzeigenetats zunehmend mit dem Internet teilen. Zudem brechen weite Teile der Leserschaft weg, denn wer in wirtschaftliche Nöte gerät, kann sich kein Zeitungs-Abonnement mehr leisten. Viele Leser beziehen ihre Informationen aus den kostenlosen Online-Ausgaben der Zeitungen. Da wundert es nicht, dass die meisten Printjournalisten im Web 2.0 eine Bedrohung sehen, und in diesem Zusammenhang ist auch Graffs polemisches Lamento zu verstehen.

aufmerksamer BildleserZunächst ist zu fragen, ob denn das Printmedium den von Graff reklamierten Ansprüchen noch genügt. Wirtschaftliche Zwänge führen nicht nur zum Arbeitsplatzabbau in den Redaktionen, sie beeinträchtigen auch die von Graff beschworene Qualität der Information. Der unbearbeitete Abdruck von Material der Presseagenturen nimmt zu, weil Zeit und Personal für eigene Recherchen fehlen. Und immer öfter erliegen Journalisten dem wachsenden Konkurrenzdruck und ergehen sich in sensationsgieriger Berichterstattung und Meinungsmache.

Zu den Printmedien gehören auch die Publikationen der Dreckspresse, und wer in deren Diensten steht, muss sich mit Fug und Recht einen Schmock nennen lassen, einen gewissenlosen Journalisten, für den nur die Auflage seines Blattes zählt.


Bernd Graff schreibt für
eine große und journalistisch gut gemachte Tageszeitung. Das allein berechtigt ihn nicht, auf einem hohen Ross zu sitzen. Er wird nicht bestreiten können, dass der verantwortungsvolle Journalismus häufig dort endet, wo er mit den wirtschaftlichen Interessen eines wichtigen Anzeigenkunden kollidiert oder nicht in die vom Verleger vorgegebene politische Ausrichtung passt. Einem eventuell drohenden Arbeitsplatzverlust begegnet der einfache Redakteur mit dem inneren Zensor. So steht die Freiheit des Journalismus in vielen Fällen nur auf dem Papier.

Wer für eine Zeitung schreibt, wird rasch erkennen, dass die Gepflogenheiten und Machtverhältnisse in der Redaktion ihn zum Stilisieren, Frisieren und Ondulieren von Informationen zwingen, hier zu kleinen Verfälschungen, dort zur einseitigen Gewichtung, Verkürzung oder Unterschlagung von Sachverhalten. Der Journalist bereitet eine nur subjektiv erfahrbare Wirklichkeit für Zeitungsleser auf, und allein diese Tatsache bringt mit sich, dass jede Zeitung neben überprüfbaren Fakten auch fiktionale, dichterische Elemente enthält.

Wie journalistisches Schreiben funktioniert, lässt sich an Graffs hochtrabendem Rundumschlag ablesen. Er ist genervt von einem Medium, das seinen Berufsstand der Informationsoberhoheit beraubt und in seiner Existenz bedroht. Und so lenkt er seinen schrägen Blick und die Aufmerksamkeit des Lesers auf die negativen Erscheinungen dieses neuen Mediums, klagt eine Qualität ein, die ein Medium in seiner Gänze nicht haben kann. Dabei unterschlägt er, dass auch die Zeitung lange Zeit gebraucht hat, bis sich ihre Standards entwickeln konnten. Und er unterschlägt, dass eine ganze Reihe von Printerzeugnissen noch heute diesen Standards nicht genügen, einige sogar bewusst ablehnen, wie am Beispiel der Bildzeitung zu sehen, die sich erst kürzlich voller Hohn über eine Rüge des Presserates hinweggesetzt hat.
und wir wollen es nicht wissen

„Web 0.0“, das ist Betrachtung eines Mediums durch die Abtrittsbrille. Wer das tut, sieht nur Anrüchiges, und das in Mengen. In diesen Topf muss sich der bloggende „Idealist“ nicht werfen lassen und auch nicht, wer „sonst keine Beschäftigung“ hat. Denn unabhängig von den je subjektiven Beweggründen nutzt er ein neues Medium, testet dessen Möglichkeiten aus und erkundet schreibend, gestaltend und lesend publizistisches Neuland. Das ist weit mehr als keine Beschäftigung zu haben, mehr als ein morgendliches Wiederkäuen der Tageszeitung und noch mehr als sich täglich über viele Stunden vom Fernsehen das Gehirn waschen zu lassen.

Natürlich ist zu fragen, welche Standards im Internet gelten sollten. Doch es ist müßig, sie auf alle Erscheinungen anwenden zu wollen. Wer ein Blog als digitales Poesiealbum betreibt, ist außen vor, denn er erhebt damit nicht den Anspruch, die Welt zu benachrichtigen, auf dass sie sich danach richte. Das gleiche gilt für jene, die ihrem Weblog fremdes Material von Youtube oder sonst wo verbreiten, wie man früher Sammelbildchen und Urlaubsdias herzeigte oder wehrlose Gäste zwang, die Plattensammlung anzuhören. Der Unterschied: Der Gastgeber erhebt keine Forderung, sein Blog ist nur ein Angebot, das man übergehen kann, ohne ihn zu kränken. Wer jedoch Informationen sammelt, aufbereitet und verbreitet, wer sich am öffentlichen Diskurs beteiligen will, sollte es mit Verantwortungsbewusstsein und Umsicht tun. Er ist trotzdem wesentlich freier als ein Journalist in den Printmedien, muss keinem Ressortleiter genügen, sich nicht fremden Einflüssen unterwerfen, ist allein seinem Gewissen verantwortlich.

Es bestehe, „meine Lieben“, ein Qualitätsgegensatz zwischen Printmedium und dem Internet, sagt Graff. Was denn sonst? Das Teppichhaus hat zum Beispiel keinen Korrespondenten in der Inneren Mongolei, kann auch nicht darüber berichten, wann und wo in China ein Sack Reis beinahe umgefallen wäre. Als mein eigener und alleiniger Redakteur kann ich mich auch nicht einer so brennend wichtigen Frage widmen wie: „Welcher Promi ist am meisten öko?“ oder der wichtigen „Geschmacksfrage“ von Paris Hilton – Braucht Angela Merkel blonde Strähnen? Schon weil ich diese Sprache so scheußlich wie derlei Themen finde, bleibt mir der Weg in den Qualitätsjournalismus der Printmedien leider verschlossen.

Seltsam, an dieser Spirale des Hirnrisses dreht Graff fleißig mit, denn er gehörte zu den Gründungsredakteuren der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung und ist nach wie vor mit ihr beschäftigt. Die Antwort auf das Internet besteht bei der Süddeutschen zunehmend im Web-0.0-Journalismus. Die Online-Ausgabe wird offenbar von Idiotae für Idiotae gemacht. Vielen Dank! Man muss sie nicht lesen.

Trithemius

Dieser Beitrag wurde unter Teppichhaus Intern abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

0 Kommentare zu Aua, Web 0.0 im Kopf

  1. Die Blickrichtung von Graff halte ich für beachtenswert: »Wollen wir uns nur über die paar Gala-Vorstellungen freuen, wenn Fehlinformation, Denunziation und Selbstdarstellung das Tagesgeschäft der Laufkundschaft im Netz ist?«

    Leider ist es doch in Blogsdorf weitgehend so, dass kaum eigene Gewächse kultiviert werden. Vielmehr sind es allzu häufig Spamschleudern und Wiederkäuer, die das Bild bestimmen und die Hitparaden anführen. Von den häufigen Denunziations- und Mob-Einträgen möchte ich gar nicht erst sprechen.

    Dein Teppichhaus zählt zu den wenigen Ausnahmen, lieber Jules, aber es ist absolut untypisch und kann den in der Journalistenzunft immer noch begründeten Argwohn gegen Blogger leider nicht entkräften.

    • Wollen wir nicht, lieber Rupi. Daher müssen Standards diskutiert werden. Man kann von einem neuen Medium nicht erwarten, dass sie sich so rasch und ohne weiteres einstellen.

      Ich teile die Ansicht nicht, dass mein Teppichhaus absolut untypisch ist. Allein im meinem Freundeskreis befinden sich viele Blogger, deren Texte lesenswert sind und über alberne Boulevardthemen hinausgehen. Was die „Widerkäuer“ betrifft, so sehe ich darin nichts Schlimmes. Es ist nichts gegen die Hitlertagebücher des STERNS, nicht gegen die sensationsgeile Berichterstattung der Boulevardpresse und nichts gegen die tendenziöse Ausrichtung vieler „seriöser“ Publikationen.

      Qualität lässt sich in Blogsdorf nicht herbeizitieren, sondern sie muss wachsen. Hier kommt auch den Plattformbetreibern eine Verantwortung zu. Solange sie „empfohlene Blogs“ nur über einen dubiosen Algorithmus ermitteln, der irgendwelche Quantitäten misst, geben sie die Richtung vor. Viele unterwerfen sich diesen Quantitätsmaßstäben, und das beeinflusst auf negative Weise ihr Schreiben. Deshalb ist zu befürchten, dass eine derart strukturierte Plattform bald im Wischiwaschi-Orkus versackt, was aber nicht grundsätzlich gegen das Medium spricht.

      Ich habe Verständnis für den Argwohn der Journalistenzunft. Sie befindet sich in der unerquicklichen Lage, ein neues Medium dulden zu müssen, das ihnen einen Teil der Aufmerksamkeit streitig macht. So ging es auch den Filmschaffenden, als das Fernsehen aufkam. Doch es nutzt ja nichts zu lamentieren. Das Internet ist nun einmal da und verändert die mediale Welt.

    • Zu dieser Argumentation, die ich bislang auch teilte, kommen mir inzwischen zwei Fragen:

      a) Widerspricht die Forderung nach Regie durch den Blogbetreiber nicht eigentlich dem 2.0-Gedanken des selbstbestimmten Bloggers?

      b) Spiegelt die immer wieder diskutierte »Empfehlungsliste« vielleicht Blogsdorf und das hier herrschende Niveau wider?

      • Nebst den Punkten, die du erwähnst, wird auch immer mehr, das Gesetz eine Rolle spielen:

        http://chaiyo.blog.de/2007/12/13/ein_interessante_beitrag_blogger_aufgepa~3440047#comments

        Das wird zwar die Qualität nicht beeinflussen, aber die Freiheit, die ich bei Web 2.0, die Freiheit die ich so Schätze.

        pocemon

      • Zu a) Wer „empfohlene Blogs“ auf seine Startseite setzt, muss sich fragen lassen, nach welchen Kriterien diese Auswahl zustandekommt. Sind diese Kriterien rein mechanischer Art, erhebt sich die Frage, wer denn hier überhaupt Blogs empfiehlt. Schreibt eine Zählmaschine vor, was Menschen empfohlen wird und prägt dadurch ihr Verhalten? Das ist absurd, pure Willkür und widerstrebt dem menschlichen Freiheitsbegriff, egal ob im Internet oder im fassbaren Leben.

        Selbstverständlich nehmen die Blogbetrieber bereits jetzt eine Regie vor, denn sie bestimmen schließlich das qualitätsmindernde Auswahlverfahren. Es entspricht offenbar ihren Vorstellungen.

        Zu b) Im gewissen Sinne hat die Empfehlungsliste eine steuernde Funktion. Sie steuert mehr oder weniger das Publikationsverhalten von Bloggern und auch die Neuzugänge, denn mancher, der Orientierung sucht und die „empfohlenen Blogs“ anklickt, wird unter Umständen freudig ausrufen: „Das kann ich auch!“ Menschen mit Verstand und anderen Vorstellungen sind von manchen „Empfehlungen“ eher abgeschreckt und werden nicht bloggen, sondern Bernd Graff zustimmen.

        • Dann komme ich zum wiederholten Mal mit meinem Vorschlag, die ganze Abteilung »Empfohlene Blogs« ersatzlos zu streichen. Es würde darüber keine Diskussion mehr geben, niemand fühlt sich herab gesetzt oder beleidigt. Auch die Steuerfunktion, an die ich nicht glaube, wäre perdu.

          NUR: An den Inhalten der Blogs ändert auch das kein Jota, und somit würde Herr Graff in seinem Urteil letztlich wieder bestätigt.

          • Es ist doch stets die Frage, wohin man blickt. Das gilt für alle Medien. Wenn Herr Graff sich im TV nur 9Live anschauen würde, denn fiele sein Urteil über das Fernsehen auch vernichtend aus. Man muss sich schon die Mühe machen, zu sichten, worüber man schreibt. Pauschale Kritik an einem Medium ist jedenfalls kein sauberer Journalismus und eigentlich zu nichts zu gebrauchen, allenfalls als Thema für den Journalistenstammtisch.

          • Ersatzlos streichen?!? Und wie soll man danach „Schwanzvergleich“ betreiben?!? 😉

  2. Nach diesem Anspruchsvollen Text und den 3 auch hochstehenden Kommentaren, bin ich Sprachlos. Das Thema interessiert mich und ich bin davon angesprochen, aber ein weiterer Kommentar zu schreiben, braucht Zeit und Ruhe.

    Trotzdem möchte ich eine, erste Spur hier hinterlassen.
    Wie der Wolf, der an die Bäume Uriniert.

    Seit Wochen habe ich, in meinem Ablageblog, diesen Text:

    Böses Internet!

    Das behauptet zumindest
    Frank Schirrmacher ,
    Herausgeber der Frankfurter
    Allgemeinen Zeitung (FAZ)
    anlässlich der Verleihung des
    Jacob-Grimm-Preises für
    deutsche Sprache. Das Internet
    sei eine Gefahrenquelle
    und bedrohe die Seelen deutscher
    Kinder sowie den Qualitätsjournalismus.

    «Die Zeitung
    liefert eine Haltbarkeit
    von mindestens 24 Stunden,
    und in ihren Kommentaren,
    Rezensionen und Kritiken
    will sie sogar vor der Nachwelt
    bestehen.»

    Es ist keine Antwort, aber die Meinung von Frank Schirrmacher.
    Ich teile diese Meinung nicht!
    Hier das „Original“ und 4 Kurzmeinungen:

    http://ablage.blog.de/2007/11/01/title~3231655#comments

    Zum Schluss, von dieser, ersten Reaktion noch folgendes:

    Günther Grass, hat vor vielen Jahren, für die SPD die Werbetrommel gerührt. Während Wochen hat er Vorträge, in ganz Deutschland, gehalten.

    Dabei wurde auch Geld gesammelt, der Grund war „Bücher für die Bundeswehr“. Es ging darum, dass man einigen Kasernen, eine Bibliothek spenden wollte.

    Ein Satz von Grass habe ich im Ohr: „Wir wollten Bücher für die Bundeswehr, neben der Bibel soll auch das Kapital und die Gedanken von Mao zu finden sein“.

    Wenn ich zum Kiosk gehe, finde ich die NZZ, die FAZ, aber auch die Bild.

    Bei Blog.de finde ich Blogs, wo ich den Text kaum verstehe, weil ich nie an der Uni war und Blogs wo die Sex-Bilder mich zum Erröten bringen und Schwärmereiein für Tokio Hotel.

    Ich finde das gut so, ich habe die Maus im Griff und ich habe den Knopf, damit ich mein PC abstellen kann und zu einem Buch greifen kann.

    Noch besser: Ich gehe meine Hündin spazieren.

    pocemon aus dem dadaland schweiz

    • Diesen vor ein paar Jahren eingeführten Begriff vom »Qualitätsjournalisten« hat mir mal ein FAZ-Schreiber um die Ohren gehauen, weil ich eine Operninszenierung verrissen hatte. (Er hat sie bejubelt). Eine solche Differenzierung hat es in der Branche früher nie gegeben, wir unterscheiden uns in der Praxis nach Medien: Print, Hörfunk, Fernsehen, Online usw. Da gibt es natürlich erhebliche Unterschiede, aber eine Unterscheidung nach Qualität ist dünkelhaft, zumal sie an das Medium gekoppelt wird, in dem der Schreiber seine Spuren hinterlässt.

      • Unterschiedliche Medien und unterschiedliche Zielpublikum.
        Das gleiche Medienhaus kann ein Kulturradio und ein Jugendradio haben. Die Sprache und die Musik sind sehr unterschiedlich. Es bleibt Radio und es bleiben Radiohörer.

        poc

  3. Lieber Jules,

    Qualitätsunterschiede muß es geben weil es auch unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen gibt. Wenn ich z.B. wissen wollte was an den Stammtischen diskutiert wird würde mir eine Zeitung aus dem obersten Qualitätsniveau recht wenig nützen da wäre ich mit Blättern aus dem unteren Bereich besser bedient
    aber so neugierig das ich mir eine BILD antue bin ich dann doch nicht 😉

    Blog-Communitys sind ein Spiegelbild der Gesellschaft daher ist es gut das es dort eine freie Mischung gibt. Das besondere hier ist doch das sich die unterschiedlichsten Menschen begegnen – die oft im realen Leben nie in Kontakt kämen.

    derinderFreizeitkeineStandardsbeachtenwollende reinhold

    • Ich bin ganz deiner Ansicht, lieber Reinhold. Es wäre schon viel gewonnen, würde man nicht ständig Äpfel mit Birnen vergleichen. Es gibt innerhalb jedes Mediums sehr unterschiedliche Qualitäten, die verschiedene Ansprüche bedienen. Daher ist es nur sinnvoll zu fragen, was und wie jemand etwas sagt und nicht danach zu urteilen, welches Verbreitungsmedium er benutzt. Darauf hat ja auch Rupi weiter oben hingewiesen.
      Ein wichtiges Element des Blogs sind der soziale Kontakt und die gegenseitige Anregung. Davon hat Graff nichts gesagt.

      Ich nehme an, du beachtest auch in der Freizeit Standards, denn du bloggst ja absichtsvoll und mit Bedacht. Jeder sein eigner Redakteur. Das ist einerseits prima, andererseits auch eine Last, denn für alles steht man persönlich ein und kann sich nicht hinter der Redaktion einer Zeitung verstecken.

      Beste Grüße
      Jules

  4. applaus lieber trithemius, applaus!

    du hast wirklich alles erwähnt, was zu diesem thema auf meinen fahnen geschrieben steht! vielen dank für deinen beitrag! die vorsichtig bemerkt „geistige verrohung“ in breiten schichten der bevölkerung ist in hohem masse dem kollektiv der bisher die menschheit am geisteswickel rüttelnden medien fernsehen, rundfunk und zeitung zu schulden, wobei eben jene grossen tageszeitungen, sowie die allerorten nicht aus den ohren zu bekommenden hurra-wochenende-rundfunksender einen immensen anteil daran tragen. wenn herr graff von möchtegernbildung spricht, lenkt das nur meineserachtens von der eigenen kleinhaltung der geisträume in grober vernachlässigung des bildungsauftrages bzw. der bildungsmöglichkeiten solcher altbewährten medien ab. stattdessen, plumpheit, schlagworte soweit das auge sieht und die soweit ohren lauschen.

    und es vergeht kein tag, an dem ich nicht aufschreie, schmerzhaft beim lesen getroffen zu boden sinke, durch un-rechtschreib- und grammatikalisches geschoss. dies ist durch unsere berufliche herkunft bedingt. das ist aber nicht mal der punkt und ich möchte es auch nur am rande erwähnen. herausstreichen möchte ich aber, dass mein fernsehstaubablagerungsgerät nun schon einer sehr langen benutzungspause anheim fällt. dies schulde ich den blogbeiträgen solcher feingeister, wie du es bist, das ist nicht bieder, sondern so, wie ich es sehe: durch euch habe ich in kurzer zeit mehr gelernt und mehr ansporn für meine bilder und anregungen zu gedanken erhalten, als es je der fernseher vollbracht hätte.

    und ich freue mich, dass du noch viele gute anregungen und bedenkenswertes hier auf dieser bösen dummen plattform kredenzen wirst. vielen dank, lieber jules!

    grüsse aus mücheln
    jenne!

    • Lieber Jenne,

      und nun sprichst wiederum du mir aus der Seele, was das in Teilen unheilvolle Wirken der klassischen Medien betrifft. Ich erinnere mich noch gut an den grinsenden Ministerpräsidenten von Niedersachsen Ernst Albrecht, der sich maßgeblich für die Zulassung des Privatfernsehens eingesetzt hat. „Es macht mir Spaß!“, sagte er, und das Privatfernsehen, werde uns Meinungsvielfalt bescheren. Die tatsächliche Wirkung können wir in den Nachmittagstalkshows beobachten. Es sind Journalisten, die haltlose Existenzen vor die Kamera zerren und zusehen, wie sie sich öffentlich zum Narren machen. Das alles geschieht, damit ordentlich Kasse gemacht wird, und daran beteiligt sind die großen Medienkonzerne, die auch Zeitungen und Zeitschriften herausgeben.

      Ich will nicht bestreiten, dass die Presse ein wichtiges politisches Kontrollmedium ist. Doch in vielen Redaktionen steht man längst auf Seiten derer, die verantwortlich sind für die von dir beklagte Verrohung und die Bildungsmisere in unserer Gesellschaft.

      Damit mein Kommentar nicht mit einem Missklang endet:

      Herzliche Grüße aus Aachen
      Jules

  5. Nachrichtensites verdrängen Zeitungen:

    http://chaiyo.blog.de/2007/12/14/nachrichtensites_verdrangen_zeitungen~3445377#comments

    Dein Thema ist interessant uns sehr aktuell!

    poc

  6. Was wäre, wenn du Graffs oben zitierte Sätze beispielsweise bei mir gelesen hättest? Würde deine Kritik anders ausfallen?

    Sicherlich ist Graffs Beschreibung der gnadenlos polemische Rundumschlag auf all jene, die ihn täglich oder wöchentlich aufregen. Inzwischen fand ich schon Blogs, bei dem ich Graffs Zitat ohne Probleme als Stempel drauf klatschen könnte. Und das sind überhaupt nicht so Blogs wie deiner oder Rupi oder anderer seiner, die zudem auch noch recht klein und in gewissem Masse unbedeutend im Meer der Blogherrscharen sind. Da gibt es Blogs, deren Zugriffszahlen so überraschend hoch sind, dass man bei den präsentierten Inhalt diese wegen „Volksverhetzung“ gleich schließen müsste (meine unmaßgebliche private Meinung).

    Dass Blogs in das Bewusstsein der Journalisten gerückt sind, zeigt ja auch die Rubrik von „netzeitung.de“. Hier werden die verschiedensten Blogs immer wieder in den Mittelpunkt gerückt. Naja, „verschiedensten“ ist übertrieben, denn außer den „etablierten“ werden auch immer wieder verschiedene zitierend betrachtet. Ob das sinnvoll ist, werd ich hier mal wohlwollend unterschlagen …
    Somit muss Bloglandia und seine gestaltenden Bewohner auch damit rechnen, von Journalisten unter verschiedensten Blickwinkeln und Perspektiven subjektiv beobachtet und beurteilt zu werden. Ich warte ja noch auf den Tag, an dem die BILD-Zeitung zum öffentlichen Entrüstungssturm auf Bloglandia bläst. Nur glaube ich nicht, dass das so schnell passieren wird (… mein Wort in Gottes Ohr …), weil sonst BILDblog.de die BILD gnadenlos beim Korrigieren der BILD-Berichte überlaufen würde …

    Was mich zusätzlich noch interessiert:
    Hat Graff einen eigenen Blog? Oder ist dieser die „Süddeutsche Zeitung“?

    • Wieviel Dr. Bernd Graff noch zum Online-Aufritt der Sueddeutschen Zeitung beiträgt, entzieht sich meiner Kenntnis.
      Das Handelsblatt plädiert jedenfalls für seine Pensionierung:
      http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1621

      Sein Text ist ein Musterbeispiel für schlechten Journalismus und somit ein Beleg dafür, dass es auch in einer großen Zeitung die Schwächen gibt, die er dem Internet vorwirft. Die von dir angeführten Blogs mit hohen Zugriffszahlen und inhaltlich fragwürdiger Ausrichtung sind kein Beleg für seine Thesen. Wie bereits gesagt, es hängt davon ab, wohin man guckt – oder mit Lichtenberg: „Wenn ein Esel in ein Buch schaut, kann kein Apostel herausschauen.“
      Hättest du einen solchen Text veröffentlicht, würde ich dir auch widersprechen, denn meinen Blogfreunden lasse ich erst recht derart unsaubere Argumentation nicht durchgehen.

      • Ohne Ansicht der Person spricht aus obigem Zitat unheimlicher Frust und Wut, dass gewisse Aussagen im Internet hofierter sind als Journalistenhandwerk (wie es immer auch aussehen mag). Dass der Graff von der SZ ist und sich einer beim Handelblatt für dessen Pensionierung stark macht, macht die Sache auch nicht besser. Da das Zitat nur den Frust Graffs ausspricht, habe ich mir den Gesamtartikel angeschaut und war erstaunt, dass es erstens ein Plädoyer (an solch einem werden ganz andere journalistische Maßstäbe gelegt als an Kommentaren oder Berichten; Plädoyers sind immer polemisch und emphatisch gehalten) ist und zweitens sich im Kern um etwas zentrales des Webs dreht. Darum dass Wikipedia andere Enzyklia ablöst und dadurch Missinformation betreibt, was de facto der Fall ist (auch im Berufsleben habe ich mit Wiki-Fehl- und Missinformationen zu kämpfen, denn dieses bringt erhebliche Probleme mit Kundenanforderungen und Qualität an sich). Blogs spielen im Plädoyer nicht so sehr die Rolle wie die Me-Volution an sich, welche doch eher ein Kernpunkt des ganzen darstellt. Die Me-Volution ist gerade der Knackpunkt von Web 2.0.
        Wie hatte Gras mal gesagt: „Auf jedem Misthaufen gibt es einen Hahn der kräht und diesen für den Mittelpunkt der Welt hält.“
        Angesichts dieser Me-Volution macht das Plädoyer verstärkt Sinn (unter der Berücksichtigung der Emphatie und Polemik, die ein Plädoyer ja immer enthalten darf).
        Dass er seine eigene Seite (dem Zeitungsjournalismus) ausgespart hat (bzw. nur am Rande als die normative Kraft des Faktischen aufführte), zeigt, woher er kommt, wo er seine Basiszelte aufgeschlagen hat. Das würde ich ihm nicht wirklich vorwerfen.
        Es wäre schön, würde Graff nun auch mal den Zeitungsdschungel genau so mit einem Plädoyer beleuchten. Aber da trifft wohl eher das Krähen-Prinzip zu. Man will ja schließlich nicht an dem Ast sägen, auf dem man seinen Wald mit lauter Bäumen sehen müsste.

        „Die Menschen“, schreibt Norbert Bolz, „werden immer mehr zu – wie man im Mittelalter sagte – idiotae: also zu eigensinnig Wissenden. Die neuen Idiotae lassen sich ihr Wissen, ihre Interessen und Leidenschaften nicht mehr ausreden.“

        • Na, ja, nicht jeder Schreiber der SZ kann ein Clon von Heribert Prantl sein … 🙁

          • Nachtrag zu dem Zitat von Norbert Bolz:
            Eigensinnig Wissende, das sind die Menschen schon immer gewesen. Selbst Bolz ist ein eigensinnig Wissender, denn er stellt Thesen auf und sucht Belege dafür. Der Mensch kann überhaupt nicht anders an ein Thema herangehen. Durch das Internet wird uns diese Tatsache nur deutlicher vor Augen geführt, denn nun können wir lesen, was in den Köpfen vorgeht. Es geht stets um intellektuelle Redlichkeit, um das Eingeständnis, dass jedes Herangehen an ein Thema von Interessen geleitet ist und deshalb etwas Eigensinniges hat.

        • Da Bernd Graff Mitverantwortung trägt für den in Teilen erbärmlichen Internetauftritt der Süddeutschen Zeitung, muss man seine Aussagen auch an seinen Taten messen. Welchen Sinn hat es, die Desinformation und den Schwachsinn im Internet zu beklagen, wenn man gleichzeitig Vorreiter dieser Erscheinungen ist. Und schau dir nur einmal die Rubrik „Leute“ auf den Panorama-Seiten in der Printausgabe der Sueddeutschen an.
          Auch seine pauschale Kritik an Wikipedia trifft nicht zu, wie der Stern unlängst bewiesen hat. Grundsätzlich gilt es doch, allen Informationen zu misstrauen, die man nicht selbst überprüfen kann. Warum also sollte das im Internet nicht gelten. Wer sich als Student auf ein einziges Buch verlässt, erleidet ebenso Schiffbruch wie einer, der sein Wissen ausschließlich von Wikipedia abzieht.
          Und willst du etwa behaupten, dass die Menschen besser und gründlicher informiert waren, bevor es das Internet gab?

          • Nein, sie waren nicht schlechter informiert. Nur besteht ein eindeutiger Unterschied zwischen Wissen und Informiert-sein. Und die Informationsflutung durch die Medien führt zu einem Overkill der Informationen, wo man mit jeder Information alles und gar nichts beweisen kann.
            Nein, sie waren zuvor nicht schlechter informiert.
            Freilich trägt Graff Mitverantwortung. Und wer noch? Und wer hat für die von dir angesprochene „Erbärmlichkeit“ die Verantwortung (nicht Mit-Verantwortung, denn sowas ist nicht deligierbar)? Und wie heißt der Verantwortliche der SZ, der die Seite nicht barrierefrei macht? Wie sind die Namen der anderen Mitverantwortlichen?
            Dass inzwischen auch die SZ von BILD abschreibt und deren Gerüchte ungeprüft veröffentlicht, spricht einerseits über die Schnelligkeit und Kurzlebigkeit des Neuigkeitenmarktes und zum anderen dagegen, dass der „Süddeutsche Verlag“ unverantwortlich (schon wieder das Teilwort „verantwort“) Stellen gestrichen hat. Das letztere war ein harter und IMHO falscher Einschnitt in die Verlagsautonomie. Die SZ ging den Weg, der nicht gerade der beste war. Und in Folge dessen hat der „Süddeutsche Verlag“ entscheidenden Anteil und Mitverantwortung für die Bereitstellung der bescheidenen Mittel für das Internet. Daran knabbert die SZ, hat aber kein Personal dafür, weil Personal zu teuer oder bereits entlassen wurde. Die berühmte Katze, die sich in den Schwanz beisst. Graff ist Gallionsfigur. Haut man den weg, ändert sich nicht wirklich was. Erst wenn der „Süddeutsche Verlag“ zur Vernunft kommt, kann die „Süddeutsche zeitung“ wieder Luft bekommen.

  7. Guten Morgen lieber Jules,

    – gestern Abend war ich zu müde, aber Dein Text hat mich auch bei ausgeschaltetem Rechner weiter beschäftigt…

    Wenn von Journalisten wie Graff gejammert wird, dass das Internet die Zeitungen verdrängt und durch Brei ersetzt, frage ich mich, ob er denn wirklich meint, dass die Käufer und Abonnenten von Zeitungen noch die Zeit haben, sich tatsächlich jeden Tag eine Stunde damit in den Sessel zu setzen und sie von vorne bis hinten durchzulesen. Wer bringt in Zeiten der immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne noch diese Ruhe auf?

    Die meisten kommen kaum täglich dazu, die Zeitung überhaupt aufzuschlagen, oder sie überfliegen die Überschriften, lesen vielleicht 4-5 Artikel oder nur den Sport-, Wirtschafts- oder Feuilletonteil. Was ist denn daran so anders, als ins Internet zu gucken, das zudem ständig aktualisiert wird? O.K., der Sessel ist gemütlicher, die Zeitung raschelt schöner.

    Ich werde jeden Tag, beileibe nicht nur aus Informationsgründen, beschossen mit Bildern und Superlativen, soll in alle Richtungen Aufmerksamkeit verschenken, mobil sein und immer erreichbar. Alles, was früher ganz gut war, ist jetzt „super-„, was noch besser ist, ist „mega-“ oder „giga-„. Perfekt und optimal reichen nicht mehr, es gibt jetzt auch schon „perfektest“ und „optimalst“. Auch die Bilder werden nicht nur mehr, sondern härter, sensationeller. Für mich war die Unschuld abgelegt, als die ehrwürdige Tagesschaus mir vor Jahren (während des Jugoslawienkriegs?) die erste Leiche zeigte. Sie knallen uns das hin und lassen uns dann damit allein. Auch das ist wohl Journalismus. Auch das Gefühl, am politischen und wirtschaftlichen Weltgeschehen nicht mehr selbst beteiligt zu sein, lässt die Leute zu anderen Themen abwandern.

    Das Internet bietet nun die Möglichkeit, aus diesem Alleinsein wieder ein bisschen herauszutreten, sich mit anderen zu vernetzen, die vielen Eindrücke zu teilen, und was man Gaga findet, zu zeigen. Das ist für mich u.a. einer der Gründe, warum ich blogge und andere Blogs besuche. Dort erlebe ich, dass es Anderen auch so geht. Und es ist meine Entscheidung, wo ich verweile, mich festlese. Die durch die Anonymität des Netzes angefeuerten „Entrüster“ interessieren mich dabei nicht besonders. Was soll’s, das Internet ist doch groß genug für alle! Man darf nur nicht vergessen, dass hinter jedem Rechner ein Mensch sitzt.

    Und jetzt muss ich meine Aufmerksamkeit leider hier abziehen und ins vermeintlich „realere“ Leben lenken, denn der Kühlschrank ist leer…

    Ich wünsche einen schönen Samstag,
    Theobromina

    • Hallo, liebe Theobromina,

      man kann sich immer nur selektiv informieren, das gilt für das Lesen der Zeitung wie für die Nutzung aller anderen Informationsquellen. Und indem die Medienvielfalt wächst, sind die Selektionen immer mehr von Zufällen gesteuert. Das muss man sich stets vor Augen halten, denn nur so kann man verhindern, dass man die subjektive Selektion verallgemeinert und zu einem erstarrten Weltbild kommt. Und du hast auch Recht, was die Superlative betrifft, mit denen jedes Medium aufwartet, um die Konkurrenz auszustechen. Der Jugoslawien-Krieg ist auch mir in Erinnerung als Beleg für die Verrohung der Sitten in der Berichterstattung. Die ARD zeigt z.B. Bilder, die ein Kameramann gefilmt hatte, bevor er erschossen wurde. Plötzlich kippte der Bildausschnitt zur Seite, und im Off waren die letzten Seufzer des Kameramanns zu hören. Selten war ich so peinlich angerührt.

      Deine Gründe zu bloggen teile ich. Es ist schon ein bisschen entlastet, wenn man dem Gagaismus unserer Zeit wenigstens ab und zu etwas entgegensetzen kann und feststellt, dass man mit seiner Gegenwehr nicht allein ist. Darum lese ich z.B. so gerne bei dir, denn du hast einen wachen Blick für diese Dinge und verstehst es, sie auf witzige Weise zu entlarven.

      Einen schönen Samstag wünscht
      Dein Jules

  8. Hallo lieber Jules,
    zu deinem Beitrag kann ich dir nur heftig beipflichten! Der liebe Herr Graff hat sich wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt um sich ein Eigentor zu schießen. Bedenkt man dies im Sinne seiner Stellung als Stellvertreter des Chefredakteurs der sueddeutsche.de. Es war nicht besonders clever von ihm online communities unter ein solch schlechtes Licht zu rücken, da diese auch die Zielgruppe der sueddeutsche.de darstellen, und somit zu verprellen. Bei dieser Arroganz die er an den Tag legt, scheint er diese wohl nicht nötig zu haben.
    Ausserdem unterstellt er den communities einen wissenschaftlichen Anspruch, welchen diese doch überhaupt nicht haben. Wie kommt er darauf nur?
    Aber wenn man Sinn von Unsinn nicht trennen kann, wie in seinem Falle, sollte man sich nicht zu lange im Web 2.0 aufhalten, sonst läuft man wirklich Gefahr 0.0 im Kopf zu werden.
    Darüber kann die Närrin nur schmunzeln* und schlägt frech die faz und die Zeit auf 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*